Superfrust

Heute ist definitiv der trübste tag seit wochen. ich hatte gestern abend einen termin in der radioonkologie der klinik, um den ablauf der bestrahlungstherapie zu besprechen. nun hatten wir schon vor meiner erkrankung über ostern einen wunderschönen familienurlaub gebucht, nach florida, 2 wochen, mit allen kindern. ich hatte mich wahnsinnig darauf gefreut und mich regelrecht daran hochgezogen die letzten wochen. nach dem motto: ok, wir fahren dahin, ich sammle dort kraft, komme zurück und fange mit der bestrahlung an. die ärzte auf der station meinten nach meiner op auch, dass das so in ordnung gehen müsste.

der chef der radioonkologie, bei dem ich gestern war, sieht das anders.  um es kurz zu machen: ich fahre nicht nach florida. das risiko, nach der op 3 monate bis zur bestrahlung zu warten, ist zu groß. zumal ich keine chemo mache und „nur“ tamoxifen nehme. bei meiner insgesamt guten prognose wäre das leichtsinnig, eine möglicherweise verspielte chance. ich WEISS, das ist völlig logisch und richtig so. NATÜRLICH fange ich nun unmittelbar mit der Bestrahlung an.

aber gut ist es nicht. es ist scheiße. scheißkrebs. arschloch. ich will dich nicht. warum ich? (soll man sich nicht fragen, ich WEISS das, ist mir aber egal: ARSCHLOCHKREBS).

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7 Gedanken zu „Superfrust

  1. stimmt: Archlochkrebs! Scheißkrebs! Lass Deinen Ärger ruhig raus! Gut so!
    Ich drück Dich mal!
    Könnt ihr die Reise nicht verschieben, vielleicht auf die Pfingstferien?

    • ist schon alles gebucht und bezahlt ohne reiserücktritt und die kinder freuen sich drauf…………ich muss das jetzt einfach mal so sehen: ich tue AUCH was für mich, nämlich mich um mein überleben kümmern und in ferien kann ich dann noch GANZ oft fahren, OHNE das arschloch, so!!!

  2. Tritt ihn ganz kräftig, diesen Scheißkrebs!!
    Und dann fahr in den nächsten Ferien und freue dich über die Zeit, in der du wirklich abschalten kannst.
    Beste Grüsse vom Blubberball

  3. jetzt warst du ja gerade im urlaub, reiten, wa :D? diese wut liest sich gut. ich habe damals meiner mutter immer geraten, die infusion [chemo] als flüssiges gold zu betrachten und die nebenwirkungen davon auf den scheiß-krebs zu schieben. hat ihr geholfen, meinte sie ;).

    • kukuck 😆

      wenn ich jetzt diesen eintrag lesen, der ja eigentlich „erst“ 7 monate her ist, kommt es mir einerseits vor wie eine ewigkeit, andererseits staune ich über die reelle kürze der zeit. so viel passiert seitdem….

      wer hätte damals gedacht, dass ich so eine schöne reise nach polen machen würde!

      alles liebe, katerwolf 😆

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