trüber tag

einfach nur ein trüber tag heute, mehr nicht. mir gehts mies und ich quäle mich zudem mit gedanken rum, dass ich was dagegen tun muss. und habe doch gar keine lust dazu, uff! bin ich zu ungeduldig, 6 wochen nach meiner op? verlange ich zuviel von mir und setze mich zu sehr unter druck? unterschätze ich das trauma, dass eine krebsdiagnose auslöst, auch WENN ich eine gute prognose habe? ich habe unterschwellig angst, dass ich, wenn ich mich nicht ständig zum „alles wird gut“ motiviere, in einem loch verschwinde. bubb, weg. generell ist die angst derzeit größer als alles andere. sie ist irgendwie immer da, unterschwellig, wie ein motor.

ich sag euch, das ist alles ganz schön schwer. vorher war immer ganz viel perspektive da und pläne und jetzt fällt mir der blick in die zukunft plötzlich schwer. so als würde ich dahin schauen und sagen: „och nö“. ich bin ECHT froh, dass ich mich entschlossen habe, am montag zu einer psychoonkologin zu gehen. ich hatte in meinem leben schon den einen oder anderen durchhänger, aber nichts, womit ich nicht klar gekommen wäre. aber das ding mit der zukunft und perspektive ist mir unheimlich. da möchte ich doch, dass mir jemand, der sich damit auskennt, was dazu sagt.

außerdem brauche ich einen plan. einen überlebensplan. nur mit dem hund spazieren gehen, gesund essen, bloggen, viel über BK lesen, tamoxifen schlucken, reicht nicht. morgen mache ich mir einen überlebensplan!

heute abend gehen wir mit der familie den 19ten geburtstag meines sohnes nachfeiern, zu unserem lieblingsitaliener. meine trübe stimmung lasse ich dann zu hause!

2 Gedanken zu „trüber tag

  1. ich war selbst schon mal beim therapeuten und finde es total großartig, WIE unbefangen und ohne jegliches getue oder vorurteil du dir psychologische hilfe geholt hast und hier darüber schreibst… ich denke, daß ‚wir‘ mehr von dieser einstellung brauchen. danke dafür!

    [das wollte ich schon seit mindestens drei posts sagen :)!]

    • und nochmal danke, meine liebe 😆

      ja, ich gehe unbefangen damit um, denn ich finde den gang zum therapeuten genauso natürlich und notwendig wie zu einem anderen arzt, der „nur“ körperliche symptome untersucht. ich gehe seitdem alle 3 wochen zu meinem psychoonkel (wie ich ihn nenne) und habe mir vorgenommen, das ziemlich genau 1 jahr lang zu tun. danach entscheide ich neu. es hilft!

      alles liebe wünsche ich dir, deine katerwolf

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