Bestrahlungs-Ende in Sicht

thank god it´s friday. meine vollgepackte therapie-woche mit täglicher bestrahlung, 2x die woche lymphdrainage und 3x die woche akupunktur fordert ihren tribut, vorwiegend am freitag. dann bin ich jedesmal ein ober-plattfisch. so wie heute. die fahrt in die klink zur bestrahlung war heute früh extrem mühsam. ich hing im auto wie ein schluck wasser in der kurve. außerdem hatte ich das große los gezogen, dass etwa die hälfte der strecke eine behelmte mutti auf ihrem klapp-rad vor mir herschlich. schön mitten auf der fahrbahn, damit man auch ja nicht vorbeikommt. jetzt ist erstmal eine verschnaufpause angesagt und heute nachmittag fahre ich nochmal in die klinik, da ich mich zu einem kurs zur brustselbstuntersuchung angemeldet habe. in der klinik hatte man mir das vorgeschlagen, mit dem argument, keiner wäre so gut in der lage, veränderungen in der brust festzustellen, als man selbst. das argument macht sinn! ich wusste gar nicht, dass es solche kurse gibt. aber man macht sich in der regel ja auch keine gedanken darüber, schließlich bekommt man selbst ja nie brustkrebs. hätte ich mal besser vorher gemacht, den kurs. hättehätte der hase nicht im busch geschissen, hätte der jäger ihn nicht gekriegt. hätte ist ein scheiß!

die strahlentherapie nähert sich dem ende, endlich. ich habe noch insgesamt 10 bestrahlungen vor mir. 10 von insgesamt 36. am 29. april ist die letzte. eine etappe ist dann geschafft! bleiben noch 5 jahre die tägliche einnahme von tamoxifen. nächste woche habe ich meine 1. nachsorge. 3 monate sind dann seit der op vergangen, 4 seit der diagnose. ich werde mit einer langen liste mit fragen hingehen und das behandlungszimmer erst verlassen, wenn alle beantwortet sind. mich notfalls anketten. es wird auch der 1. termin bei meinem neuen gynäkologen sein.  ich habe das vertrauen in meine bisherige gynäkologin verloren. mir tut das zwar leid, aber ich höre da mal besser auf mein gefühl, denn es ist meine gesundheit und mein leben. wie sagt andrea sixt in ihrem krebsbuch: viele menschen sterben aus höflichkeit. der neue gynäkologe hatte meine stanzbiopsie durchgeführt und ist ein gynäkologischer onkologe. ich fühle mich da besser aufgehoben. es ist gut, dass die nachsorgetermine zu beginn alle 3 monate stattfinden. allein auch wegen dem psychologischen effekt. ihr glaubt gar nicht, wie häufig in gedanken irgendwelche tumore in einem wachsen. stiche in der brust? sicher ein neuer tumor. Rückenschmerzen? sicher metastasen in der wirbelsäule. Husten? klarer fall von lungenmetastasen. das gelingt einem auch durchaus, wenn man über eine eher stabile psyche verfügt. so kann man diese ängste hoffentlich alle 3 monate ausräumen.

hey, ihr da draußen, drückt mir alle verfügbaren daumen, dass der krebs nicht zurückkommt.

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12 Gedanken zu „Bestrahlungs-Ende in Sicht

  1. Ich drücke Daumen, Zehe und was ich sonst noch alles finde. Deine Sorgen kann ich gut nachvollziehen. Die werden dich sicher auch immer mal wieder begleiten, aber ich hoffe, du wirst lernen damit umzugehen. Fühl‘ dich mal gedrückt 🙂 Alles Liebe, Emily

  2. Mein Kompliment für die Anmeldung zu dem Kurs. *daumenhoch*
    Ich selbst habe mich früher auch nicht selbst getastet, ließ es aber ab meinem 25. oder 26. Lebensjahr im Rahmen der Krebsvorsorge regelmäßig (1-2x im Jahr) von meinem damaligen Gynäkologen machen. Nach der Diagnose und OP hat sich mein Verhältnis zu meiner Brust deart verschlechtert, dass ich mich selbst überhaupt nicht mehr abtasten könnte, da hat es psychologisch total an mir genagt. Außerdem hab ich dann immer irgendwas gefunden (was natürlich nichts war). Deswegen: ich finde es super!!! dass Du das kannst. Ich konnte es in den ersten Jahren nicht. Heute geht’s besser, aber es ist -leider- immer noch nicht optimal. Und das, obwohl ich ein recht positiver Mensch bin…
    Alles Liebe und meine Daumen hast Du selbstverständlich auch!
    Masca

  3. Liebe Katerwolf,
    Respekt zum Kurs! Ich hab mich immer vor sowas gedrückt, drum wurde mir mein Saul auch so präsentiert, dass ich ihn nicht übersehen konnte! Man ist manchmal schon ziemlich verbohrt… Aber ich muss auch Masca zustimmen, es geht mir ähnlich – die Angst was zu finden hält einen davon ab…und jedes bisschen knotenähnliches (bei mir Verwachsung an der Narbe) löst Panik aus!

    Liebe Grüsse,
    Trolleira

    • liebe trolleira,

      der kurs war gut, komm grad zurück. ist auch nicht so schwer, das zu machen. vielleicht doch noch mal nen anlauf nehmen? 😛

      liebe grüße nach brasilien!!!

  4. Hallo 😉

    Toll,dass der Kurs gut war.War sicherlich viel interessantes dabei was angesprochen wurde.Waren denn viele Frauen da?

    Wir alle drücken dir hier die Daumen.Ganz fest und noch viel fester 😉

    Und hey … wenn du irgendwann ein Erfolgsrezept dafür hast,sich endlich nicht mehr bei jedem -ich nenne es jetzt mal Zimperlein- verrückt zu machen … Rezept sofort zu mir.Ich leite das dann UMGEHEND an meine Oma weiter 😉

    • über den kurs wollte ich heute im blog berichten. kannst ja mal nachschauen! wegen dem tipp: hm, das ist sicher von mensch zu mensch verschieden. ich bin so der typ, der der realität ins auge schaut. so orientiere ich mich zum einen an den fakten (prognose, etc) und zum anderen daran, dass ich fest daran glaube, den krankheitsverlauf mit einer positive einstellung auch positiv zu beeinflussen. mir helfen hier entspannungsübungen. da hätte ich auch einen guten tipp: das buch „wieder gesund werden“ eine anleitung zur aktivierung der selbstheilungskräfte für krebspatienten und ihre angehörige. von O. Carl Simonton. das buch kommt mit CD, auf der 2 sehr gute übungen sind. mir hilft das sehr.

      liebe grüße, katerwolf

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