Bericht aus der Reha: Katerwolf im Glück

hier ist es toll. absolut klasse 😆 nennt mich katerwolf im glück.

nach einer sehr langen aber reibungslosen zugfahrt bin ich gestern um 16 uhr in westerland angekommen – bei strahlendem sonnenschein und blauem himmel. die rehaklinik ist richtig schön: hell, freundlich, weitläufig in verschiedene gebäude aufgeteilt, direkt am kilometerlangen strand. ich habe ein schönes, kleines zimmer mit 3 großen fenstern nach vorne raus und *tadaa* blick aufs meer. gestern habe ich von meinem zimmer aus beobachten können, wie die sonne rubinrot im meer unterging. natürlich war ich gestern gleich am strand, der hier so verlockend vor der tür liegt und bin einfach mal ne stunde gelaufen und habe mich gefreut, dass ich jetzt hier bin. ich habe schon 2 freundinnen :lol:, 2 nette junge frauen, die bei mir am tisch sitzen. dann habe ich noch ein bisschen das brasilianisch-koreanische gemetzel geglotzt und anschließend geschlafen wie eine tote.

heute erster tag. ausgeruht aufgewacht, fenster aufgerissen und mit meeresrauschen im ohr tief eingeatmet. immer noch strahlend blauer himmel. läuft heute alles ganz easy an, mein aufnahmegespräch ist erste heute nachmittag, dann bekomme ich auch meinen therapieplan, vorher passiert gar nichts. so habe ich den tag also erstmal damit genutzt, mir ein fahrrad für 3 wochen auszuleihen, in einem benachbarten reitstall anzurufen und eine reitstunde zu buchen (meine zerrung vom reiten in der normandie ist ausgeheilt, haha) und den vormittag faul im strandkorb gelümmelt und abwechselnd in die sonne und in die brandung geblinzelt. ich war übrigens am hundestrand. ich vermisse joschi. also war ich am hundestrand und habe fremdgekrault. alle hunde liefen frei herum und waren friedlich, nur einer hat terror geschoben. guess who? ein tibet terrier. scheint an der rasse zu liegen 😉

die atmosphäre hier ist so ne mischung zwischen geschäftig und entspannt. viele laufen zielstrebig in sportsachen herum, andere liegen faul im strandkorb. die atmospäre ist nicht, wie ich erwartet habe, bedrückend und krankheitsschwanger. ziemlich viele junge leute hier, auch einige junge, sehr junge, brustkrebs-patientinnen. ich habe gleich mein aufnahmegespräch bei dr. drapalowitsch oder so und ich vermute, dass es danach schluss ist mit meinem müßiggang. meine tischfreundin bandscheiben-sanne hatte ihr gespräch heute morgen und ist schon im therapiestress und düst zwischen hydrojet, massage, aquajogging und physiotherapie hin und her. ich schätze mal, ab morgen bin ich auch am düsen. muss versuchen, den arzt gleich davon zu überzeugen, dass ich mich entspannen will….

so, und jetzt drückt mir mal die daumen, dass mein koffer heute noch kommt, ich sehe doch ein bisschen bappig aus mittlerweile 😉

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8 Gedanken zu „Bericht aus der Reha: Katerwolf im Glück

  1. Na das hört sich doch gut an und Dein Koffer wird bestimmt heute auch noch kommen. Freut mich, dass Du so gut angekommen bist und Dich wohlfühlst. LG. 🙂

  2. lieber katerwolf,

    ach, das hört sich gigantisch gut an. zimmer mit meerblick, nette kurbekanntschaften und ein bißchen zeit zum seelenbaumeln. ich nehme an, daß so ein kurprogramm aus pflicht und kür besteht. eine freundin von mir hat sich vor einem jahr für alles mögliche angemeldet, nur um die zeit irgendwie totzukriegen. aber das ist ja von mensch zu mensch unterschiedlich. ich hoffe, daß du genug zeit zur entspannung findest und dich prächtig erholst und daß die sehnsucht nicht übermächtig wird.

    alle gute wünscht die wortfeile

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