Internetdesaster und ein wahrer Held

mein mann ist ein held. ein wahrer held.

5 tage hatten wir kein internet. davon auch 3 tage kein telefon. unser serviceanbieter hatte eine störung von ausmaßen eines schwarzen lochs vorzuweisen. während unserer konsequenten anrufe bei der service-hotline und dem stundenlangen schweben in musikalischen warteschleifen und roboter-aufforderungen, die 1, 2, oder 3 zu drücken, wahlweise mit ja und nein zu antworten, wurde nicht nur unsere geduld auf eine harte probe gestellt, nein, wir lernten auch nahezu alle hotline-mitarbeiter kennen.

und bekamen immer wieder zu hören: sorry, riesenstörung, wir arbeiten mit hochdruck daran.

wenn man das ausreichend oft gehört hat, wird man aggressiv und bekommt unschöne gedanken. da ich mich in solchen fällen nicht verlässlich unter kontrolle habe, übernahm mein gatte die kommunikation. ich durfte zuhören und durfte zeuge wunderbarer dialoge werden. kleine kostprobe? gerne doch 😉

gatte: „ja, wir wissen, dass sie eine großstörung haben. wir haben ja auch schon etwa 100 x miteinander telefoniert. wie lange dauert sie denn noch?“

hotline: „blablablabla im großraum frankfurt haben an die 60.000 kunden kein internet blablabla

gatte (laut): „DAS INTERESSIERT MICH NICHT. WIR LEBEN HIER NICHT IN OST-ANATOLIEN UND HABEN KEIN STROM. WIR LEBEN IN DEUTSCHLAND UND HABEN SEIT 5 TAGEN KEIN INTERNET!!“

*grins* der kann echt lustig sein, der gatte.

gestern morgen dann der letzte anruf bei der hotline. wir erfuhren, dass die störung behoben und nun vielmehr nur noch bei uns war. liege vermutlich an unserem gerät. saubacken, darauf hatten wir gewartet. es folgte ein unschöner dialog zwischen gatten und hotline und der einigung darauf, dass ein techniker benachrichtigt und zu uns geschickt wird. zum selbstkostenpreis natürlich.

während dieser 5 tage stöpselten wir alle stecker und kabel raus und wieder rein. etwa 5.000 mal. gestern abend griff sich der gatte erneut und entschlossen den laptop und fummelte und stöpselte am gerät und router und an allem herum, was kabel hatte. machte diverse netzwerkdiagnosen und auf einmal, wunder über wunder, schaute er mich ungläubig an und verkündete:

„es geht wieder!“

ich (ebenso ungläubig guckend): „wie hast du das jetzt gemacht?“

er: „keine ahnung.“

ist doch auch egal. hauptsache, es geht wieder. mein mann ist ein held.

und ich, ich kann wieder bloggen, juhuuuuuuuuuuuuuuuuu 😆 😆 😆

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23 Gedanken zu „Internetdesaster und ein wahrer Held

  1. Huch – genau in dem Moment, wo ich meinen Kommentar losschicke, kommt von Dir der neue Beitrag? Lach – ja liebe Katerwolf, so ist das mit der Technik. Da sind wir mitunter machtlos.
    Sonnengrüße von Dori

  2. Noch ein kleiner Tipp: bei diesen tollen 1,2,3-Hotlines einfach in den Hörer singen. Hab ich mal bei Stern-TV gesehen. Die Hotlines sind dann so konfus, daß sie gleich mit einem Service-Mitarbeiter verbinden 😉
    Liebe Grüße, Ruthy

  3. Diese Hotlines sind die Pest!!! Aber Dank des technisch versierten Gatten klappt ja nun alles wieder, schön! Meine Hotline sagte neulich immer wieder zu mir: Ich habe Sie nicht verstanden, bitte wiederholen Sie… wäääääääää! LG von Rana

  4. Wie abhängig wir von der Technik, vor allem vom Strom sind. Da kann einem Angst und Bange werden, wie verletztlich wir sind. Es passiert oft, dass etwas wieder funktioniert und man nicht weiß, warum 😉

  5. „Hello again“, ich sach einfach „hello again“……*träller*
    Wollte schon mit dir über die Anschaffung von Brieftauben diskutieren!!!!
    Mit Service-Hotlines habe ich auch so meine vielfältigen Erfahrungen. Zuletzt mit der Deutschen Bahn. Egal welchen Weg ich wählte (1,2 oder 3), am Schluß hieß es immer „bitte wählen Sie sich auf der homepage der Bahn mit Ihren Zugangsdaten auf der entsprechenden Seite ein“ – die HABEN WOHL GAR KEINE MITARBEITER MEHR AM TELEFON! Das nennt man Kostenoptimierung. ICH gehe jetzt mal zum Bahnhof an den Schalter *grunz, das Mammut jag, Feuerstein ribbel* 🙂

  6. So lange von der virtuellen Welt abgeschnitten, das grenzt schon an Körperverletzung, oder?
    Schön, dass du wieder da bist, liebe Katerwolf und ich hoffe, das hält auch an.

    LG Anna-Lena

  7. Ich hatte das gleiche Deaster vor zwei Wochen, plötzlich ging nix mehr. Das Schärfste war nach gefühlten 17x Weiterreichen an „kompetente Mitarbeiter“ der Service-Hotline die Zusage, daß der Oberindiander mich zurückruft „im Laufe des Tages“. Na, nun rate mal, was passierte!! Nüscht! Dann hieß es, die Hälfte der Belegschaft würde streiken, deshalb dauere alles so lange. Solange sie für die Abschaffung der grauenerregenden Musik in den Warteschleifen streiken, soll es mir aber recht sein. Ich habs dann auch selber geschafft, nebenbei. Aber btte jetzt nicht alle bei MIR anrufen, denn ich bin NICHT die Service-Hotline! 😉

  8. DAS sind die wahren Helden!
    Die nicht wissen, warum es klappt, lach.
    Wenn man bei einem von De-Eskalations-Team landet. Der versteht einen, der gibt einem Recht. „Der leitet auch alles weiter“ – wie er sagt, tut er aber nicht. Hauptsache, der Kunde ist erstmal ruhiggestellt. (Alles schon erlebt – mehrfach)

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