Brustkrebs – 3 Jahre danach

ich hab nach längerer zeit mal wieder in meinen „alten“ blog reingeschnuppert und bin ganz überrascht und gerührt, wie hoch die besucherstatistik ist, obwohl ich den blog schon seit einer weile nicht mehr aktiv betreibe. deshalb schreib ich jetzt einfach mal wieder was!

ich habe gesehen, wie häufig nach den suchbegriffen „nebenwirkungen von tamoxifen“ und „brustkrebs und psyche“ und „brustkrebs therapie“ gesucht wird. *seufz* gleichzeitig wird mir bewusst, dass das jetzt, fast 3 jahre nach meiner diagnose, kaum noch thema für mich ist und ich immer weniger daran denke. wenn ich in dem blog lese, wird mir bewusst, wie anders das noch vor 1 jahr ausgesehen hat, wie zerrissen und ängstlich ich noch war. und mir wird bewusst, wie es all denen geht, die gerade ihre diagnose bekommen haben oder am anfang ihrer therapie stehen. ich möchte euch gerne sagen: verzagt nicht, kopf hoch. auch hier, und auch wenn man es kaum glauben mag, arbeitet die zeit für euch. die angst wird immer kleiner. die nebenwirkungen auch. der ruf des lebens ist stärker und ihr werdet euch wundern, wie ihr nach einer weile beginnt zurückzublicken und euch bewusst werdet, welchen weg ihr zurückgelegt habt und wo ihr jetzt steht. und ich wollte euch sagen: macht alles an therapie, was sich anbietet und sinn macht, es hilft einem weiter, auch psychisch. glaubt an euch und macht alles, was euch gut tut. euer körper und geist wird es euch danken. wenn ihr fragen habt, meldet euch einfach bei mir!

alles liebe, eure katerwolf

Advertisements

10 Gedanken zu „Brustkrebs – 3 Jahre danach

  1. Liebe Katerwolf, ich freue mich sehr, dass es dir so gut geht, dass du dich nicht hast unterkriegen lassen von dem ollen Krebs. Habe fast täglich mit Krebspatienten zu tun und weiß, wie schwer so eine Diagnose ist.
    Eigentlich sollte man dir einen Award verleihen, denn durch dein Blog hast du dir manches von der Seele geschrieben und machst du anderen Mut und gibst ihnen Kraft und Hoffnung.

    Alles Liebe und eine schöne Adventszeit
    SK

  2. gut, dass du hier wieder was geschrieben hast – ich hatte nämlich deinen umzugseintrag nicht gelesen und so gar nicht mitbekommen, dass du umgezogen bist. warte – ich komme! 😉

    und: schön, dass es dir wieder gut geht – freut mich sehr!

  3. Du bist für mich eine herausragende Bloggerin, weil du so sehr offen und bewegend über das Thema Krebs geschrieben hast, und immer noch schreibst. Ich bewundere dich sehr für deinen Mut, deinen Lebenswillen und deine Lebensfreude…

  4. Liebe Katerwolf,
    das ist doch klar. Jährlich erkranken alleine in Deutschland über 50.000 Frauen an Brustkrebs, und es werden immer mehr. Schön, dass Du mit Deinem positiven Beispiel den Frauen Mut und Kraft und Zuversicht vermitteln kannst.
    Ich sende Dir liebe Grüße für eine schöne Adventzeit. Ist eigentlich der neue Hund schon da?
    Dori

    • Liebe Dori, hab Dank für deinen lieben Kommentar 🙂

      Das mit dem Hund gestaltet sich momentan leider ziemlich schwierig und zehrt an meinen Nerven, die Flugpaten sind wie vom Erdboden verschluckt, ätzend!

  5. Nehme seit April novaldex Zometa und zoladex, die Nebenwirkungen von Zometa und Novaldex sind ja noch zu ertragen, aber die monatliche zolatexspritzte bringt mich zur Verzweiflung. Habe am zweiten Tag solche gliederschmerzen, dass ich mich nicht einmal bewegen kann. Jeder Schritt ist eine qual. Ich merke, dass es von Monat zu Monat schlechter wird, hatte diesmal sogar Fieber und kieferknochenschmerzen. Konnte ein paar Tage gar nichts essen. Die Argen Schmerzen hielten 10 Tage an, davon musste ich 5 Tage im Bett bleiben. Insgesamt dauerten die Schmerzen fast über 2 Wochen. Jetzt habe ich mich ein bisschen erholt und jetzt bekomme ich nächste Woche wieder diese schreckliche Spritze. Ach ja, ich hatte auch sehr geschwollene Knie, das ich sie nicht mal abbiegen konnte. Ich bin zur zeit verzweifelt, weil ich denke so geht es nicht weiter. Ich möchte wieder leben ohne Schmerzen. Bin wirklich am überlegen, ob ich mit dieser Spritze aufhöre.

    • Du Arme! Ich kann dich gut verstehen. Von allen Medikamenten, die ich genommen habe und noch nehme, war Zoladex das Präparat, dass ich am Schlechtesten vertragen habe. Ich war danach immer 1 Woche fertig, was dazu führte, dass ich schon 1 Woche vorher Riesenschiss vor der Spritze hatte und elend durch die Gegend lief. Auch das Gespritze in den Bauch war für mich, die praktisch kein Bauchfett hat, ein großer Angstfaktor. Ich denke, bei mir kam als Nebenwirkung auch eine große Portio Psyche dazu. Mein Gyn hat mich nach 1 Jahr auf das Präparat Enantone umgestellt, dass ich fortan als Dreimonatsdepot als Spritze in den Po bekam. Einfach nur ein Minipieks. Die Nebenwirkungen minimierten sich gravierend, damit konnte ich dann gut leben. Nach 3 Jahren hat mein Gyn das Präparat dann als Teil der Therapie vorzeitig eingestellt. Erkundige dich mal bei deinem Gyn nach Enantone, auch Trenantone. Ich hoffe, das hilft dir weiter!!!

      Toitoitoi und alles Gute, Katerwolf

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s