Kochclub

ich bin gerade in vorbereitungen *freu*

seit herbst letzten jahres haben wir einen privaten kochclub. wundersamerweise war dies die idee meines nicht-kochenden gatten. wir starteten zunächst mit 3 paaren, wovon 1 paar mittlerweile entpaart ist, dafür kam recht schnell ein neues paar dazu. mittlerweile sind wir ein harter kern von 10 köchen und eigentlich kommt jedes mal irgendein überraschungsgast dazu. oder 2, oder 3. oder sogar kochende (große) kinder.

der kochclub wird immer abwechselnd ausgerichtet, etwa alle 5 wochen. der verantwortliche gibt die rezepte vor und kauft ein. und dann gehts los. die bande rückt an, studiert begeistert die rezepte und jeder sucht sich was aus und legt alleine oder mit partner los. ein riesenspaß ist das, der wein fließt in strömen, alle schnippeln, babbeln und lachen. wir sind alle laut und glücklich. jedesmal sind wir uns einig, dass dies die beste idee des jahrhunderts war. was HABEN wir schon alles gekocht: südafrikanisch, deutsch, kochen im glas, englisch und italienisch. das erstaunliche ist, dass bislang noch nichts so richtig daneben gegangen ist.

und nun sind wir wieder an der reihe, am kommenden samstag. das konzept heißt diesmal: grillen im haus am see. unsere freunde waren ja noch gar nicht da, in unserem noch jungfräulichen see-domizil. wir grillen aber nicht einfach so *pah*. da wird mächtig was mariniert und kreiert, jawoll 😉

seit tagen brüten der gatte und ich über dem menü und sind uns jetzt einig, es gibt:

hähnchenspieße in scharfer erdnussmarinade, dazu birnen-avocado-salat

kleiner gebackener schafskäse provencalisch

kabeljau südafrikanisch, dazu fenchel-orangen-salat

gefüllte lammkotellets mit rote beete-ananas-minze-sticks

obstsalat mit vanilleeies.

ich wünsche euch allen einen schönen start in die woche, macht das beste draus 😆

So sieht Glück aus!

es geht doch nichts über gute freunde, die einem zu weihnachten dinge schenken, die einfach nur glücklich machen. in meinem fall gestern abend. der wirt, in dessen lokal ich meine neue errungenschaft gestern abend beharrlich den ganzen abend trug, möge mir verzeihen.

 

 

 

Hausfrauen and the City

vermutlich mache ich mich mit diesem beitrag mega-unbeliebt und stehe damit alleine auf weiter flur, aber: sex and the city II fand ich enttäuschend. da freut man sich wochenlang auf neue abenteuer dieser super witzigen frauen-clique rund um carrie bradshaw und dann bekommt man hausmannskost. irgendwie drehte sich alles nur um ehemänner, kinder, küche. wie öde! wo sind die zeiten hin, als es wirklich noch um sex in the city ging?

carrie ist immer noch so bezaubernd wie eh und je aber will man carrie wirklich als liebende, treue ehefrau sehen, die sich den halben film damit quält, dass sie aden geküsst hat? nein, nicht wirklich. das war doch endlich mal ein spannender moment! und dann mr. big, der sexy typ aller folgen und des 1. teils. welcher neidhammel, bitteschön, hat ihm die rolle des couch-potatoe ins drehbuch geschrieben? halloooo? gehts noch? das könnt ihr doch nicht machen! mr. big muss ein heißer typ bleiben und kein couchpotatoe *brech*. und dann küsst carrie aden, weil sie keinen bock auf couch-potatoe hat und kriegt nen moralischen. typisch amis!

und was ist mit miranda? eigentlich nichts, außer, dass sie kündigt und einen neuen job bekommt. gähn.

charlotte, süß wie immer, hat muffe, dass ihr mann sie mit dem kindermädchen betrügt. hätte er doch mal, vielleicht wäre dann mehr schwung reingekommen. aber nein, das kindermädchen mit den herrlich wippenden brüsten muss natürlich lesbisch sein und alle sind glücklich *pffft*

die einzige, die sich treu bleibt ist samantha. auf die wenigstens ist verlass! ihre wechseljahresbeschwerden sind ne wonne und ihr konsequenter ausraster auf dem marktplatz der kasbah allein ist den film wert *lach*. sowas wünscht man sich doch! aber der rest der mädels schwächelt ganz gewaltig. sogar als am pool diese heißen sportlertypen ihre sixpacks enthüllen, denken die nur an ihre heinz-rüdigers zuhause.

ach ja, carrie, miranda, charlotte, bitte werdet wieder die alten, versprecht ihr mir das? einen dritten teil, in dem carrie einen kochkurs macht und mr. big möglicherweise eine fette wampe davon bekommt, überlebe ich nicht.

aber eins frage ich mich doch: wer war denn dieser mega-heiße typ, den sich samantha da angelt? wow, nie zuvor gesehen, wo habt ihr den denn versteckt bislang? mehr davon 😆

Gute-Laune-Song gegen das heutige Wetter

regne du nur da draußen *pffffft* mir doch egal, ich schieb mir ne jamiroquai-CD rein und schon habe ich 7 sonnige juni-tage.

falls ihr es nicht wisst: ich liebe jay kay!

Joschi und das andere Geschlecht

joschi gehört nicht zu der kategorie rüden, die immer und überall und jedem weibchen sofort den ganzen kopf ins hinterteil schieben und schnuppern. der klassische proll-typ eben. nein, er ist eher so der typ charmeur: ohren stellen; motiviert herumhüpfen; bisschen japsen; so tun, als ob man ja erstmal ne runde spielen könnte; unmengen von erde durch die luft scharren; verliebt in die augen schauen.  eine todsichere methode, die so ziemlich jedes hundedamenherz zum schmelzen bringt und durch bereitwilliges schnuppern-lassen und herumtoben und sogar hinterteil-hinschieben belohnt wird. jaja, so ist er, der joschi, ein casanova vor dem herrn. es ist übrigens so, dass nicht nur männer einen bestimmten typ frau favorisieren, hunde tun das durchaus auch. joschi steht auf: klein, weiß, wuschelig. zeig ihm klein, weiß und wuschelig und ihm brennen die sicherungen durch. mittlerweile ist es ihm egal, ob es männlein oder weiblein ist, hauptsache klein, weiß und wuschelig. vor ein paar tagen erst sah er beim gassigehen in der ferne ein schlüsselobjekt und stürmte los wie gestochen. dort angekommen entpuppte sich das objekt der begierde zwar als klein, weiß und wuschelig, in erster linie jedoch als männlich und kotzbrockig. fazit: frack voll. was joschi nicht weiter störte.

zur not gehen auch yorckshire-terrier oder cocker spaniel und neuerdings auch größere, braune, wuschelige weibchen. bis vor kurzem hatte er vor größeren weibchen todesschiss, aus mir unbekannten gründen hat sich das vor ein paar wochen plötzlich geändert. sie müssen aber braun sein. und wuschelig. beige geht nicht. golden retriever ist ganz schlecht. oder gar labrador, geh fort, geht auch nicht. auf komplettes desinteresse stoßen dackel, jagdhunde, windhunde. schäferhunde fallen wegen „ich fürchte mich vor schäferhunden zu tode“ weg, auch wenn sie weiß sind. neufundländer, dobermänner und berner sennenhunde sind ein schwieriges kapitel, da sie eine große bedrohung darstellen und daher immer und sofort gegenbedroht werden müssen. was diese meist humorlos aufnehmen. doggen und dogo argentinos werden vollständig ignoriert. die können auch heiß sein, egal.

vor 4 jahren sprach mich eine freundin an, ob unser joschi ihre hanni vielleicht mal beglücken würde. hatte der ein glück. ich hatte sofort massive großmuttergefühle und wir fieberten ungeduldig hannis hitze entgegen. ein paar wochen später war es dann soweit. für beide hunde war es das erste mal. und sie hatten null ahnung was tun. glaubt man das? so tobten joschi und hanni mehrere stunden durch den garten, hechelten sich an, joschi bestieg konsequent hannis kopf und nur den kopf und irgendwann am frühen abend lagen beide hunde wie erschlagen auf der terrasse.„so wird das nichts. die schnallen das nicht“ äußerte hilde nachdenklich. zu diesem zeitpunkt rief meine mutter an, eine pragmatisch denkende, hundeerfahrene person und schlug vor: „wie sollen die das auch wissen? ihr müsst nachhelfen!“

????????????

einfach ein bisschen mitschieben, dann klappt das auch.“  wie, mitschieben?

hilde ist da weniger zimperlich als ich und da die hunde gerade wieder munter wurden, meinte sie unverzugs zu mir: „so, ich halte hanni jetzt kurz und du schiebst joschi ein kleines bisschen.“ ohgott, wie peinlich. ich habs dann aber doch gemacht. es gab in den letzten 4 jahren noch 2 wiederholungen. ohne hilfestellung.

wollt ihr das ergebnis sehen? so sehen kleine, 4 wochen alten tibet terrier aus, bevor sie wuschelig werden. hat sich doch gelohnt, oder?

Joschi im Zoo Teil 2

ich konnte es mir natürlich nicht verkneifen, noch einmal nach dem kleinen osterkamel zu schauen. Es könnte seit karfreitag ja gewachsen sein. ist es nicht. es ist jetzt ein 8 tage altes, super niedliches, wuscheliges, kleines osterkamel. und heute ein sehr müdes obendrein

es hat aber konkurrenz bekommen

und joschi´s zoo-fanclub hat sich erweitert

joschi selbst hatte heute null bock auf zoo und zelebrierte einen welt-hunde-stur-tag. zunächst durch frauchen-ignorieren

und anschließend durch aktives rumgesture

joschi im pudelsalon

was macht man mit wuscheligen, schwarzen hunden, die bereits im märz bei 18 grad hitzeattacken bekommen? richtig, sie gehen zum frisör, zum hundefrisör. in unserer nähe gibt es einen wunderbaren hundefrisör und zwar so richtig, wie man es sich vorstellt: im schaufenster sitzen 2 große pinkfarbene und ein paar kleine, schwarze plastikpudel, das ganze umrahmt von weißen rüschengardinen. auf der schaufensterscheibe steht im halboval pudelsalon. wenn man den laden betritt, macht es melodisch palim palim. es gibt einen kleinen vorraum mit ladentheke, auf der allerlei kitsch steht und dahinter steht igor, der frisör, mit frisch gesträhntem blondhaar. hinter igor eröffnet sich stets das gleiche bild: auf einem länglichen, hohen tisch stehen wechselnde hunde mit meist mehr oder weniger fortgeschrittener frisur. vor allem die halbgeschorenen pudel sind sehenswert. die hunde sind mit einer besonderen vorrichtung fixiert, d.h. sie werden am hals mit einer kurzen leine an einer art galgen festgebunden. wenn man hereinkommt, schauen sie dich mit einem blick an, der besagt: „hilfe, hol mich sofort hier raus. ich werde gegen meinen willen gefangengehalten und gefoltert. ruf sofort den tierschutz an!“

joschi hasst den pudelsalon und er hasst igor. er riecht den laden auf 100 meter. wenn ich mit dem auto fahre, parke ich weit weg, dennoch riecht joschi den braten sobald er aus dem auto steigt und verwandelt sich in einen bauchfüßler. er schmeißt sich flach auf den boden und versucht in einem affenzahn wegzukriechen. wenn ich ihn mit dem fahrrad bringe, versucht er schon 2 ampeln zuvor aus dem fahrradkorb zu fliehen. so betrete ich den pudelsalon immer mit einem hechelnden, panischen, glupschäugigen hund, übergebe ihn igor und hole ihn etwa 1 1/2 stunden wieder ab. das ist hart und er tut mir immer schrecklich leid, aber was sein muss, muss sein! ich bin jedesmal aufs neue fasziniert, dass igor die hunde, die ihn alle hassen, ohne maulkorb frisiert. wie macht er das nur? er behauptet, die hunde wären alle brav. auch joschi. wir selbst bürsten joschi nicht mehr, da er sich beim anblick einer bürste in einen tollwütigen, tasmanischen teufel verwandelt und man ihn nur mit einem ritter-kettenhemd gefahrlos bürsten kann. nun gut, dort ist er also brav. behauptet igor.

joschi geht schon seit 4 jahren zu igor. igor weiß, dass er joschi einfach nur eine praktische sommerliche kurzhaarfrisur verpassen soll, mehr nicht. und meist klappt das auch. so ab und an will er sich jedoch kreativ verwirklichen. zum beispiel letzten sommer. ich holte joschi mit dem fahrrad ab, denn er liebt es, in seinem hundekorb zu sitzen, sich den fahrtwind um die ohren blasen zu lassen und mächtig einen auf dicke hose zu machen. vor allem wenn wir hunde passieren oder wenn ihn jemand anspricht. ich betrat also den laden, igor greift hinter der theke nach der leine und überreicht mir  – mireille mathieu. ihr erinnert euch an mireille mathieu, die französische chansonsängerin mit dem chrakteristischen dunklen, helmartigen, akkurat geföhnten rundschnitt? den 70er-jahre-star der deutschen hitparade? die französische marianne? ganz paris ist ein theater? die spatzen von paris? tara-tin-ting tara-tin-tong? sie trällerte sich durch meine jugend und schwang dabei jahrelang ihren perfekten rundschnitt von einer seite zur andern.

joschi war mireille mathieu. er roch auch so. unter einem schwarzglänzenden, perfekt geföhntem rundschnitt funkelten mich mörderisch zwei kohlrabenschwarze augen an. mir verschlug es die sprache. „nicht lachen, bloß nicht lachen jetzt, das gibt sonst ne katastrophe. joschi bekommt ein trauma und igor ist beliedigt. NICHT lachen,“ ging es mir durch den kopf. mit belegter stimme lobte ich die arbeit, zahlte und verließ das geschäft. ich wagte es kaum, joschi anzuschauen, da ich befürchtete, einen unstillbaren lachkrampf zu bekommen. mit ernstem gesicht hob ich den zu tode beleidigten hund in den fahrradkorb und fuhr los. das problem war, ich wusste, wie der hund hinter mir nun aussah und schließlich besiegte die neugier meine beherrschung und ich drehte mich um. hinter mir saß, hoch erhobenen hauptes, mireille, der rundschnitt wiegte sich sanft im fahrtwind und ich hörte im geiste ganz deutlich: „gaaanz paris träumt von der liiieebäähh, vooon der liiieebääähh immerzu…„. da war es um mich geschehen. ich hielt an, stieg vom fahrrad und lachte und lachte, bis ich nach luft japste. joschi hat danach einige tage nicht mit mir kommuniziert.

kurzer gruß

heute nur ein kurzer gruß. war gestern mit mann und freunden was essen. bei einem kleinen, lauten, vollen italiener. uff. ich glaub, im moment bin ich mit kleinen, lauten, vollen italienern eher überfordert. bin heute einfach nur schlappinski. naja, alles zu seiner zeit. bis morgen 😉