Sommerglück

leider, leider habe ich es versäumt, die wonnigen welpen zu fotografieren. aber schaut mal, hier seht ihr meine süße lola, die ich gestern in ihrem persönlichen sommerglück geschnappschusst habe:

 

Batman 1 und Batman 2

batman 1

 

batman 2

so kann man sich die zeit vertreiben, wenn man auf den tierarzt wartet, weil das pferdebein dick ist, und man tiere belustigen und vom leid ablenken will. so geschehen: heute. lola hat ein dickes bein und lahmt und ich habe sie ein bisschen mit der brandneuen fliegenschutzmaske abgelenkt. und joschi wäre nicht joschi, wenn er nicht vor eifersucht vergangen wäre dabei und das natürlich auch haben musste. sehr zu lolas belustigung. und des ganzen reitstalls.

ich sag übrigens mal für ein paar tage tschüss, ich fliege zu meinem sohn nach ungarn *freu*

euch allen frohe ostern 😆

Pottsau und Bürstenkopf

nein, diesmal ist nicht joschi die pottsau. lola diesmal. als ich sie heute aus der box holte, habe ich kurz über eine spontane notschlachtung nachgedacht.

 

 

 

joschi ist der frisch geschorene (beleidigte) bürstenkopf.

 

 

mit tieren hat man immer spaß 😉

Überzwerg

eins steht fest: mein liebes pferdchen ist offensichtlich wieder gesund. habe eben eine sonnenrunde mit ihr gedreht, quer über die felder. reinstes rodeo. buckeln, sich aufrollen, ausbruchversuche seitwärts, das volle programm. purer übermut. und freude, dass die sonne scheint. und die bronchien wieder frei sind. ich bin eine gute, erfahrene geländereiterin, es gab aber einen kleinen moment, wo ich dachte: „holy shit. wenn jetzt irgendwo ein vogel hochflattert, rennt sie bis nach ohio.“

und das mit bald 20 jahren. wilde hilde. aber spaß gemacht hat es. allemal 😉

Feuchtfröhlicher Herbstritt

es gibt tage, die man gerne in sein schatzkästchen der schönen dinge packt. gestern war so ein tag. seit wochen liefen in unserem stall emsige vorbereitungen für den alljährlichen herbstritt. für mich, die neu auf dem hof ist, sollte es der erste mit lola sein. nicht nur für mich. auch für meine mama, die die zweite hälfte reiten sollte. und für lola der erste im neuen zuhause. und genau da lag ein wenig der hase im pfeffer. unsere gute lola ist mit ihren 18 jahren zwar schon ein etwas betagtes mädel, sie ist aber durchaus noch eine wilde hilde. vor allem in der gruppe. von der vorbesitzerin weiß ich, dass sie in der gruppe gerne mal den schalter umlegt und ab durch die mitte bis zum horizont. so stand sie dem herbstritt etwas skeptisch gegenüber: „bist du dir sicher, dass du das machen willst?“. wenn man so etwas weiß, hat man tief in seinem innern eine gewisse verunsicherung. ich habe lola bislang als sehr sicheres geländepferd erlebt, habe jedoch auch schon einmal eine lola erlebt, die in der gruppe nur äußerst mühsam zu halten ist und beim galopp als tiefergelegtes turbotier erst am nächsten zaun haltmachte. ein königreich für zäune.

wie auch immer. katerwolf und mama katerwolf waren etwas schisserig und grübelten bis zuletzt darüber nach, ob sie mit der ersten, großen gruppe oder mit der kleinen nachhut, der schisshasen-truppe, mitreiten sollten. wir entschieden uns für die große truppe und ein schärferes gebiss.

kurz vor 12 saß ich gestern auf einer sichtlich beleidigten, da mit einem scharfen und auch noch eng geschnalltem pelham-gebiss im maul, lola, die sich mit großen augen und gespitzen ohren ihre pferdetruppe anschaute. 2-3 mutschnäpse später ritten wir alle los. hab ich euch schon gesagt, dass wir das schönste herbstwetter bestellt hatten, das man sich wünschen kann? es war der perfekte herbstritttag: strahlend blauer himmel, keine wolke weit und breit, sonne und rings um uns goldenes herbstlicht. die pferdchen marschierten munter drauflos. lola peilte sofort sehr motiviert die pole position an, schaffte es fast, und so setzten wir unseren weg als nummer drei fort.

„die ist doch ganz ruhig und brav,“ ließ bernd, der neben mir ritt, verlauten. ein wenig neidisch, da sein pferd die erste hälfte des herbstritts auf hufspitzen absolvierte und dazu führte, dass die beiden nach der halbzeit, gemeinsam mit diabolo, der die erste halbzeit auf der schweifspitze hinter sich brachte, separat zurückritten. der erste trab wurde angesagt. lola machte einen mächtigen satz nach vorne und landete mit ihrem gewicht im scharfen pelham-gebiss. sichtlich angefressen fing sie an zu buckeln. „ookaaay,“ ließ bernd hören, „die ist ja wirklich nicht ohne, die gute, uiuiui.“ das hätten wir dann geklärt. nach weiteren 2 trabs und 1 galopp teilte ich der gruppe zur allgemeinen belustigung mit: „ich danke dem erfinder des pelham-gebisses aus tiefstem herzen.“ mein lolachen hatte sich bis zum zwischenstopp beharrlich und erfolgreich an die spitze vorgearbeitet und betrat munter und sichtlich zufrieden als erste die halbzeit-bühne, einen sonnigen waldparkplatz, auf dem unser fanclub schon die versorgungsstation aufgebaut hatte. vermutlich war genau das lolas ziel. erste sein.

als meine mama sah, in welchem zustand lola ankam, nass, leicht schaumig und extrem munter, rutschte ihr ein wenig das herz in die hose. beteuerungen seitens meiner mitreiter, wie munter lola die ganze zeit gewesen war, machten es nicht unbedingt besser. mama bekam einen zwangsschnaps und weiter ging es zur zweiten etappe. ein wenig unbehaglich sah ich der im wald entschwindenden truppe und meiner heldenhaften mama auf der tänzelnden dampflok-lola hinterher. ich bin echt saustolz auf meine mam. das soll ihr mal eine nachmachen, oder?

aber am ende war alles gut. fazit: 4 von 14 pferden waren nicht brav, lola war eine davon. 1 pferd versuchte sich dem ritt durch hinfallen-lassen zu entziehen. der verdacht auf akute kolik mitten im wald entpuppte sich als fliege am bauch. alle pferde standen nach dem ritt zufrieden bei hafer und heu in ihren boxen. alle reiter saßen bis zum sonnenuntergang ebenso zufrieden bei beachtlichen mengen crémant und schnaps zuerst in der sonne und später im reiterkeller beisammen und erzählten sich in allen einzelheiten, wie es denn nun gewesen war. und wie es all die jahre zuvor gewesen war. welches pferd besonders kernig und welcher reiter besonders betrunken war. es scheint eine dame auf dem hof zu geben, die in den jahren zuvor beim zwischenstopp einfach wie ein nasser sack vom pferd kippte. hihi. es war lustig gestern. es war schön. wir hatten großen spaß. mein mann und mein vater kamen zur after-reit-sause hinzu. ich habe alle schnäpse der dorfbrennerei probiert. ich habe heute kopfschmerzen. aber: es geht mir gut. mächtig gut sogar. 😆

Kleiner Wanderritt

WAR das schön. wunderschön. wie schon angekündigt, habe ich am wochenende mit 2 freundinnen einen „kleinen“ wanderritt unternommen. „klein“ deshalb, weil wir auf „kleinen“ pferden, sprich, isländern, unterwegs waren und weil es eigentlich 3 sternritte waren. das heißt, wir sind immer wieder an den gleichen ausgangspunkt zurückgekommen und von dort wieder gestartet. der ausgangspunkt lag ganz in unserer nähe, angrenzend an ein wunderschönes biosphärenreservat. es gibt dort lichte wälder, fast schon urwaldartig anmutende wälder, kleine bachläufe, offene felder mit weitblick, weit, weit über das land, bis zu den bergen in der ferne, grüne hügel mit kleinen, sonnenbeschienenen dörfern obenauf und in den tälern, romantische ausblicke und kleine, verwunschene marienschreine, einfach prachtvoll. und wenn dann noch dieses besonders schöne septemberwetter alles in sein goldenes licht taucht, geht einem das herz auf, ach was, es fließt über.

meine erfahrungen mit isländern beschränkten sich bislang auf ein bis zwei ausritte in meiner frühen jugend, ansonsten bin ich immer auf „großen“ unterwegs gewesen und meine lola ist eine oldenburger stute. fragt mich nicht warum, aber großpferdereiter schauen immer ein wenig auf kleinpferdereiter runter, weil kleinere pferde nun mal, nun ja, „klein“ sind.

ich gelobe: nach diesem wochenende werde ich nie, niemals mehr von oben herab über isländer sprechen. es sind wunderbare geschöpfe. ich kann es ganz und gar verstehen, dass man ihnen verfällt und ganz vernarrt in sie ist. wunderbare, robuste, charakterstarke, eigenwillige, gesellige tiere. und schnell wie der wind.

„unsere“ isländer stehen in einer art pferdeparadies: koppeln so weit das auge reicht, viel platz und ruhe. wenn man eins der pferde aus der herde führt, um es zu reiten, tappt einem die ganze herde hinterher und schaut genau zu, wie man putzt und sattelt. als ich zwischendurch mal kurz auf die toilette musste, erwarteten mich 10 sehr interessiert dreinschauende pferdchen, als ich die klotür wieder öffnete.

„sie ist ein bisschen flott, deine süße. und auch ehrgeizig. lass dich nicht ins bockshorn jagen.“ gab mir meine freundin und besitzerin der pferde als einweisung mit. da hatte sie recht. meine süße war flott. sie trabte in einem affenzahn bergauf, bergab und als wir den ersten galopp wagten, raste sie los wie speedy gonzales. unglaublich. ich hätte nie gedacht, dass isländer so schnell sind. und dass es so einen spaß macht, mit diesen flotten fegern in diesem tempo über stock und stein zu düsen, als wäre man der galoppierende expressdienst. herrliches gefühl.

am 1. tag machten wir eine 3-stunden-tour und am nächsten tag zwei 3-stunden-touren, eine morgens, eine nachmittags. das geht schon in die knochen. nach dem ersten tag verdrückten wir, ziemlich erledigt, abends in unserer pension godzilla-große schnitzel, tranken ein paar gläschen rotwein und waren innerhalb von einer stunde kurz davor, mit dem kopf auf der tischplatte einzuschlafen. der einzige wermutstropfen war, dass die kleine pension ausgerechnet an dem abend an eine geschlossene gesellschaft vermietet war, die einen 50sten geburtstag feierte. wir bekamen die letzten 2 freien zimmer (von 5). so tobte unter uns, während wir um schlaf rangen, eine sehr lebhafte feier. mit dem schlechtesten alleinunterhalter der welt. ehrlich. ich habe noch nie eine schlechtere version von hol das lasso raus und rosamunde gehört, wie an diesem abend. aber egal. es war einfach ein tolles, ganz und gar erfüllendes wochenende.