Ich hatte heute Nacht einen fiesen Albtraum

gegen den albtraum, den ich heute nacht hatte, ist nightmare on elm´s street ponyhof. ich habe seit gut einem jahr immer wieder albträume, in denen ich große angst habe. kein wunder, ich weiß auch wo sie herkommen. eine krebsdiagnose ist furchtbar schwer zu verarbeiten. tagsüber damit klarzukommen ist zwar schwerstarbeit aber es gelingt mir alles in allem sehr gut. da ich mich bewusst damit auseinandersetze:

ich habe eine gute prognose. die wahrscheinlichkeit, dass ich an etwas anderem versterbe ist vermutlich größer. ich tue alles mögliche dafür um gesund zu bleiben. ich bin schon ein gutes stück des weges gegangen. mein leben hat sich zum positiven verändert. ich schaffe es immer besser, den alltag, arbeit etc. in mein leben zu integrieren. ich habe trotz allem viel spaß und freude. ich bleibe gesund.

aber auch wenn ich mich bewusst mit den ängsten auseinandersetze, wie etwa beim vierwöchigen gesprächstermin beim psychoonkologen, irgendwo sucht die angst sich doch ihr ventil. vornehmlich nachts. dann sucht das unterbewusstsein in allen winkeln und findet in der regel was. vermutlich ist das auch wichtig oder normal. manchmal, wenn ich schlecht träume, werde ich wach, bin erschrocken, und dann schüttle ich das als begründeten angsttraum ab. aber ab und an ist es echt fies. heute nacht zum beispiel.

ich hatte im traum gerade die praxis meines behandelnden arztes verlassen, als ich merkte, wie sich eine fiese gang an meine fersen heftete. so superfiese, finstere ghettotypen, schwärzer als die nacht mit ebenso schwarzer gesinnung. (kann ich jetzt auch nichts dafür, dass die typen schwarz waren im traum, ok?). ich spürte, dass sie hinter mir her waren und ging schneller. ich ging immer weiter, immer schneller, irgendwann war ich in einer unbekannten stadt, irgendwo, die angst wurde immer größer und fast hatten sie mich. in letzter minute klingelte ich an einer fremden haustür und wurde hereingelassen. die rettung. die leute, die sehr nett waren, haben mich eine weile versteckt und irgendwann beschlossen wir, die gefahr müsse nun vorbei sein. ich muss ganz schön weit geflohen sein, da ich nun nach hause fliegen musste. in der folgenden traumsequenz fuhr ich in der mittagspause in die einkaufspassage unserer stadt und da waren sie wieder. sie kamen mir entgegen, die gesichter unter einer kapuze halb verborgen und als sie an mir vorbeigingen, warfen sie mir extrem finstere blicke zu. da wusste ich, dass ich noch in gefahr bin.

boah, wie grauenhaft, bin heute völlig daddelig deswegen. außerdem bin ich diesmal heilfroh, wenn nächste woche mein 4. nachsorgetermin ist und ich danach hoffentlich beruhigt bin und weiß, dass erstmal alles in ordnung ist. ich glaube, ich werde meinen arzt fragen, ob er mich von kopf bis fuß durchleuchten kann, bis in den letzten winkel, um zu wissen, dass sich auch wirklich nirgends etwas versteckt.

bin morgen auf dienstreise, die abwechslung wird mir gut tun 😆