Joggen mit Hund: Fortschritte von Katerwolf und Joschi

ich habe schon eine weile nichts mehr über mein lauftraining geschrieben, was aber nicht heißen soll, dass ich nicht mehr laufe. vielmehr mache ich richtig gute fortschritte. seit mir meine ärzte geraten haben, mindestens 3x die woche mindestens 40 minuten zu laufen, mache ich das auch, ohne wenn und aber. ich habe nun schon mehrfach von der positiven wirkung von ausdauersport auf den verlauf von brustkrebserkrankungen gehört. man weiß zwar noch nicht genau warum das so ist aber man weiß, dass es so ist. diese aussage habe ich bereits mehrfach gelesen, in der reha und von meinem gynäkologischen onkologen gehört. so soll es sogar eine postive auswirkung auf rezidive (rückfallerkrankung) geben. na, dann wollen wir doch mal, oder?

in den letzten 2 wochen bin ich dazu übergegangen, mich alle 2x etwas mehr zu fordern um die lauferei abwechselnd zu gestalten. so nehme ich immer mal ne längere steigung hinzu, lege gegen ende einen sprint ein oder laufe einfach mal länger. gestern habe ich meine bisherige bestleistung abelegt. nicht nur ich. joschi auch. joschi und ich mussten uns ja bekanntlich erst lauftechnisch zusammenraufen. mittlerweile haben wir aber einen guten kompromiss gefunden und es klappt immer besser. ich habe eine spezielle, elastische hundeleine, die an einem bauchgurt befestigt ist und am ende der leine befindet sich joschi. der das ganze als eine art abenteuer betrachtet. unser kompromiss besteht darin, dass ich zunächst gehe, bis er seine diversen geschäfte erledigt hat (was ziemlich schnell geht) und dann erst loslaufe. wenn es ihn unterwegs allzusehr drückt, bleibe ich stehen und lasse ihn machen, was auch immer er muss. er passt sich jedoch immer besser an und trabt munter mit nur sehr wenigen unterbrechungen mit. in der regel: im 1. drittel vorneweg, im 2. drittel seitlich und im letzten drittel hinterher, mit leichter spannung in der leine 😉

gestern sind wir eine echte mammutrunde gelaufen. ich war selbst völlig beeindruckt von uns. die strecke war ordentlich und die zeit von 50 minuten sagte mir, dass wir wohl ganz schön flott unterwegs waren. immer wenn ich mich im letzten drittel nach joschi umdrehte, musste ich grinsen, da joschi ein wenig mitgenommen aussah. er lief aber brav mit. am ende der strecke angekommen, ließ ich ihn von der leine, damit er noch ein bisschen in ruhe schnuppern konnte. er wollte aber nicht schnuppern, war zu müde. während ich mich an einem mächtigen baumstumpf dehnte, kam er angetrottet und schielte auf den baumstamm hoch. da krabbelte eine fette nackschnecke herum. und eh ich mich versah, sprang er mit einem satz hoch, schnappte sich die nacktschnecke, vertilgte sie hastig und legte sich gemütlich zu einem schläfchen hin. auf dem baumstumpf. aber wir haben es geschafft und heute nacht haben wir beide sehr gut und tief geschlafen.