Meins

heute alles unterschrieben.

jetzt also offizielle besitzerin von lola: oldenburger stute, 17 jahre alt, sehr munter für ihr alter, sehr brav mit tendenz zur stutentypischen zickigkeit und hysterischen anwandlungen (die aber sehr süß sind), extrem verschmust mit samtweicher, stets knuddelbereiter pferdeschnauze, extrem verfressen, daher weltmeisterin im betteln, futterneidisch und dickbäuchig, stets heiteres gemüt, hat angst vor: großen baumstämmen, bunten baustellenbändern, rot-weißen schranken und regenschirmen, liebt ihre trense, im sommer ein drecksack, der sich auf der weide in jedem schlammloch wälzt, im gelände auf dem rückweg stets flotter als auf dem hinweg, liebt es, wiesen hochzurasen und hinterher wie eine dampflock zu schnaufen, liegt auch schon mal gerne in der box und hält ein schläfchen, will dann geweckt werden und schaut schlafmützig, ein goldschatz und jetzt: mein goldschatz. juhuuuuuuu, ich bin superglücklich 😆

 

das ist lola:

 

lola mit ihrem persönlichen hütehund joschi

 

das meine ich, wenn ich drecksack sage:


Katerwolf hoch zu Ross :-)

jaaaaaaaaaaaaaa, ich war heute probereiten und *tadaaaa* ab sofort bin ich stolze besitzerin einer reitbeteiligung auf lola.

🙂 🙂 🙂 🙂 🙂

*im kreis umhertanz*

*jubel*

*vor freude strahl*

zugegebenermaßen war ich vor dem heutigen termin ganz schön aufgeregt. ich bin zwar eine alte reiterin, allerdings eine alte reiterin mit einer sehr langen reitpause (etwa 15 jahre), mal von sporadischen reit-eskapaden abgesehen. man verlernt reiten nicht richtig, aber man kommt durch eine lange pause und fehlende routine einfach aus der übung und wird unsicher.

eigentlich habe ich mich erst kürzlich in der reha auf sylt entschlossen, wieder anzufangen. und zwar in dem moment, als mir beim reiten völlig unvorbereitet vor lauter glück die tränen in die augen schossen. das war schon ein besonderer moment, mannomann. da wurde mir klar, wie gut mir das tut und dass ich einfach wieder anfangen muss. als ich vor 4 wochen zurückkam, habe ich meinen plan gleich in angriff genommen und verschiedene reiterhöfe zwecks reitbeteilung angerufen. und heute war es dann soweit. ein proberitt. aus dem stall holen, putzen, trensen und satteln, auch da bin ich aus der übung, ging mir aber dennoch gut von der hand. auch die vielen riemen der trense habe ich nach kurzem überlegen alle richtig miteinander verbunden. als jugendliche bin ich wegen sowas mal durch eine reiterprüfung gerasselt. vor lauter prüfungsangst habe ich die aufgabe, eine auseinandergenommene trense wieder richtig zusammenzusetzen, völlig versiebt. sie sah danach aus wie spaghettieis.

und dann der moment: rauf aufs pferd. hach, war das schön 😆

lolas besitzerin und ich sind eine schöne runde ins gelände gegangen (wir wissen jetzt ganz viel voneinander, da wir das spiel gespielt haben: ich sag dir meins, sag du mir deins). was soll ich sagen? es war einfach nur schön, so durch den wald zu traben, hoch zu ross. lola ist ein feines pferdchen, geht gut voran und erscheint mir sehr nervenstark zu sein. hat nur 2 x die ohren gestellt und mit großen augen zunächst ein reh, dass aus dem wald schaute und dann einen hund, genannt HEEEEENNNRYYYY HIIIIERHEEEER  LASS DIE PFÄÄÄÄRDCHEN IN RUUUUUHEEE, angeschnaubt und ein wenig getänzelt. wir haben nach dem ausritt ne runde geschmust, ich habe lola hingebungsvoll mit möhren gefüttert und die welt war einfach in ordnung. nächste woche gehts dann richtig los und ich gehe 2x die woche reiten.

was mich vor eine völlig neue aufgabe stellt: wie vermittle ich joschi, dass er künftig ein pferdehütehund wird, der mit ins gelände geht? er hat mit pferden null erfahrung. ich glaube, das wird ein späßchen.