Ski heil und heil zurück

hallooooooo, ich bin wieder da 🙂

mit heilen knochen, gut erholt und 3 kilo schwerer. nein, keine muskelmasse, eher topfenknödelmasse 🙂

schön wars. wir waren in österreich, am arlberg und hatten eine sehr schöne zeit. und glück mit dem wetter obendrein. bis auf einen tag schien die sonne vom blauen himmel und die skifahrer unter euch wissen, wie schön es ist, eine sonnige, weiße piste herunterzuwedeln.

die österreicher sind ein nettes volk, zumindest dort, wo wir waren, waren sie sehr nett und ihre sprache strahlt per se gemütlichkeit aus. und charme 😆

und das gute essen *schmatz*. ich habe einiges an wiener schnitzeln, topfenknödeln, palatschinken und kalbshaxen verdrückt und wenn ich auch nur darüber schreibe, knurrt mir in wohliger erinnerung der magen. die letzten 2 tage war ich sehr froh, einen rock mitgenommen zu haben, die jeans passte nämlich nicht mehr 😉

vor dem skifahren hatte ich zugegebenermaßen vorab etwas bammel. ich konnte nicht so recht abschätzen, wie gut meine kondition mittlerweile ist und hatte einfach angst, irgendwo, hoch oben, mitten auf der piste, einfach schlapp zu machen. aber es klappte besser als ich dachte. ich fuhr deutlich vorsichtiger und langsamer als sonst, legte öfters mal ein päuschen ein und so ging es sehr gut. hat das spaß gemacht! und am letzten skitag kam ich auf der sonnigen piste in den alten flow und dachte mir einmal mehr, warum man zum skifahren auch wedeln sagt. ein herrliches gefühl ist das!

fazit der woche: ich habe mich sehr gut erholt. viel bewegung an der frischen luft, die berge, gutes essen und ruhe und – ja, ich habe gut geschlafen!

es gab aber noch jemanden, der sich gut erholt hat. richtig, der joschi war doch auch mit. mit einem tibet terrier in die berge und in den schnee zu fahren macht großen spaß. denn dort ist der tibet terrier ja sozusagen in seiner natürlichen umgebung. hier ein paar impressionen von joschi in seinem element:

 

 

 

 

 

und auch einen tibet terrier macht die gute gebirgsluft müde

 

Skifoarn

woran erkennt man, dass man urlaubsreif ist?

zum beispiel daran: man fährt auf dem weg von der arbeit nach hause an einer bäckerei vorbei. kauft brot. lässt es schneiden. fährt nach hause. geht mit dem schon wartenden hund raus. stellt nach 20 metern fest, dass man statt der hundeleine das brot mitgenommen hat. stellt fest, dass sich der hund nicht an der brottüte anleinen lässt. geht wieder nach hause. sucht verzweifelt die hundeleine. findet sie im brotkasten.

und genau aus diesem grund fahren wir morgen in die berge. 1 woche. skifoarn, mit dem hundi spazieren gehen, in der sauna rumlümmeln, futtern. ich habe 4 sehr anstrengende und stressige wochen hinter mir. was freu ich mich aufs ausspannen.

macht es gut, passt auf euch auf und bis bald, eure katerwolf

Reisebericht Südafrika: Paternoster, das schönste Nichts der Welt.

nicht dass ich einen burnout hätte. ich habe brustkrebs, das genügt mir voll und ganz 😉 . aber das kam mir in den sinn, als wir in paternoster, an der westküste im west coastal parc gelegen, ankamen. wenn ich jemals einen burnout haben sollte, würde ich 4 wochen nach paternoster fahren. ist aber auch ungemein wohltuend, wenn man das ganze jahr damit beschäftigt war, mit der diagnose brustkrebs klarzukommen.

paternoster


wir waren noch nie an der westküste, die generell als wenig touristisch und sehr, sehr einsam bekannt ist. ein bisschen hatten wir bedenken, ob es dort nicht zu langweilig sein würde, denn wenn man im reiseführer blättert, findet man nicht soooo viel. außer eben, dass es sehr, sehr einsam ist. entsprechend ließen wir uns zeit mit dem ankommen. die fahrt von hermanus nach paternoster war schön, lang und sehr abwechslungsreich. man fährt zunächst über eine unglaublich schöne küstenstraße ins mondäne gordon´s bay. und völlig unerwartet landet man unmittelbar hinter diesem luxusort im berühmt berüchtigten township guguletha. wellblechhütten, nackte kleine, schwarze kinder auf der straße, misstrauische blicke und gruppen junger, halbstark wirkender, und vor allem extrem finster wirkender, junger schwarzer männer, offensichtliche armut überall. aber auch junge schüler in adretten schuluniformen, die aus der schule strömen. völlig unvorbereitet in diese szenerie geworfen, weiß man gar nicht, wie man damit umgehen soll. ich hatte angst, während wir durch die straßen fuhren. nicht zuletzt deshalb, weil nur einige tage zuvor eine englische touristin in eben diesem township ermordet wurde. mein unbehagen und die damit verbundene verwirrung, die ich empfunden hatte, ging mir so nachdrücklich durch den kopf, dass ich ab diesem zeitpunkt jede gelegenheit nutzte um nachzufragen. wie ist das eigentlich mit den townships hier? was bedeutet in diesem land aktuell schwarz oder weiß zu sein? aber dazu ein anderes mal mehr.

nach gefühlten 10 stunden entlang eines von außen öde wirkenden küstenlandstrichs kamen wir an. und konnten es nicht fassen. wo waren wir denn hier gelandet? tatsächlich im totalen nichts. dieses nichts hatte aber so viel charme und so viel unbändige schönheit, dass wir es zum schönsten nichts erklärten, in dem wir jemals waren. kleine, weiß gekalkte, reetdachgedeckte häuschen, ein zu beiden seiten sich unendlich erstreckender blütenweißer strand, meer, ein kleiner naturfischerhafen, bunte fischerboote, 1 restaurant und das wars. wind. absolute ruhe. ein paradies.

an diesem strand bin ich übrigens gerittet. schnell wie der wind.

und hier gibt es fangfrische langusten für nen appel und nen knopp. die werden in den bunten fischerbooten gebracht.

die größte überraschung war aber unsere unterkunft und die herbergseltern. AH! guest lodge. dass dies für arnold hoorn steht, erfuhren wir am nächsten tag. mitten in dieser einöde befindet sich eine unterkunft, die an charme, wärme und originalität ihresgleichen sucht. wir waren überwältigt. arnold, ein südafrikaner aus johannisburg und seine leicht exzentrische frau annalisa, eine ehemalige schauspielerin, haben sich hier ihr kleines, privates paradies aufgebaut und teilen es erfeulicherweise mit ihren gästen.

arnold fragte uns bei der ankunft beiläufig, ob wir am nächsten abend im haus essen möchten. er würde ein bisschen was kochen. wir ließen es zunächst offen. als wir die treppe zu unserem zimmer hochstiegen, entdeckten wir eingerahmte zeitungsartikel aus der new yorck times und anderen großen nachrichtenblättern, in denen arnold´s kochkünste geprießen wurden. oha.  das überzeugte uns. wenn arnold kocht, folgen viele seinem ruf, von weither. so kamen wir in geselliger runde völlig unerwartet in den genuss des besten menüs, das wir in südafrika serviert bekamen. ich hab arnold das rezept des hauptgangs abgebettelt 😉

was macht man den ganzen, lieben tag lang in paternoster? arnold drückte es mit breitem grinsen sehr treffend aus:

„du schläfst. stehst auf und isst. du gehst lange am strand spazieren. dann isst du was. und schläfts. und das das ganze nochmal von vorne“.

ganz wunderbar ist das. wir haben dort geschlafen wie die toten. wenn man zufällig nach paternoster kommt, will man nie mehr wieder weg. manche bleiben. so wie arnold und annalisa. manche kommen wieder. so wie wir ein anderes mal. paternoster forever, yeah, yeah, yeah!