Reisebericht Südafrika: Knysna – atemberaubend schön und mächtig entspannt ;-)

knysna (ausgesprochen: naisna, oder, wie ein griesgrämiger landsmann in einem cafe seiner frau zuraunte: morgen fahren wir nach knieeesnaaahhh) ist, ihr werdet es nicht glauben, ebenfalls einer der schönsten landstriche der welt. ihr glaubt mir nicht?

seht selbst:


knysna liegt an einer 21 hektar großen lagune, die nur durch eine schmale felsige einfahrt – die knysna heads– mit dem indischen ozena verbunden ist. im hinterland der stadt steigen die outeniqua-berge auf, die wie die gesamte umgebung dank eines ausgeglichenen klimas und über das ganze jahr verteilter niederschläge eine dauerhaft grüne vegetation zeigen.

das klima knysnas ist ganzjährig mild. am wenigsten regen gibt es im winter. der jährliche durchschnitt liegt bei 770 mm. die durchschnittliche temperatur im januar ist 26 °C; im winter (von juni bis august) sinkt sie bis auf ungefähr 18 °C. der indische ozean ist bei knysna so warm, dass man auch im winter baden kann.“ (wikipedia)

hört sich doch nicht schlecht an, oder?

knysna ist irgendwie ein sehr entspannter und cooler ort. von der größe her sehr überschaubar aber dennoch quirlig, vereint knysna die typisch lässige, südafrikanische lebensart mit einem hauch weltmännischen flairs. man spürt dies besonders, wenn man sich entlang der waterfront oder auf dem sehr stylischen thesen island treiben lässt.

thesen island

wir haben auf einer der berühmten lagunen gewohnt, der name sagt schon alles: leisure lagoon. hier ein blick auf die leisure lagoon, von den  knysna heads aus gesehen:

ich habe dort folgendes in meinem reisetagebuch festgehalten: „ich glaube, ich ziehe nach knsyna auf die leisure lagoon. hier sind alle menschen glücklich. ich war heute morgen schon um 6 uhr am ufer entlang der lagune joggen. so wie etwa 50 andere, gut gelaunte, lagunenbewohner mit ihren ebenso gut gelaunten hunden, auch. hier wird man von joggern und hundespaziergängern nicht nur regulär gegrüßt, wie bei uns, nein, hier wird gewunken was das zeug hält und aus allen ecken schallt einem entgegen: „heloooouuuu, good moooorning“. ein ort, an dem alle menschen, die man trifft, so gut gelaunt und fröhlich sind, kann nur ein guter ort sein.“

die südafrikaner sind generell ein eher lässiges und gut gelauntes völkchen. was WIRD man dort angelacht, es ist eine wonne. ein besonderes vergnügen ist das tanken. man kann schon sagen tank-event. sobald man auch nur den blinker rauslässt um eine tankstelle anzufahren, stürmen winkende, lachende, mitunter singende und tanzende (jeder, der in südafrika war, wird dies bestätigen) tankwärter auf einen zu und winken einem zu. einer siegt. und ist dann der persönliche tank-master. mit breitem grinsen wird man zur richtigen zapfsäule gelotst. gerne mit break-dance-einlage. und dann wird in prächtigster laune vollgetankt und die scheiben gewischt, dass es eine wonne ist. ziel ist natürlich trinkgeld, klar, aber man gibt es gerne, reichlich und von herzen. dass tanken so viel spaß machen kann, hätte ich im leben nicht gedacht.

das kann man sich so vorstellen


und die zwei haben einen schnapp gemacht, als wir ihnen selbstgefundene golfbälle abgekauft haben


 

golf gespielt haben wir dort natürlich auch, sonst hätten wir ja keine bälle gekauft. wir haben dann pro mann die gesamte tüte in den diversen büschen gelassen. auf 1 runde. in jeder tüte waren 20 bälle. wer von euch golf spielt, weiß, wovon ich rede 😉

in knysna kann man sensationell gut essen. was wir reichlich getan haben. und hier haben wir es einmal auch krachen lassen und waren im pezula bei zachary´s essen, einem der orte in südafrika. das war ein echtes erlebnis, wow. auf meinem teller fand ich unter anderem krosse entenbrust in honig und anis mit in ingwer eingelegter babyananas. göttlich. kann man das eigentlich heiraten?

und hier einfach noch ein paar impressionen

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Kleine Alltagsgeschichten…

regnets bei euch auch bindfäden? aber immerhin ist es ein warmer sommerregen und kein kalter februarregen, so kann man sich regen schönreden 😉 und während ich hier in die tasten tippe, kommt von rechts schon blauer himmel 😆

gestern war ich das 1x alleine beim pferd. lola stand auf der weide. als ich dort ankam, war ich ganz froh, dass ihre besitzerin mitgekommen war, ich hätte lola sonst vermutlich nicht gefunden in der pferdeherde, hab sie ja erst 3x gesehen. haha, wäre sicher auch ein spaß gewesen, wenn ich das falsche pferd mitgenommen und geritten hätte 😆

ich bin mit ihr in die reithalle gegangen, da ich in ruhe testen wollte, wie es so ist mit ihr, alleine. und vor allem wie der gallopp funktioniert, den ich bislang noch nicht ausprobiert habe. das war schon witzig. ich auf einem pferd in der halle. ich glaube, das letzte mal ist jetzt über 20 jahre her. ich war erstaunt, wie gut das gestern geklappt hat. lola hat mir der himmel geschickt. sie ist brav, fleißig und kann alles. macht alles, was ichvon ihr will und das ohne murren. was für ein braves pferdchen. außerdem ist sie extrem goldig, habe mich richtig in sie verliebt. sie ist sehr neugierig. um die reithalle ist eine hohe bande und nur am ein- bzw. ausgang ist über der tür eine große sichtluke nach draußen auf den hof. die sichtluke ist allerdings so hoch angesetzt, dass ein pferd von lolas größe nicht einfach rausschauen kann. da draußen allerlei interessante geräusche vor sich gingen, schraubte lola jedesmal beim vorbeireiten ihren hals vorsichtig hoch und spähte mit riesigen augen raus. das mit dem „riesige augen machen“ scheint ihre spezialität zu sein, hat sie ja im gelände schon gemacht. als dann noch ein stallbursche mit einem ewig langen, gelben wasserschlauch in die halle kam und begann den boden zu sprengen, fielen ihr fast die augen aus dem kopf. echt süß. nach 2 stunden reiten und pferdkuscheln hatte ich auch nicht mehr das dringende bedürfnis schreiend in den wald zu rennen und fuhr deutlich entspannter nach hause zurück. schöne sache ist das mit dem reiten. ich bin stolz auf mich, dass ich mein in der reha gefasstes vorhaben so schnell in die tat umgesetzt habe.

joschi war gestern noch nicht mit, er war mit meinem sohn über nacht im elternhaus seiner freundin und kam gestern abend sehr zufrieden zurück. auch süß. sein ausflug scheint von erfolg gekrönt gewesen zu sein. wie ich gehört habe, wurde er dort von allen gehätschelt und bewundert. außerdem gibt es dort im garten einen teich mit fröschen. das ist eine sache ganz nach joschis geschmack. auf dem reiterhof waren gestern tonnenweise hunde. an der leine, ohne leine, angebunden, frei umherlaufend, alles vertreten. alles bellte durcheinander. ich habe auch schon den boss der truppe ausfindig gemacht: paul. paul ist ein deutscher terrier-mix und ganz offensichtlich der boss. tja, das wird dann munter werden mit joschi. ein zusammentreffen zweier machos und hoffentlich kein kampf der giganten. ich denke mal, die beiden müssen das untereinander klären und wir werden sehen, wer der stärkere ist. morgen nehme ich joschi mit.

was gibt es sonst noch? nicht viel. heute morgen war ich mit joschi spazieren und in unserer straße war gerade handwerker-eintreffen im gange. alle waren mächtig gut aufgelegt und wünschten mir einen schönen, guten morgen. einer rief mir sogar von hinten lautstark hinter: “ einen schönen, guten morgen, junge frau!“ ich liebe sowas, es geht doch nichts über nette menschen.

im büro habe ich heute morgen mal den versuchsballon „zeitlich begrenzte reduzierung meiner stelle auf 3/4“ steigen lassen. ich glaube, das klappt. ich möchte ab januar 2 jahre lang reduzieren, einfach mal, um es etwas langsamer angehen zu lassen. ich finde, das habe ich mir jetzt mal verdient.

und ich habe gestern meine erste mistel-injektion bekommen, tut gar nicht weh *erleichtert seufz*. ich denke aber mal, ich überlasse das gepieke 3x wöchentlich meinem mann. mir selbst die nadel in den bauch zu schieben, brrr, nö, das muss nicht sein.