Joschi, der kleine Frustknoten

und der joschi, wie hat der joschi ostern verlebt? durchwachsen, würde ich sagen. und ein wenig frustriert. am karfreitag waren wir bei meiner schwiegermutter, die einen sehr großen garten hat. der nachbar hat auch einen sehr großen garten. und am karfreitag außerdem eine heiße hündin im angebot 😉 joschi schaffte es, sich durch ein etwa 10 cm großes loch im maschendrahtzaun durchzupressen und  fast hat er es fertiggebracht, das hoch motivierte hundemädel zu beglücken. der plan wurde jedoch rechtzeitig aufgedeckt und dadurch vereitelt, dass eine zeitlang viele menschen aufgeregt und wild rufend 2 hunden durch den garten hinterherliefen, ein empörtes hundemädel im haus einsperrten und einen frustrierten joschi durch das loch im zaun zurückzerrten. das war der freitag.

der samstag verlief vergleichsweise unspektakulär.

der sonntag fing vielversprechend an. mit einem langen ausritt über sonnenbeschienene wiesen und felder und durch schattige wälder, ausgiebigen erkundungsgängen zum froschteich, mehreren pferdeleckerlis, zahlreichen hundefreunden in der stallgasse und ausgiebigen streicheleinheiten. danach gab es noch mehr grund zur freude, da wir meine aus dem urlaub zurückgekehrten eltern besuchten. joschi liebt meine eltern. und möchte streckenweise dort leben. was er ab und an auch tut. er wollte auch ab sonntag gerne dort leben. und tat dies kund, indem er, als ich zum aufbruch rief, verschwand. sich versteckte. und gefunden wurde. und mit nach hause musste. und todesbeleidigt im fußraum meines wagens saß und mich vorwurfsvoll anstarrte.

am montag fuhren wir zum haus am see, um dort zu arbeiten. zu joschis großem glück kamen meine eltern mit. leider musste joschi sehr schnell erkennen, dass der montag ein völlig anderes ziel verfolgte, als er dachte. es war kein kollektiver hundeausflug mit mehrstündigem spaziergang, sondern ein arbeitseinsatz mit einem verhältnismäßg kurzen spaziergang. was zur folge hatte, dass joschi überwiegend beleidigt irgendwo herumsaß. es gab zwar trost-kuchen für ihn, aber er spielte doch recht überzeugend die beleidigte leberwurst.

heute morgen nahm ich ihn mit zum joggen. worauf joschi, ehrlich gesagt, nur mittelviel lust hatte. ein wenig unmotiviert trabte er hinter mir her und würdigte mich keines blickes. das kann er perfekt. auf dem rückweg lief er kurz vor unserem haus garfield ins messer. garfield ist ein rot-weißer kater, der in unserer straße wohnt und seinem namen alle ehre macht. garfield ist sehr souverän und hat das perfekte gefühl dafür, wie lang eine hundeleine ist. nur ein kleines stückchen außerhalb der reichweite sitzt er und leckt sich die pfoten, während den hunden der tollwutschaum aus dem maul läuft. er ließ joschi heute ganz nah herankommen. und sprang erst im letzten moment durch den zaun, blieb ganz nah auf der anderen seite sitzen und schaute joschi an, wie nur katzen es können. außerdem bin ich heute nach der spritze, die ich bekommen habe, doch ganz schön schlapp, und der mittagsspaziergang fiel etwas dürftig aus. hunde haben es auch nicht immer leicht 😉