Hundeschlampe

Gibt es nicht? oh doch, gibt es, heute abend selbst erlebt. ich war bei einer lieben freundin auf einem gartenfest eingeladen. das ist immer sehr schön, denn sie wohnt so wunderbar auf dem land, mit schafen auf dem grundstück, vielen obstbäumen und dem flair von „hier ist die welt noch in ordnung“. joschi liebt es dort und durfte natürlich mit. er fraß den katzen das futter weg, scheuchte ein wenig die schafe umher, jagte erfolglos ein paar mäuschen, erbettelte diverse würstchen und sprang zu mir in die hängematte. in dieser saß schon der 1 1/2 jährige sohn meiner freundin auf meinem schoß und joschi gesellte sich dazu. so saß ich mit emil und joschi auf dem schoß in der hängematte , was ich so auch noch nicht erlebt habe.

ich habe hier schon einmal in einem anderen beitrag erwähnt, dass joschi auf einen ganz bestimmten typ hündin abfährt: klein, weiß, wuschelig. da steht er total drauf. da geht nichts drüber. und dieser wahr gewordene traum erschien in form von honey zu später stunde im garten. mit einem etwas verhuschten frauchen. kam so ein wenig anthroposophisch angehaucht rüber. so mit feenleid und fellweste drüber. joschi sah honey und ihm schnappte sofort die sicherung um. vergessen waren würstchen, schafe und hängematten. er stürzte sich mit kühnen bockspüngen auf honey, die ihrerseits hoch motiviert auf ihn zuschoß. ungewöhnlich motiviert, muss ich sagen. beide hunde verschwanden aus unserem blickfeld und frau feenkleid verdünnisierte sich auch. nach einer weile kam vom hinteren teil des gartens ein wenig tumult daher. als ich rüberschielte, sah ich die beiden hunde in einer art knäuel umherbalgen. hab ich bei joschi so auch noch nicht gesehen. ich stand auf um mir einen überblick über die situation zu verschaffen. feenkleid stand auch schon mit verklärtem gesichtsausdruck neben den hunden.

„ist das ein rüüüde?“

fragte sie mich.

„ja!“

antwortete ich.

„ich bin mir nicht sicher, ob honey nicht vielleicht heiß ist,“

ließ mich feenkleid wissen.

ich schaute mir die hunde etwas genauer an und tatsächlich, honey war heiß. sie war sozusagen so heiß, wie eine hündin nur sein kann. joschi steckte ihr mit dem halben kopf im hinterteil, während sie hemmungslos ihren schwanz zur seite streckte und sich rückwärts gegen ihn presste.

„hm, ich glaube, heiße hündinnen sind aber nur an 2 tagen so richtig empfängnisbereit und lassen dann den rüden ran. sonst beißen sie ihn weg.“

spekulierte feenkleid.

honey wechselte gerade die position, warf sich vor joschi auf den rücken und hob ihr hinterteil hoch. sowas habe ich bei einem hund noch nie gesehen. das ist absolut schamlos.

„was machen die denn da?“

wollte der fanclub von etwa sechs 5-9 jährigen kindern wissen, die sich um die hunde scharrten.

„ich glaube, honey hat gerade jetzt im moment besagte 2 tage. ich hole jetzt die leine“

sagte ich, während honey sich wolllüstig vor joschi auf dem boden rumaalte und joschi glupschäugig auf ihr rumjuckelte.

„schade,“ bemerkte feenkleid, „wo sie ihn doch so will. schade, dass er so viel größer ist als sie, da würde sie zu große babies im bauch haben. das geht nicht.“

madre mia. ja, ist das denn die möglichkeit.

den rest des abends verbrachten 2 sehr arme hunde an entgegengesetzten enden eines langen gartens angeleint und jaulend. joschi sprang sogar 2 x zu mir auf den schoß um mir sein elend ins gesicht zu jaulen. ich bin dann irgendwann gefahren, joschi stand kurz vor einem totalen nervenzusammenbruch. er jaulte sogar noch im auto. jetzt liegt er auf seinem hundeplatz und schläft wie erschossen.