Das Leben ist eine Sinuskurve

ich weiß, hatte ja schon tschüss gesagt, und die koffer stehen gepackt im flur und gleich gehts los. ich alter blog-suchti will aber noch etwas mit euch teilen 😆

ich war heute morgen noch bei meinem china-arzt und er hat mir einen sehr schönen gedanken mit auf den weg gegeben. ich erzählte ihm, dass es mir wieder besser geht und ich aus meinem mehrtägigen tief aufgetaucht bin. er lächelte mich lieb an und erzählte mir in etwa folgendes:

„natürlich ist man lieber immer oben. aber das leben ist ein kreislauf. und wenn man sich diesen kreis genauer ansieht, stellt man fest, dass er eigentlich eine sinuskurve ist. und eine sinuskurve hat höhen und täler, hochs und tiefs. der kreislauf funktioniert nur, indem es nach einem hoch wieder bergab geht und erst dann geht es wieder hoch. wenn es bergab geht, fühlt man häufig eine art traurigkeit. in dem moment muss man sich einfach entspannen, loslassen und zulassen. und daraus entsteht die notwendige entspannung. und die noch wichtigere regeneration. dafür sind die täler da. erst nach der phase der regeneration geht es wieder bergauf auf die höhe. das ist der trick dabei.“

was für ein schöner und tröstlicher gedanke. gefällt mir außerordentlich gut, denn er gibt den tälern im leben einen ganz anderen sinn.

macht es gut und immer schön loslassen 😉

Heiter bis wolkig

hallo ihr alle, die ihr meinen blog lest: ich danke euch so sehr für die unterstützung der letzten tage, als es mir so dreckig ging. das ist so viel wert und mir helfen die guten ratschläge und das mitgefühl sehr, sehr, sehr, danke ♥ ♥ ♥

es ist jedesmal ein kleines wunder zu erleben, dass nach einem tal wieder eine hochebene kommt, auf der die sonne scheint. okay, ich bin heute noch auf dem aufstieg und die sonne blinzelt noch durch die wolken, aber sie ist eindeutig wieder da. heiter bis wolkig 😆

die letzten paar wochen waren ziemlich viel, und es gab ein paar negative erlebnisse: die reha-ablehnung, die heftigen turbulenzen im job, die zometa-geschichte. alles dinge, die eins gemeinsam haben: unklarheit, verunsicherung, abwarten müssen. und in solchen situationen merke ich, dass sie mich deutlich mehr aus der mitte werfen wie früher. kein wunder. das ist mein gutes recht, nach allem, was ich seit januar 2010 erlebt habe.  ich erlebe viele situationen wesentlich existenzieller als zuvor. bedrohlicher. lebensbedrohlicher. aber ich denke, das ist einfach normal. die ganze brustkrebsgeschichte sitzt mir noch so in den knochen, die abwehrmechanismen sind noch ein zartes häutchen und die angst schlummert noch ganz schön unter der oberfläche. manchmal vergesse ich das. aber das wird, ich bin zuversichtlich. ruhig, brauner 🙂

außerdem habe ich heute wieder einen termin bei meinem psychoonkologen (kommt grad richtig) und ich weiß, dass er mir „den zahn wieder ziehen wird.“ und wir am ende der sitzung zusammen lachen – wie immer!

nochmals danke ♥