Horrorfilm-Mutprobe

ich bin bekennender horrorfilm-muffti. ich stehe dazu. dennoch schaue ich mir so alle 2-3 jahre einen horrorfilm an, das ist so meine persönliche mutprobe, ich mag den kitzel gerne. fürchte mich dann schon den ganzen tag vorab 😉

klar, man könnte sagen „dann lass es doch einfach!“ aber irgendwie macht es dann doch spaß.

ich habe in meinem leben noch nicht viele horrorfilme gesehen, vielleicht so 10-15, mehr habe ich bislang nicht verkraftet, da ich mich ja immer ein paar jahre davon erholen muss 😉

hier meine top 10 (ich glaube, mehr habe ich auch nicht gesehen bislang):

1. exorzist: im teenageralter gesehen und ziemlich lange nicht mehr durchgeschlafen danach

2. das omen: sehr fieser streifen

3. der weiße hai: ist echt lange her, dass ich den gesehen habe. ich habe immer noch angst, im meer zu schwimmen!

4. ring: diesen film habe ich nur etwa 10 minuten gesehen, den rest des filmes hatte ich meine jacke über dem kopf.

5. der verbotene schlüssel: auf dvd ausgeliehen, am hellichten tage geschaut, nach 5 minuten ausgeschaltet und zur beruhigung sponge bob, der film angeschaut. mit meinem sohn, der genauso schiss hatte und heute genauso darüber lachen muss.

6. blair witch project: die königsdisziplin *zu-tode-grusel*

7. nightmare on elm´s street (1. teil)

8. the hills have eyes: nach 10 minuten das kino verlassen

9. siehe unten

gestern war es wieder so weit. wir haben mit der familie (mann, großer sohn+freundin, ich) beschlossen, in nightmare on elm´s street zu gehen. brandneu gestern bei uns angelaufen. eigentlich habe ich mich schon während der werbung gegruselt, da ich teils dachte, dass es schon horrorfilm-vorschau künftiger greueltaten sei, es stellte sich aber heraus, dass es einfach nur ne limo-werbung war. peinlich. mann und sohn machten sich ein späßchen draus, im dunkeln von der seite monsterkrallen und huh-huh-geräusche in meine richtung zu machen. zur beruhigung habe ich mich erstmal mit schoko-eis vollgestopft.

boah, der film war echt gruselig. freddy krüger ist ein ziemlich fieser sausack und es gibt echt ziemlich viele schock-momente. einige habe ich auch mitbekommen, wenn ich grad nicht den schal vor dem gesicht hatte. ich war auch die einzige im kino, die geschrien hat. wie machen die anderen das bloß? sitzen da, crunchen popcorn und sehen entspannt aus. versteh ich nicht. ich hab jedenfalls geschrien. ich habe auch kommentiert: „warum geht die blöde kuh jetzt in den dunklen garten raus? da ist doch freddy!“ oder „nein, jetzt hat dieses a**** den hund aufgeschlitzt. ich geh jetzt nach hause!“

ich war kurz davor zu brüllen: „pass auf sandy, freddy steht da hinter der wand!!!!!“

vermutlich hätte ich dann das kino verlassen müssen und hätte ein dauer-abo für bambi bekommen.

uff, irgendwann war es vorbei und ich war doch sehr stolz auf mich, dass ich das wieder mal geschafft habe *stolzier*

der horror war indes noch nicht zu ende. ich habe vor dem schlafengehen extra nichts mehr getrunken, damit ich nicht mitten n der nacht pipi muss. kaum war im schlafzimmer das licht aus und ich im einschlaf-modus fiel seitlich ein huh-huh-schreiender krallenmörder über mich her. haha, sehr witzig, lieber ehemann. da hatte ich aber mit gerechnet. womit ich allerdings nicht gerechnet hatte, war mein sohn, der etwa 15 minuten später völlig unerwartet in freddy-manier ins dunkle schlafzimmer stürzte und mich zu tode erschreckte. das gibt rache, sohnemann, sei dir gewiss.

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Abenteuer im heimischen Forst ;-)

ich fass es nicht, ich habe es doch tatsächlich geschafft, mich in unserem heimischen, eigentlich doch recht bekannten forst zu verlaufen, und wie!

da mir heute mittag wegen diversen medikamenten-nebenwirkungen (zoladex, uff), einem verzerrten rücken und allgemeinem stimmungstief die decke auf den kopf fiel, habe ich beschlossen, mit joschi eine größere runde durch den wald zu gehen. eine größere als üblich. meist gehe ich so meine 2-3 bekannten runden, je nachdem, wie viel zeit ich investieren will. heute dachte ich beim loslaufen: „katerwolf, heute läufst du mal länger und woanders lang. das schadet grad gar nichts.“ sprachs und verlief sich.

eigentlich war es so, dass ich anstatt dort, wo ich normalerweise rechts auf einen rundweg einbiege, beschloss, geradeaus weiterzulaufen. in der hoffnung, dass ein stück weiter eine weitere abzweigung kommt. dem war aber nicht so. stattdessen schlängelte sich der weg munter weiter, bergauf, bergab und irgendwie immer weiter und weiter und weiter….irgendwann wurde es mir mulmig, da ich auch müde wurde. tief unten im tal ein dorf: was ist das wohl? hille? halle? hulle? buenos aires? hm. ich traute der sache nicht so ganz und beschloss, links eine böschung hinaufzukraxeln. sehr klug. oben angekommen stand ich an einer wegkreuzung und wusste nun null wo ich war. joschi war es egal, er plazierte erstmal nen haufen in den wald. ich hatte kurz ein bild im kopf, wie ich fast verdurstet mit letzter kraft im schwindenden licht im forst verschwinde, mein skelett wird erst jahre später sauber abgenagt gefunden. ich habe so eine phantasie, oh ja.

können diese pappnasen von der forstverwaltung nicht irgendwelche gescheiten schilder an die bäume tackern????“ nein, können sie nicht. ich entschied mich für weg nr. 2 und fand mich kurze zeit später an einer weiteren, großen wegkreuzung wieder.

nun ist es ja an sich nicht gefährlich, sich in einem stadtnahen wald zu verlaufen, ich wohne ja schließlich nicht im amazonasgebiet. wenn man aber, so wie ich, schon den film blair witch project gesehen hat und zudem so ein schisshase mit ner gigantischen phantasie ist, dann ist verlaufen im wald echt kacke. kennt ihr blair witch project? das ist mit abstand der gruseligste film, den ich jemals gesehen habe. er handelt von einer kleinen studentischen forschungsgruppe, die dem mythos einer echt fiesen hexe in einem großen waldgebiet in den USA nachgeht, sich verläuft und dann nach und nach von dieser irren hexe gemeuchelt wird. echt supergruselig. ich hasse gruselfilme, habe keine nerven dafür. dennoch habe ich diesen film vor jahren mit einer freundin angeschaut und wir hatte so dermaßen schiss, dass wir nur zu zweit auf die toilette gegangen sind, mit dem rücken an der wand und uns zum schluss sogar voreinander gefürchtet haben. hört bloß auf!

jedenfalls musste ich an diesen film denken, was nicht wirklich hilfreich war. oh, ein schild auf der wegkreuzung! na, dann schauen wir mal, was da draufsteht:

hexentanzplatz

aaaahhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhh!!!!!!!!!!!!!

ne, im ernst, das stand da wirklich. ich fand das null lustig. bin dann intuitiv zackig nach rechts marschiert und sah in der ferne einen spaziergänger mit hund. meine rettung. beim näherkommen entpuppte sich der spaziergänger als etwas suspekt aussehender, bärtiger mann mit riesigem, zotteligen hund. ich hatte angst vor dem mann, joschi vor dem hund. klasse.

entschuldigen sie bitte, wo ist denn hier der weg nach hille?“ ne, nö? das fragte nicht etwa ich, sondern er. da treff ich auf meiner odyssee endlich einen lebenden menschen und dann ist das so ein rumpelstilzchen, das sich auch verirrt hat. wie bekloppt ist das denn? nach einem kurzen intermezzo und sich gegenseitigem schicken in die falsche richtung war ich dann so klug, einfach joschi zu folgen, der völlig zielstrebig eine bestimmte richtung einschlug. ich glaube, er hatte genug von dem theater. 15 minuten später stand ich an einer wegkreuzung, die ich kannte. gerettet.

auf dem rückweg habe ich noch eine frau mit hund getroffen, der ich einfach mal so erzählt habe, was ich grad erlebt habe. sie schaute mich sehr seltsam an: „wie kann man sich denn hier verirren?“ entweder sie hielt mich für verrückt oder für völlig verblödet. jedenfalls ging sie mit großen schritten vor mir her und hängte mich zielstrebig ab. na, die hat zu hause was zu erzählen.

aber soll ich euch was sagen? das kleine abenteuer hat mir gut getan. ist manchmal schon gut, eingetretene wege zu verlassen – dann verlässt man sie auch im kopf.