Wieder zuhause!

ich bin wieder zuhause. nach 4 wochen reha. ein wenig fühle ich mich, als käme ich vom andern stern. nun ja, komm ich ja auch. vom planet reha. in der reha ticken die uhren völlig anders. leise. ganz, ganz leise. zuhause machen sie wieder TICK TACK TICK TACK. aber das muss auch so sein. die reha ist dafür da, einem kraft auf allen ebenen zu geben. kraft für einen selbst und kraft, den alltag wieder zu meistern. ohne, dass er zur last wird, weil immer ab einem bestimmten zeitpunkt die kraft nicht mehr reicht. wenn man so etwas kraftzehrendes hinter sich hat wie eine brustkrebserkrankung.

nun bin ich also zuhause und freue mich an der neu gewonnenen kraft, die in mir blüht wie eine große sonnenblume. ein schönes gefühl. und eine aufgabe. denn ich möchte, dass es so bleibt. und ich nicht wieder nach 6 monaten da stehen und das gefühl haben will, auf letzter reserve zu laufen. ich habe in meiner 2. reha etwas grundlegendes begriffen: zur gesundheit gehört ein gleichgewicht der kräfte und ein standbein davon ist die regeneration. das ist ein faktor, den ich nur zu gerne außer acht lasse. ich powere mich gerne aus. jedoch, so habe ich nun gelernt, reicht sport und kondition alleine nicht aus, um bei kräften zu bleiben. dazu gehört eben auch die ebenso konsequente entspannung des geistes UND zeit, seine seele einfach mal baumeln zu lassen.

so habe ich mir noch in der klinik, gemeinsam mit der ärztin einen maßgeschneiderten katerwolf-survival-plan aufgestellt. und der sieht so aus: 3-4 x die woche ausdauertraining (nordic walking, schwimmen, stepaerobic, wonach mir gerade der sinn steht) und zwar nur so viel, wie mir gut tut. nicht bis zur erschöpfung, was ich sonst gerne mache, weil ich nur dann das gefühl habe, auch wirklich etwas getan zu haben. also relaxed und in maßen, dafür aber konsequent und regelmäßig. jeden tag entspannung. so stehe ich nun etwas früher auf und beginne meinen tag mit einem yoga-sonnengruß, den 5 tibetern oder der yoga-atmung. nimmt nur 15 minuten in anspruch und danach geht es mir ganz prima. 2x am tag autogenes training, von dem ich zuerst dachte, dass es peinlich, da so klischeebehaftet ist, dann aber schnell merkte, dass es tatsächlich eine sehr einfache, nicht zeitintensive und überall praktizierbare, sehr effektive entspannungsmethode ist. die darüber hinaus auch gut hilft, nachts wieder einzuschlafen, wenn man sich schlaflos im bett herumwälzt.

auch die ernährung habe ich ein weiteres stück umgestellt, was mir aber sehr leicht fällt. alles in allem habe ich einen guten und praktizierbaren werkzeugkasten mitbekommen. der rest liegt an mir.

nun habe ich noch 1 woche urlaub, was ein außerordentlicher luxus ist. ich habe nun zeit, all das, was hier so liegengeblieben ist, zu ordnen, und zwar in ruhe. heute ist der große pferdeumzug in den neuen stall und ich bin schon totaaaal aufgeregt und freue mich drauf. hoffentlich lebt sich lola schnell in der neuen umgebung ein.

ich schick euch allen eine liebe umarmung, eure katerwolf