Kleiner Wanderritt

WAR das schön. wunderschön. wie schon angekündigt, habe ich am wochenende mit 2 freundinnen einen „kleinen“ wanderritt unternommen. „klein“ deshalb, weil wir auf „kleinen“ pferden, sprich, isländern, unterwegs waren und weil es eigentlich 3 sternritte waren. das heißt, wir sind immer wieder an den gleichen ausgangspunkt zurückgekommen und von dort wieder gestartet. der ausgangspunkt lag ganz in unserer nähe, angrenzend an ein wunderschönes biosphärenreservat. es gibt dort lichte wälder, fast schon urwaldartig anmutende wälder, kleine bachläufe, offene felder mit weitblick, weit, weit über das land, bis zu den bergen in der ferne, grüne hügel mit kleinen, sonnenbeschienenen dörfern obenauf und in den tälern, romantische ausblicke und kleine, verwunschene marienschreine, einfach prachtvoll. und wenn dann noch dieses besonders schöne septemberwetter alles in sein goldenes licht taucht, geht einem das herz auf, ach was, es fließt über.

meine erfahrungen mit isländern beschränkten sich bislang auf ein bis zwei ausritte in meiner frühen jugend, ansonsten bin ich immer auf „großen“ unterwegs gewesen und meine lola ist eine oldenburger stute. fragt mich nicht warum, aber großpferdereiter schauen immer ein wenig auf kleinpferdereiter runter, weil kleinere pferde nun mal, nun ja, „klein“ sind.

ich gelobe: nach diesem wochenende werde ich nie, niemals mehr von oben herab über isländer sprechen. es sind wunderbare geschöpfe. ich kann es ganz und gar verstehen, dass man ihnen verfällt und ganz vernarrt in sie ist. wunderbare, robuste, charakterstarke, eigenwillige, gesellige tiere. und schnell wie der wind.

„unsere“ isländer stehen in einer art pferdeparadies: koppeln so weit das auge reicht, viel platz und ruhe. wenn man eins der pferde aus der herde führt, um es zu reiten, tappt einem die ganze herde hinterher und schaut genau zu, wie man putzt und sattelt. als ich zwischendurch mal kurz auf die toilette musste, erwarteten mich 10 sehr interessiert dreinschauende pferdchen, als ich die klotür wieder öffnete.

„sie ist ein bisschen flott, deine süße. und auch ehrgeizig. lass dich nicht ins bockshorn jagen.“ gab mir meine freundin und besitzerin der pferde als einweisung mit. da hatte sie recht. meine süße war flott. sie trabte in einem affenzahn bergauf, bergab und als wir den ersten galopp wagten, raste sie los wie speedy gonzales. unglaublich. ich hätte nie gedacht, dass isländer so schnell sind. und dass es so einen spaß macht, mit diesen flotten fegern in diesem tempo über stock und stein zu düsen, als wäre man der galoppierende expressdienst. herrliches gefühl.

am 1. tag machten wir eine 3-stunden-tour und am nächsten tag zwei 3-stunden-touren, eine morgens, eine nachmittags. das geht schon in die knochen. nach dem ersten tag verdrückten wir, ziemlich erledigt, abends in unserer pension godzilla-große schnitzel, tranken ein paar gläschen rotwein und waren innerhalb von einer stunde kurz davor, mit dem kopf auf der tischplatte einzuschlafen. der einzige wermutstropfen war, dass die kleine pension ausgerechnet an dem abend an eine geschlossene gesellschaft vermietet war, die einen 50sten geburtstag feierte. wir bekamen die letzten 2 freien zimmer (von 5). so tobte unter uns, während wir um schlaf rangen, eine sehr lebhafte feier. mit dem schlechtesten alleinunterhalter der welt. ehrlich. ich habe noch nie eine schlechtere version von hol das lasso raus und rosamunde gehört, wie an diesem abend. aber egal. es war einfach ein tolles, ganz und gar erfüllendes wochenende.

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Vorfreude

bei mir stehen die zeichen auf vorfreude. ich werde dieses wochenende einen schon lange geplanten wanderritt unternehmen 😆 die idee entstand, als ich mich vor einigen monaten mit 2 alten freundinnen getroffen habe, von denen eine 3 isländer ihr eigen nennt. und so werden wir morgen nachmittag aufbrechen und mit 1 übernachtung im landgasthof bis samstag abend spätsommerliche felder, wiesen und wälder durchstreifen. und das bei diesem herrlichen wetter, ich freue mich wie wutz 😆

die letzten 3 wochen waren 3 sehr gute wochen für mich, aber ich hatte auch 2 therapieeinheiten, die mich ordentlich geschlaucht haben. zum einen stand vorletzte woche meine insgesamt vierte zometainfusion auf dem plan. dummerweise habe ich sie diesmal gar nicht gut vertragen und plagte mich 2 tage mit knochenschmerzen und niedergeschlagenheit. seltsam. die ersten 3 behandlungen mit zometa habe ich einfach so weggesteckt. und gestern stand wieder meine dreimonatsspritze enantone an. zwischen der verträglichkeit von enantone und zoladex, das ich anfang des jahres zugunsten von enantone abgesetzt habe, liegen welten. dennoch macht mich auch das enantone 1-2 tage wackelig. gestern und heute bin ich wie auf eiern unterwegs. aber nun habe ich erstmal ruhe. das nächste enantone gibt es im dezember, die nächste zometainfusion im märz. dazwischen kommt nur eine nachsorge, diesmal eine kleine.

umso mehr freue ich mich nun auf ein durchweg sonniges, beschwerdefreies und heiteres wochenende auf dem pferderücken 😆