Reisebericht Südafrika: Nachklapp. Einfach noch ein paar schöne Bilder

diese fotos sind zu schön, um sie nicht zu zeigen 😉

 

drakenberge

 

 

 


 

cape town, kapstadt

 

 

 

 

 

 

 

menschen

 

 

 

 

 

 

landschaften

 

 

 

 

 

 

 

tiere

 

 

 


Reisebericht Südafrika: faszinierendes Kapstadt

nach der 2-tägigen idylle in paternoster waren wir reif für kapstadt. kapstadt liegt nur eine knappe stunde südlich von paternoster. im vergangenen jahr waren wir nur 1 1/2 tage dort, viel zu kurz für diesen spannenden schmelztiegel. so nahmen wir uns diesmal 3 tage zeit. die erwähnung des namens kapstadt zaubert nicht umsonst den meisten menschen ein strahlen ins gesicht. man sagt, dass man immer wiederkommt, wenn man einmal dort war. das stimmt. ich will auch wieder hin.

 

blick vom tafelberg

 

 

es ist eine stadt der vielen gesichter. stundenlang könnte man sie durchkreuzen und einfach nur menschen anschauen. und das bunte treiben auf der straße. und die architektur. es gibt eine wunderbare möglichkeit, die stadt zu erkunden. zum beispiel mit den bekannten roten bussen. sie fahren kreuz und quer durch kapstadt und um kapstadt herum und man kann an den stationen so oft aus- und wieder einsteigen, wie man will. das macht großen spaß!

oder in eine geführte stadtführung investieren, was fast noch mehr spaß macht. besonders wenn man einen so kundigen, deutschsprachigen führer hat wie wir. er hat uns sage und schreibe 4 stunden zu fuß durch die stadt gelotst und uns haben allen die füße gequalmt, aber es hat sich gelohnt. ich weiß jetzt alles über die geschichte kapstadts 😉

 

 

downtown

 

um kapstadt herum

das kap

 

camp´s bay


 

ein stadtteil in kapstadt hat es mir besonders angetan. das farbenprächtige, islamisch geprägte bo-kaap, auch malaienviertel genannt. sehen und staunen.

 

 

es gibt orte, an denen man völlig vergisst, dass man in afrika ist. zum beispiel auf dem old buiskuit mill market. man glaubt sich mitten in san franzisco oder in berlin. es ist übrigens einer der derzeitigen hot spots in der stadt.

 

sogar das scheint an diesem ort zu funktionieren. ansonsten in südafrika nach wie vor ein seltenes bild.

 

 

dass man in südafrika ist, wird einem schlagartig wieder bewusst, wenn man den markt verlässt und sich damit konfrontieren muss, nicht zu fuss zurückgehen zu können, da man durch sogenannte no go areas durchkäme. und das ist in südafrika schlicht und einfach lebensgefährlich. man fährt dann mit dem taxi. und auch hier heißt die devise: nicht in ein x-beliebiges taxi einsteigen, denn auch das ist gefährlich.

 

allgegenwärtig

 

 

in kapstadt führen alle wege früher oder später zur waterfront. hier pulsiert das geballte leben. klar, es ist laut und völlig überlaufen. aber einfach nur toll. man könnte stunden dort herumbummeln und die zeit vergessen.

 

nur echt mit dem tafelberg im hintergrund 😉

 

 

kapstadt ist einfach klasse. vielleicht schreib ich irgendwann mal noch mehr darüber. für jetzt möchte ich nur festhalten: wenn es nicht nach wie vor so ein beträchtliches sicherheitsrisiko beinhalten würde, wäre kapstadt die stadt meiner wahl. hier könnte ich leben. womit ich allerdings nicht leben möchte, ist die doch permanent im hinterkopf lauernde angst. das wissen, tagsüber bestimmte bezirke meiden zu müssen und nach einbruch der dunkelheit im grunde genommen alle. weil man schlichtweg angst haben muss, umgebracht zu werden. jedesmal, wenn man sein haus oder guesthouse verlässt und betritt, muss man unzählige sicherheitsschlösser auf- und zuschließen. und wenn man nachts wach wird, fühlt man sich irgendwie komisch, unsicher eben. wie in einem hochsicherheitstrakt. südafrika ist ein von großen sozialen gegensätzen und von großer armut geprägtes land. mit einer enorm hohen arbeitslosenquote und unzähliger anderer probleme, die zu spannungen und zu konflikten führen. die sich regelmäßig entladen. ich finde es verständlich. und ich gehöre zu den menschen, die große hoffnung in das land setzen. das hätte es verdient!

nach 3 tagen waren wir aber auch froh, wieder in die natur zurückzukehren. aber wir kommen zurück nach kapstadt, das steht fest!

Reisebericht Südafrika: die winelands, Franschhoek

südafrika zählt mit zu den bedeutendsten Weinanbaugebieten der Welt. An den fruchtbaren Ausläufern der Tafelberg-Gebirgskette reifen die Trauben, aufgrund des ausgezeichneten Klimas und der optimalen Bodenbeschaffenheit, für die wohlschmeckenden, berühmten südafrikanischen weine.
Bereits der Gründer der Kap-Provinz, Jan Van Riebeeck, pflanzte und kelterte hier die ersten Weinreben um 1655. Gouverneur Simon Van Der Stel gründete an den Hängen des Tafelberges ein fantastisches Weingut und begann 1679 mit dem ernsthaften Keltern von Wein…

dem kann ich nur voll und ganz zustimmen. wohlschmeckende weine, oh ja. es gibt in südafrika zahlreiche winelands, die wohl bekanntesten befinden sich in der provinz westcap, westlich von kapstadt, nur einen steinwurf entfernt. stellenbosch und franschhoek sind hier die wohl berühmtesten orte. wenn man südafrika bereist, führt kein weg daran vorbei, zu schön sind die malerischen orte, zu wohlschmeckend die weine und die gute küche! im vergangenen jahr waren wir kurz in stellenbosch und dieses jahr begannen wir unsere reise in franschhoek. die idee, erstmal ein paar tage in diesem wunderschönen örtchen anzukommen und auszuspannen, erschien uns sehr verlockend.

franschhoek, die „französische ecke“, sechzig kilometer von kapstadt entfernt, hat seine ursprünge im 17. jahrhundert, als sich über zweihundert hugenotten hier ansiedelten. umgeben von der drakenstein gebirgskette, gehört der franschhoek pass mit zu den faszinierendsten von ganz südafrika. die beliebte franschhoek weinroute umfasst mehr als zwanzig weingüter. es ist schon verrückt, aber man glaubt sich mitten in einem französischen kleinstaat in franschhoek. die straßen heißen victor hugo street, die restaurants le bon vivant und die hotels la petite dauphine. ich habe während unseres aufenthaltes dort mehr als einmal aus einem reflex heraus französisch gesprochen und erstaunte blicke geerntet. was kann man in franschhoek so machen? abgesehen davon, dass man sich immer und überall an dem grandiosen panorama erfreuen kann, macht man vor allem eins: wein trinken, essen, rumbummeln, die seele baumeln lassen. all dies haben wir reichlich getan 😆 wir hatten eine wunderbare unterkunft, die zu verlassen an sich schon schwierig genug war. wir sind mehrfach durch das städtchen gebummelt, haben auf märkten rumgestöbert, in vielen cafés gesessen und das treiben beobachtet und natürlich ein paar weingüter besucht. das ist ein echtes erlebnis. die weingüter sind ein traum, man fühlt sich in ein anderes jahrhundert auf einen völlig anderen kontinent versetzt. es wundert einen nicht, dass man dort zur mittagszeit damen in breitkrempigen hüten und herren in weißen anzügen antrifft. das passt! die weingüter kann man natürlich besichtigen, in erster linie aber macht man dort eine weinprobe und isst sich beulen hinter die ohren. wir haben 2 weinproben hintereinander gemacht. mehr ging nicht, da wir danach total blau waren. es gibt aber durchaus hartgesottene, die wesentlich mehr schaffen. und das über tage. nach der weinproben-erfahrung sah ich die heiteren touristen überall mit völlig neue augen 😉

wir haben großartig gegessen. wir haben uns das hugenotten-museum angesehen und aufrichtige bewunderung vor diesen zähen, fleißigen und tapferen siedlern empfunden und uns darüber gefreut, was sie der nachwelt hinterlassen haben. ob sie das wohl ahnten? sicher nicht. in der region stehen unzählige original aus der damaligen zeit stammende weingüter, sorgfältig restauriert und zum teil noch in hand der nachkommen. das hat was!

so wunderschön franschhoek ist, hat es natürlich auch schattenseiten. sonst wäre es ja nicht südafrika. so pittoresk und sauber die stadt auch wirken mag, sie ist schon sehr weiß. farbige südafrikaner sieht man nur am rande und man spürt schon sehr, dass sie auch sehr an den rand gedrängt sind. wir haben so viele orte gesehen und überall scheint es anders zu sein. franschhoek jedenfalls wirkt sehr weiß-dominiert. so richtig wohl haben wir uns daher nicht gefühlt und man spürt unterschwellig immer die scheuklappen, die man aufhat. mir ist es erst gegen ende der reise gelungen sie abzusetzen. diese krasse zweiklassengesellschaft oder besser zweifarbengesellschaft mit ihrer ganzen problematik ist ungewohnt und unverständlich und es braucht seine zeit, das auch nur ansatzweise zu verstehen. so gilt auch in franschhoek, wie an den meisten orten in südafrika, die grundregel: nach einbruch der dunkelheit nicht mehr in der gegend herumlaufen. man gewöhnt sich mit der zeit dran. ob ich das auf dauer könnte, weiß ich allerdings nicht. es gibt orte, an denen kommt man gut damit klar, es gibt aber auch orte, an denen es einem die luft einschnürt. die kann man aber auch meiden. was wir überwiegend auch getan haben.

ich hatte meine laufschuhe in den koffer gepackt und mir fest vorgenommen, laufen zu gehen, wenn sich die gelegenheit ergibt. einfach, damit ich nicht völlig aus der übung komme in den 3 wochen und zu hause wieder von vorne anfangen muss. la petite dauphine, unsere unterkunft, war ein kleines weingut, ein paar kilometer außerhalb der stadt und ich habe gleich am 2. tag meinen vorsatz in die tat umgesetzt. ein bisschen mulmig war mir schon, so alleine durch die weinberge zu laufen und ich hatte muffe, auf eine schlange zu treten oder überfallen zu werden. nichts davon geschah. stattdessen hatte ich das unglaubliche privileg, vor der kulisse der grandiosen drakensberge zu laufen. einfach toll. wir verließen franschhoek nach 3 tagen ausgeruht und voller tatendrang in richtung de hoop nature reserve. nur mit dem franschhoek pass, dem vermutlich schönsten pass südafrikas, hatten wir pech. als wir losfuhren, lag er im tiefsten nebel.

und hier die fotos, auf die ihr sicher schon wartet! und wenn ihr dir fotos seht, nicht dass ihr denkt: boah ey, die haben ja nur in 1000 € herbergen genächtigt. nein, haben wir nicht, die unterkünfte in südafrika sind so schön.

unsere wunderbare unterkunft, la petite dauphine

franschhoek

südafrikanisches marketing

weingüter

essen+trinken


Reisebericht Südafrika: Die Reiseroute

wo fange ich an? vielleicht einfach am anfang. 3 wochen südafrika liegen hinter uns, 3 wunderbare wochen in einem wunderbaren land. es war unsere zweite reise dorthin. bereits im vergangenen jahr haben wir 2 reiselustige menschen einen lange gehegten traum umgesetzt und sind 2 wochen nach südafrika gefahren. freunde hatten uns eine reiseagentur empfohlen, die reisen für selbstfahrer organisiert. das funktioniert so: man sagt, wie viel zeit man hat, wie viel geld man ausgeben will und was man ungefähr sehen will. auf dieser basis erarbeitet die agentur eine reiseroute, bucht die unterkünfte vor, reserviert einen mietwagen und bucht den flug. in südafrika gibt es eine enorme bandbreite an übernachtungsmöglichkeiten, von einfachen bed & breakfast-unterkünften bis hin zu luxuriösen lodges. das hat den vorteil, dass man dieses land auch mit überschaubarem buget bereisen kann. wenn man will, kann man es aber auch so richtig krachen lassen. oder ein gesundes mittelmaß finden. so haben wir es gemacht. vor der abreise bekommt man reiseunterlagen mit flugtickets, vouchers für die unterkünfte und den mietwagen und ein großartiges „reisebuch“. das ist ganz was tolles: ein umfangreiches buch im din A 4 format mit einer detaillierten beschreibung der reiseroute, fotos, tipps für restaurants und aktivitäten, wichtigen telefonnummern, sicherheitshinweisen etc, anhand dessen man sich optimal orientieren kann.

unsere letztjährige reiseroute war: flug nach kapstadt – stellenbosch (das weingebiet östlich von kapstadt) – durch die kleine karoo ostwärts nach oudtshoorn – weiter ostwärts durch die große karoo nach graaff reinet – noch ein stückchen nach osten nach addo ins elefantenreservat – und dann runter zur küste und über port elisabeth westwärts, entlang der küste nach plettenberg baai – weiter über das de hoop nature reserve nach swellendamm – und zum abschluss über hermanus zurück nach kapstadt. man nennt diese strecke auch garden route und es ist die bekannteste reiseroute in südafrika. wir hatten uns für 2 wochen ganz schön viel vorgenommen, fast schon zu viel und saßen für unseren geschmack auch zu viel im auto. als wir völlig überwältigt von all den fantastischen eindrücken wieder zurückflogen, stand für uns fest: wir müssen wiederkommen, mit mehr zeit und einer etwas kompakteren route, die uns mehr verweildauer an besonders schönen orten bescheren sollte. irgendwann.

dass das irgendwann schon ein jahr später sein sollte, ahnten wir damals noch nicht. der entschluss, gleich dieses jahr wieder zu fahren, fiel, als ich anfang des jahres so schwer erkrankte. und wir ein bewusstsein dafür entwickelten, dass man dinge, die man wirklich gerne machen möchte, nicht in die warteschleife stellen sollte. man weiß nie, wie es kommt.

so buchten wir kurzentschlossen über die gleiche agentur, die uns letztes jahr schon überzeugte, diesmal 3 wochen. kurze zeit und einige e-mails später lagen die reiseunterlagen im briefkasten. die reiseroute war diesmal streckenmäßig abgespeckt, ein paar orte wollten wir wiedersehen, ein paar neue kamen hinzu. wir flogen diesmal mit einer anderen fluggesellschaft über johannisburg nach kapstadt. dort nahmen wir am flughafen unseren mietwagen in empfang und fuhren direkt weiter ins etwa 1-stündig entfernte franschhoek im berühmtesten weingebiet südafrikas. da der zeitunterschied zu südafrika nur 1 stunde beträgt, hat man keinen jetlag und ist eigentlich ganz frisch, wenn man ankommt. wir blieben 3 tage in franschhoek, einfach um anzukommen und auszuspannen. danach fuhren wir diesmal nicht ostwärts durchs landesinnere, sondern gleich runter zur küste in ein naturreservat, welches dafür berühmt ist, dass wale dort ihre kälber zur welt bringen, auch hier verweilten wir 2 tage. danach ging es ein stückchen entlang der gardenroute ostwärts nach knsyna, wo wir ebenfalls 2 tage genossen. und wieder zurück westwärts nach hermanus, 1 tag, und dann ein großes stück nach westen, an kapstadt vorbei bis zur westküste, wo wir ebenfalls 2 tage die seele baumeln ließen. zurück nach kapstadt, wo wir diesmal 3 tage blieben. und als krönender abschluss eine 3-tägige safari im krüger national park, den wir über einen transferflug von kapstadt erreichten.

ich habe mir überlegt, dass ich euch für eine weile entlang der einzelnen stationen mit auf die reise nehmen will und freue mich, wenn ihr ein bisschen mit mir herumreist 😆 so soll der heutige bericht lediglich eine kleine einführung sein und ab morgen geht es dann zusammen nach franschhoek. damit ihr eine vorstellung davon bekommt, hier ein paar fotos, zur einstimmung!

franschhoek

de hoop nature reserve

knysna

hermanus

paternoster, west coastal parc

kapstadt

balule game reserve (naturrervat)


Südafrika, wir kommen!

*gg* ich bin völlig baff, was für einen besucherrekord mir meine pupsgeschichten beschert haben. scheint ja doch ein menschen- und völkerverbindendes ding zu sein, das mit der verdauung 😉 ich werde beizeiten also mal weiterpupsen hier, versprochen!

heute geht es aber um etwas ganz anderes, nämlich um die große reiselust. wir fahren in genau 3 wochen für 3 wochen nach südafrika. ja. ist wahr. ich schwör! ich freu mich un.vor.stell.bar.

wir waren bereits im vergangenen herbst 2 wochen in südafrika und haben uns mit dieser reise einen langen traum erfüllt. es war einfach nur wunderbar. freunde von uns hatten uns eine agentur empfohlen, die erstaunlich kostengünstig individualreisen zusammenstellt. d.h.: man sagt, was man alles sehen will, wieviel zeit man hat und wie groß die reisekasse ist. entsprechend arbeitet die agentur eine reiseroute inklusive unterkünften und mietwagen für einen aus und dann kann man dies und das anpassen, bis es für einen stimmt. im vergangenen jahr sind wir nach kapstadt geflogen und sind 2 wochen lang entlang der gardenroute, weiter durch die kleine und große karoo ins landesinnere und über port elizabeth entlang der küste wieder zurückgefahren. wir haben eine unglaubliche landschaft gesehen, wale und noch mehr wale und 499 elefanten sowie diverse zebras, antilopen, warzenschweine, 1 giraffe und so manches mehr. wir sind auf elefanten geritten, haben uns köstlichen südafrikanischen rotwein auf der zunge zergehen lassen und unvorstellbare sonnenuntergänge und ausblicke genossen. ich habe in etwa 2 ganze antilopen und mindestens 2 vogelstrauße verspeist und zwar als carpaccio, gegrillt und gebraten. wir haben bei 40 grad im schatten in der großen karoo geglüht und bei 14 grad und sturm in der walkers bay gefroren. alles war schön. wir haben sehr viele, nette menschen kennengelernt. insbesondere die schwarzen südafrikaner. und das beste:

wir wurden weder erschossen, noch überfallen, noch erstochen und ausgeraubt.

das fanden wir besonders gut. und zwar aus dem grund, weil uns ausnahmslos alle, vor allem diejenigen, die noch nie in südafrika waren, völlig entsetzt davor warnten, nach südafrika zu fahren und zwar aus oben genannten gründen. in den ersten 3 tagen verhielten wir uns daher völlig paranoid. wir setzten uns im affenzahn ins auto und drückten sofort alle knöpfchen runter. wir überfuhren rote ampeln und wechselten die straßenseite, wenn an der straßenecke verdächtig aussehende gestalten herumlungerten. wir schauten bei überlandfahrten mit argusaugen umher und hielten nach folgendem, angekündigten szenario ausschau: vorgetäuschter unfall mit vorgetäuschten verletzten, die auf der straße liegen. kaum hielt man an und stieg helfend aus, sprangen die verletzten auf und schossen aus riesigen pumpguns sofort große löcher in einen hinein um gleich darauf auto und wertsachen zu klauen.

nachdem 3 tage lang nichts dergleichen geschah, beruhigten wir uns zunehmend. südafrika ist gefährlich, das lässt sich nicht beiseite schieben. ich denke nach unserer erfahrung jedoch, dass viel damit zusammenhängt, wo man sich wann aufhält und wie man sich verhält. das schöne in südafrika überwiegt. eindeutig. und glück braucht man natürlich auch, wie immer und überall auf dieser welt. wir verließen südafrika völlig glücklich und mit dem festen vorsatz wiederzukommen, irgendwann in paar jahren.

2 monate später erhielt ich meine diagnose. und so beschlossen wir den entschluss nicht weiter aufzuschieben und bereits dieses jahr wieder zu fahren. 3 wochen lang. keine angst, das machen wir nicht, weil ich nur noch 12 monate zu leben habe, tatsächlich habe ich ja eine hervorragende prognose und eine sehr hohe wahrscheinlichkeit, nicht wieder an brustkrebs zu erkranken. uns wurde vielmehr bewusst, wie endlich das leben letztendlich ist, wie unvorhersehbar und kostbar und, dass man dinge, die man unbedingt machen will, nicht hinausschieben sollte.

in 3 wochen geht es also los. j.u.h.u. wir fliegen wieder nach kapstadt, erkunden 2 wochen lang mit dem mietwagen die gardenroute und umgebung und fahren anschließend noch 5 tage in einen nationalpark nahe johannisburg und machen safari, mit pirschfahrten und camp mitten im busch und so. und wir haben uns auch diesmal vorgenommen, weder erschossen, erstochen, ausgeraubt noch vom löwen gefressen zu werden. ich zähl ab heute die tage 😆