Vorfreude

morgen früh gehts für paar tage zum sohnemann nach ungarn. juhuuu, ich freu mich *rumtanz*

vermisse ihn schon sehr, seit er letzten september ausgezogen ist  – und dann noch in die ferne! ich bringe ein paar schöne fotos aus pécs mit. macht es gut und bis die tage *winke*

eure katerwolf

Aus dem Nest geflogen

mich könnt ihr heute in der pfeife rauchen. mein sohn ist gestern ausgezogen. nicht nur das, er ist für etwa 2 jahre zum studieren ins ausland, nach ungarn. ich werde ihn schätzungsweise 4-5 x im jahr sehen. mein kleiner großer, mein augenstern, einfach weg. seit 1 jahr wusste ich, dass es früher oder später soweit sein wird und angst davor gehabt. und jetzt ist es soweit. echt hart. ich freue mich natürlich für ihn wie wutz, dass er diese chance hat, das steht außer zweifel. aber ich fühle mich, als hätte mir jemand was abgeschnitten, was richtig GROSSES abgeschnitten. das leere zimmer ist nicht schön. gestern abend und heute morgen saß ich mit joschi trübselig darin herum und mich überkam so eine große traurigkeit *seufz*

das ist eine ganz blöde erfindung, dass kinder aus dem haus müssen 😦

wir hatten immer und haben bis jetzt eine tolle beziehung und ich weiß, dass wir immer in gutem kontakt bleiben werden, aber ich werde ihn schrecklich vermissen. diesen liebenswerten, fröhlichen, humorvollen, langen kerl. wo ist die zeit bloß hin? ich erinnere mich noch daran, wie er als 1 1/2 jähriger nur mit windel bekleidet und mit einem weidenkörbchen in der hand, in das er alle seine schnuller gelegt hatte, ausgebüchst war. in berlin, aus einem hinterhaus, durch 3 große, schwere holztüren hindurch, bis auf die straße. mir ist bis heute ein rätsel, wie er das geschafft hat. und jetzt ist er 19 und weg. herr hilf!

ich werde mich daran gewöhnen und es wird auch gehen und es wird dann auch nicht mehr so schlimm. ich weiß das. aber ich weiß im moment gar nicht, wie ich damit umgehen soll. SOVIEL reiten und joggen und arbeiten kann ich gar nicht 😉

wenn einem von euch was gutes dazu einfällt, her damit, vielleicht hilft es mir ja weiter 😦

Kopfsausen

ich glaube, das trifft meinen momentanen zustand am besten. dinge, die mir früher selbstverständlich von der hand gingen, verursachen mir jetzt kopfsausen. früher. es gibt jetzt immer ein früher und jetzt. früher ist die zeit vor meiner diagnose, also vor januar dieses jahres, und jetzt ist alles was danach kommt. und das jetzt ist im moment ganz schön verwirrend 🙄

bis zur reha war ich mehrheitlich damit beschäftigt, mich auf mein überleben zu konzentrieren und mein leben neu ins auge zu fassen. in der reha hatte ich dann ausschließlich zeit für mich. zeit, mich körperlich und psychisch auf die beine zu stellen. mit erfolg. und mich wieder auf ein leben in der „normalität“ vorzubereiten. und diese „normalität“ ist es, die mir im moment das kopfsausen verursacht. ich befinde mich derzeit in einer art übergangsphase. in der beruflichen wiedereingliederung und zwar in der 4. woche. und ich fühle mich wie ein motor, der stottert und stottert und nicht so richtig anspringen will. sehr seltsam. ich weiß, das braucht zeit. mein arzt hat mir am freitag bei der nachsorge gesagt, der übergang dauert in der regel etwa 6 monate, was mich einigermaßen beruhigt hat. wenn man dann aber im büro sitzt, ist das eine andere geschichte *pffft*.

mein sohn zieht nächste woche aus, er geht ins ausland studieren. das ist die nächste geschichte, die mich im moment aus dem konzept bringt. ich denke, jeder, der das gerade durchlebt oder mal durchlebt hat, weiß, wie schwer sowas ist. es ist ganz ganz schrecklich schwer. kopfsausen.

ich fühle mich augenblicklich auch in meiner ehe überfordert, wobei ich nicht einmal genau weiß, ob ich mir den druck selber mache oder ob mein mann nun wieder mehr einfordert als bislang. natürlich möchte auch er langsam wieder zur normalität zurück, auch wenn er weiß, dass das so erstmal nicht geht. so coacht er mich vermehrt indem er mir sagt, wie positiv bislang alles verlaufen ist und auch weiterhin verläuft und er gar nicht so recht nachvollziehen kann, warum ich mich so schwer tue im moment. ich kann wohl schwer erwarten, andauernd in watte gepackt zu werden, aber ein bisschen mehr möchte ich schon noch in watte gepackt bleiben. auch hier: kopfsausen.

 ich weiß, dass das auch nur eine phase ist. eine von vielen meines zurückfindens ins leben. ich habe schon oft gehört und gelesen, dass diese phase ganz typisch ist und als sehr schwierig empfunden wird. aber im moment ist alles ganz schön schwer, verwirrend und ich habe einfach nur kopfsausen. könnte laut schreiend in den wald laufen.