Rehageflüster: Es geht mir gut

soll ich euch was sagen? mir geht es gut. saugut. habe die letzten 2 tage meinen kreislauf in schwung gebracht und fühle mich heute gestärkt und ausgeglichen. ich profitiere sehr von der reha, und die aussicht, dass nun noch 3 ganze wochen vor mir legen, stimmt mich heiter und zuversichtlich. nach genau 1 woche hier, in der rehaklinik föhr, zeigt sich eine angenehm ausgewogene mischung aus körperlicher anforderung, entspannungsphasen, psychologischer arbeit und kreativen möglichkeiten.

gestern war mein persönliches reha-boot-camp angesagt und heute hatte ich vormittags muskelarbeit und nachmittags nur noch entspannung. bin im autogenen training irgendwo ganz tief in mich abgetaucht und fühlte mich, wie zurück aus der steinzeit, als ich die augen wieder aufschlug. ganz ungewohnt war das. ich war wohl einfach nur richtig und tief entspannt. ein gefühl, dass ich in den letzten langen, langen monaten nur selten hatte.

gleich im anschluss war ich in der kreativen ergotherapie. ja ja, ich weiß, was ihr denkt. ich kam mir auch ein wenig gestreift vor, als ich den raum betrat, zumal ich nicht sooooo der kreative bastel- und maltyp bin. erinnert ihr euch noch an meine tibet-terrier-oliven-schale, die ich letztes jahr in der reha auf sylt getöpfert habe?

ich saß grübelnd im werkraum rum, um mich herum kreatives gekruschtel, und schließlich kam mir die idee, einen schal zu bemalen, eine art glücksschal, den ich später immer dann anziehen könnte, wenn es mir mal nicht so gut geht. einen kraftschal. und während ich in diversen seidenmal-motiv-büchern herumblätterte, kam mit einemmal ein goldener elefant irgendwo hinten aus meinem kopf angaloppiert und stand mit hoch erhobenem rüssel, aufgestellten ohren, kriegerisch trötend, mitten in meinem gehirn. verrückt. ich war völlig perplex. ich schloss kurz die augen und sah ihn in einem wunderschönen, roten mandala. sachen gibts. vielleicht kam das durch das tiefe abtauchen im autogenen training unmittelbar davor.

das problem ist, dass ich noch nie in meinem leben einen elefanten gemalt habe und meine ersten malversuche heute mit dem stolzen krafttier aus meinem unterbewusstsein nur wenig zu tun hatten. er sah vielmehr ein bisschen so aus wie der elefant aus der „sendung mit der maus“. aber das wird. freue mich jetzt richtig drauf.

in diesem sinne schicke ich euch ein kräftiges, fröhliches *töröööhh*, eure kreativwolf