Sonntags-Glückswaage

ich blicke wahrlich auf eine monsterwoche zurück. viel zu viel arbeit. zusätzlich blockseminar an der uni. enantone-spritze. und mittendrin noch eine nachmittägliche renovierungsaktion im haus am see. die woche hatte sich echt gewaschen.

ABER, es gibt keine woche ohne positive geschehnisse, seien sie auch noch so klein 😉

dann wollen wir mal:

  • ich konnte beruflich 2 erfolge verbuchen.
  • ich war 2x joschis welpen knuddeln. (wow, wann hab ich DAS denn in dieser woche noch geschafft?)
  • habe gestern mein letztes blockseminar für dieses semester gehalten. feedback der studenten: „das war toll. wir könnten grad NOCH ein blockseminar dranhängen“. und das an einem samstag nachmittag, bei strahlendem frühsommerwetter draußen. ich glaub, die fanden mein seminar richtig gut.
  • ich habe mich gestern nach dem seminar aufgerafft, zum lauftraining zu gehen, da ich alleine seit wochen die kurve nicht krieg. war super. mit trainer unter anleitung zu laufen, ist richtig, richtig gut. der trainer war 70 jahre alt 😆
  • obwohl ich gestern abend todmüde war, habe ich mich noch mit einer sehr lieben freundin getroffen, die ich lange nicht mehr gesehen habe. wir waren essen, danach noch einen eisbecher schlecken und haben die gemeinsame zeit genossen.
  • ich habe heute, an meinem ersten freien tag für diese woche, einen wunderbaren tag mit freunden verbracht.
ich wünsche euch einen  guten start in eine wunderschöne woche, eure katerwolf

Der innere Schweinehund

den habe ich heute in den hintern getreten und ihn an die luft gesetzt. den ungewaschenen, müffelnden, faulen gesellen 😆 ganz schön dumm aus der wäsche hat er geschaut. recht so, mein knecht!

ich habe heute die katerwolfsche laufsaison eingeläutet.

nachdem mir mein arzt im vergangenen jahr als begleitende maßnahme meiner brustkrebstherapie geraten hat, mit dem laufen anzufangen, war ich zunächst geschockt. ich.hasse.joggen. habs dann aber zügig eingesehen und anfang mai begonnen. zu meiner überraschung kam ich deutlich schneller voran, als ich dachte und war innerhalb von etwa 4 wochen soweit, dass ich 5-6 kilometer durchlaufen konnte, ohne das gefühl zu haben, unterwegs zu verenden. hinzu kam eine etwas zermürbende phase, meinen hund joschi zum laufbegleithund zu erziehen. ich habe dazu das eine oder andere geschrieben, und wer mag findet diese geschichten in meinem archiv. ich bin viel gelaufen letztes jahr, 3-4 x die woche immer 40-60 minuten, mit wachsender begeisterung. denn ich spürte sehr deutlich, wie enorm gut mir das tat. physisch und psychisch.

irgendwann im november wurde es mir draußen zu ungemütlich und ich tauschte laufen gegen schwimmen und pflügte 2-3 x die woche 1000 m durch das sportbecken. irgendwann im februar hörte ich dann auf, weil ich mit dem laufen beginnen wollte. irgendwann im märz merkte ich, dass ich weder schwamm noch lief 😉 okay, ich bin die ganze zeit über 2-3 x die woche geritten, reiten ist eine feine sache, aber ausdauer und kondition baut man damit nicht unbedingt auf. und das soll ich ja nun mal tun: ausdauersport.

es ist erstaunlich, wie viele ausreden man so findet, wenn man etwas nicht machen will. ich habe im märz ganz schön viele gefunden. heute mittag habe ich dann beschlossen, dass es jetzt reicht. ich kann sowas. so habe ich 2011 auch mit dem rauchen aufgehört. wenn mir etwas wirklich wichtig und notwendig erscheint, kann ich eine bemerkenswerte disziplin entwickeln. zunächst habe ich ernsthaft erwogen, heute abend mit der laufgemeinschaft zu starten, die sich bei mir um die ecke trifft. ein blick ins internet ließ mir jedoch die haare zu berge stehen. ich glaube, da handelt es sich um eine art private terroreinheit, denn die laufen 8-12 km in 6 min/km. das macht *grübel* 46 minuten auf 8 km. urgh, so viel brauche ich für 5 km. nö, nö, lass mal. hab so schon stress genug im moment. vielleicht in 1 monat oder so. mal sehen. laufen kann man auch wunderbar alleine. gleich nach der arbeit bin ich in meine laufklamotten gestiegen, habe mir meinen ipod mit laufmusik auf die ohren geklemmt, joschi an die laufleine geschnallt und ab ging der katerwolf.

joschi ging ab wie die post, er hat es offenbar auch vermisst und hoppelte wie ein hase neben mir her, in seinem luftigen sommer-outfit 😉

ich muss sagen, das hat total gut getan. bin sogar mit einem breiten grinsen im gesicht durch den wald gelaufen, so gut getan hat es. bin auch total angetan, dass ich zwar nicht mehr so fit bin, wie im vergangenen herbst, aber doch noch fit genug. ich denke, ich werde schnell wieder bei meiner vorjahreskondition angekommen sein.

 

Joggen mit Hund: Fortschritte von Katerwolf und Joschi

ich habe schon eine weile nichts mehr über mein lauftraining geschrieben, was aber nicht heißen soll, dass ich nicht mehr laufe. vielmehr mache ich richtig gute fortschritte. seit mir meine ärzte geraten haben, mindestens 3x die woche mindestens 40 minuten zu laufen, mache ich das auch, ohne wenn und aber. ich habe nun schon mehrfach von der positiven wirkung von ausdauersport auf den verlauf von brustkrebserkrankungen gehört. man weiß zwar noch nicht genau warum das so ist aber man weiß, dass es so ist. diese aussage habe ich bereits mehrfach gelesen, in der reha und von meinem gynäkologischen onkologen gehört. so soll es sogar eine postive auswirkung auf rezidive (rückfallerkrankung) geben. na, dann wollen wir doch mal, oder?

in den letzten 2 wochen bin ich dazu übergegangen, mich alle 2x etwas mehr zu fordern um die lauferei abwechselnd zu gestalten. so nehme ich immer mal ne längere steigung hinzu, lege gegen ende einen sprint ein oder laufe einfach mal länger. gestern habe ich meine bisherige bestleistung abelegt. nicht nur ich. joschi auch. joschi und ich mussten uns ja bekanntlich erst lauftechnisch zusammenraufen. mittlerweile haben wir aber einen guten kompromiss gefunden und es klappt immer besser. ich habe eine spezielle, elastische hundeleine, die an einem bauchgurt befestigt ist und am ende der leine befindet sich joschi. der das ganze als eine art abenteuer betrachtet. unser kompromiss besteht darin, dass ich zunächst gehe, bis er seine diversen geschäfte erledigt hat (was ziemlich schnell geht) und dann erst loslaufe. wenn es ihn unterwegs allzusehr drückt, bleibe ich stehen und lasse ihn machen, was auch immer er muss. er passt sich jedoch immer besser an und trabt munter mit nur sehr wenigen unterbrechungen mit. in der regel: im 1. drittel vorneweg, im 2. drittel seitlich und im letzten drittel hinterher, mit leichter spannung in der leine 😉

gestern sind wir eine echte mammutrunde gelaufen. ich war selbst völlig beeindruckt von uns. die strecke war ordentlich und die zeit von 50 minuten sagte mir, dass wir wohl ganz schön flott unterwegs waren. immer wenn ich mich im letzten drittel nach joschi umdrehte, musste ich grinsen, da joschi ein wenig mitgenommen aussah. er lief aber brav mit. am ende der strecke angekommen, ließ ich ihn von der leine, damit er noch ein bisschen in ruhe schnuppern konnte. er wollte aber nicht schnuppern, war zu müde. während ich mich an einem mächtigen baumstumpf dehnte, kam er angetrottet und schielte auf den baumstamm hoch. da krabbelte eine fette nackschnecke herum. und eh ich mich versah, sprang er mit einem satz hoch, schnappte sich die nacktschnecke, vertilgte sie hastig und legte sich gemütlich zu einem schläfchen hin. auf dem baumstumpf. aber wir haben es geschafft und heute nacht haben wir beide sehr gut und tief geschlafen.