Screening

Letzte Woche einen offiziellen Brief erhalten, dass ich nun, da ich fünfzig bin, an einem kostenlosen screening meiner Brüste teilnehmen darf. Mit Termin. Nachdenklich hielt ich den Brief in meiner Hand. Dann rief ich an.

„Guten Tag, ich habe diese Einladung vom Screening von Ihnen erhalten. Mit Termin.“

„Ah ja, das ist doch schön. Wann können Sie denn kommen?“

„Also, ich, ähm, also mein Termin war schon. 2010.“

„?“

„Also, naja, ich hab schon. Also, ich bin schon. Ich meine, ich bin bereits eine Nachsorgepatientin.“

„Verstehe.“ *Stille* „Also, ich streiche Sie dann von unserer Liste. Alles Gute und einen schönen Tag noch.“

„Ja, danke, Ihnen auch.“

Tja, so Sachen passieren dann. Man sitz dann da und wird ziemlich nachdenklich.

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Nachsorge: Tutto bene!

*pluuuumps*

so hört sich der stein an, der mir nach jeder nachsorge vom herzen fällt. gestern war es wieder soweit. ich kann mir vorher 1000 mal sagen, dass alles gut ist, dennoch geht mir vor jeder nachsorge die klammer. die fantasie kann in solch einem fall ins unermessliche steigen. aber: auch diesmal ist alles gut. alles prima. alle werte gut. kein grund zur beunruhigung. und der arzt sieht auch absolut keinen grund, warum sich das ändern sollte.

puh.

wir nahmen gestern, wie schon so oft, meine schlafprobleme ins visier. er meinte, dass gehe so nicht weiter. die nichtschlaferei würde mich zu sehr aus dem tritt bringen. ihr, die auch betroffen seid, wisst sehr wohl, dass sich das medikament tamoxifen mit kaum etwas verträgt, das einen schlafen lässt. ein paar schlupflöcher gibt es aber. diejenigen, die ich bislang ausprobiert habe, haben leider nicht gefruchtet. wir nehmen nun einen neuen anlauf mit einem leichten antidepressiva, das ich vor dem schlafengehen einnehme und das mir beim schlafen helfen soll. und tatsächlich habe ich heute nacht geschlafen.

leute!

ich habe von 11 bis 6 durchgeschlafen. und hatte einen bizarren traum: ich träumte, dass ich mit dem fahrstuhl hinab fahre. der fahrstuhl blieb stecken. völlig entspannt drückte ich auf erdgeschoss und der fahrstuhl fuhr mühelos weiter. sehr schön. heute morgen wachte ich auf und fühlte mich wie im himmel. außerdem bin ich den ganzen tag auffällig entspannt und happy. ob das jetzt vom schlafen oder von den pillen kommt, weiß ich nicht. egal. hauptsache gepennt und gut drauf 😉

war heute im büro, in dem nach wie vor stress pur ist, sehr chiilig unterwegs, kurz vor love and peace. im anschluss fuhr ich zum pferdchen, dessen box ich nach gestern verabreichter wurmkur sanieren musste. 10 schubkarren mist raus, 3 große fuhren frisches stroh rein. ich freute mich sogar über den misthaufen 😉

und jetzt geh ich mit meiner freundin in den neuen shah rukh khan bollywoodstreifen don 2yes, was für ein wunderbarer tag. macht es gut und startet gut gelaunt ins wochenende 😆

Nachsorge: Und wenn ein Lied meine Lippen verlässt…

…dann ist es heute ein heiteres, stilles lied voller glück.

heute war meine brustkrebsnachsorge. die, moment mal *zähl* achte. im januar vor 2 jahren wurde ich mit der diagnose brustkrebs konfrontiert und begann mit meiner therapie: brusterhaltende operation und im anschluss antihormontherapie und zometa als zusatztherapie. ich nehme täglich eine tablette tamoxifen ein, alle drei monate bekomme ich eine enantone-spritze und alle 6 monate eine infusion mit bisphosphonaten, zometa. ich habe 1 jahr lang mistelspritzen bekommen und habe insgesdamt 2 akupunkturbehandlungen und weiterführende TCM-behandlungen (traditionelle chinesische medizin) gemacht.

ich gehe seitdem alle drei monate zur nachsorge. es wird ultraschall der brust, der gebärmutter und der leber gemacht. blut überprüft. ein abstrich gemacht. und alle 6 monate kommt eine mammographie hinzu. außerdem gehe ich alle 4 wochen zu einem psychoonkolgen, mit dem ich über meine verborgenen ängste sprechen kann, wofür ich sehr dankbar bin. ich habe bislang insgesamt 2 rehas in anspruch genommen und werde versuchen, dieses jahr meine dritte und letzte reha genehmigt zu bekommen.

im vergangenen jahr spürte ich, dass es mir anfing, immer besser zu gehen, kraft zurückkam, die fähigkeit, wieder in die zukunft planen zu können und ein stück weit mehr belastbarkeit. lebenswille und lebensfreude waren nie mein problem, die meldeten sich schon 1 woche nach der operation zurück. problematisch war die angst, die mal mehr, mal weniger stark mein denken und handeln beeinflusste. wie eine innere uhr, die tickt. im verborgenen. mal leise, mal laut. ich habe das aber akzeptiert, denn wie, bitte schön, soll man keine angst haben, wenn man an krebs erkrankt. im vergangenen sommer, während meiner 2. reha auf föhr, habe ich ein großes stück angst losgelassen. ich merke das an einer erstmals einsetzenden entspannung und gelöstheit in mir. zum jahreswechsel spürte ich das ganz deutlich, ein schönes gefühl!

und heute war meine nachsorge. mein arzt ist ein toller typ. wenn ich ihn nicht gehabt hätte und hätte 🙂 er eröffnete mir, dass nun 2 teile meiner therapie bereits zu ende gehen. dass ich vor 2 wochen meine letzte enanatonespritze bekommen habe und im märz ist meine letzte zometainfusion. bleibt nur noch das tamoxifen. ich bin zuerst total erschrocken und sagte ihm, ob das einfach so geht und ob ich dann nicht deutlich schutzloser wäre. aber dem ist nicht so, beteuerte er mir, ich wäre damit einfach durch. und ich solle nun aufhören, mir sorgen zu machen, meine prognose sei ausgezeichnet und ich soll in die zukunft schauen.

erst als ich im auto saß und nach hause fuhr, fing ich an zu begreifen. habt ihr den stein von meinem herzen plumpsen gehört, bis zu euch? ich dachte, man müsse den plumps bis nach australien gehört haben. und während sich in mir ein stilles, strahlendes glück ausbreitete, wurde mir bewusst, dass ich in dem moment das erste mal ernsthaft daran glaubte, den krebs zu besiegen. vielleicht sogar schon besiegt habe *verwegen guck*.

es geht voran. heute ist einer der schönsten tage meines lebens.

Schon Donnerstag?

sind die letzten tage schnell vergangen! manchmal fragt man sich wirklich, wo die zeit bleibt. bei mir ist gar nichts aufregendes passiert. und ich mag das. das ist neu. war früher anders. aber das liegt wohl auch daran, dass ich von aufregungen erstmal genug hab! kein wunder! insofern blicke ich bislang auf eine unaufgeregte woche zurück. gestern war ich in der onkologischen ambulanz zum blutzapfen, da ich nächsten mittwoch nachsorge habe. hört sich vielleicht komisch an, aber ich gehe da immer ganz gerne hin. die ambulanz, die an die praxis meines behandelnden onkologischen gynäkologen angegliedert ist, war zu anfang meiner therapie, vor 2 jahren, meine zufluchtstätte. eine warme höhle mitten im winter. wann immer ich hinkam, empfing mich eine warme, herzliche, mitfühlende atmosphäre und gleichgesinnte. man musste keinem erklären, wie es einem ging. das sah man. wusste man. eifrig wurde das große thema „nebenwirkungen“ durchgeplappert und es wurde viel gelacht. so ist das auch heute noch. die tatsache, dass ich mittlerweile nur noch alle 3 monate zur therapie hingehe, immer dann, wenn ich meine enantone-spritze bekomme, hat was beruhigendes. ich weiß, dass ich mich immer weiter aus der gefahrenzone entferne. als ich gestern da war, drehte sich alles um das allseits bekannte thema schlaflosigkeit. es hilft zwar nicht, tut aber doch immer wieder mal gut zu hören, dass es allen in der therapie befindlichen so zu gehen scheint. keiner schläft, alles wacht 😉

nächsten mittwoch also wieder nachsorge. und, wie immer, bisschen fracksausen. es könnte ja sein, dass irgendetwas nicht in ordnung ist. nach jedem nachsorgetermin macht es tief innen immer laut und deutlich *pfffft*. jetzt wünsch ich euch allen erstmal einen schönen donnerstag, bis bald, eure unaufgeregte katerwolf

Thank God it´s Friday!

was für eine woche.

ich habe in dieser woche so viel gearbeitet, wie seit meinem wiedereinstieg im september nicht mehr. ich stecke beruflich mitten in einer umfangreichen projektphase mit konzeptarbeit, projektmanagement und wichtigen terminen am fließband. vom alltagsgeschäft ganz zu schweigen. am montag ist meine assistentin krankheitsbedingt für eine längere zeit ausgefallen. zuerst dachte ich, mich trifft der schlag. ich bin im september vergangenen jahres nach einer langen und schwierigen krankheitsphase und 7-monatiger abwesenheit am arbeitsplatz per wiedereingliederung eingestiegen. so richtig los ging es erst im dezember. seit januar habe ich auf 3/4 reduziert. letzte woche haben wir noch darüber gesprochen, wie viel arbeit jetzt auf uns zukommt und wie wir uns organisieren können. am montag kam die hiobsbotschaft meiner assistentin. nachdem ich eine weile hyperventilierend in meinem büro saß und mir krampfhaft überlegte, wie das jetzt alles zu schaffen ist, stellte sich in mir mit einemmal ein schalter um und es machte klick. auf einmal wusste ich, was zu tun ist. wie ich was delegieren kann. was priorität hat. wie die perlen einer kette reihten sich alle projekte vor meinem inneren auge auf und ich wusste, wo ich anfangen muss. und so ging diese woche rum wie im flug. ich arbeitete völlig konzentriert ein projekt nach dem anderen ab. zack. zack. zack. die ideen sprudelten nur so. ich habe diese woche tatsächlich alles bewältigen können, was am montag noch wie der mount everest vor mir stand.

und das erstaunliche ist: ich habe die arbeit tatsächlich in meiner reduzierten arbeitszeit geschafft. bin konsequent zwischen 14 und 15 uhr aus dem büro raus und habe mich meiner gesundheit gewidmet. ich war schwimmen und reiten und gestern habe ich einen sehr langen, sonnigen spaziergang mit joschi gemacht. (einen ereignisreichen spaziergang 😉 aber dazu ein anderes mal mehr).

ich hatte diese woche außerdem meine 4. und 1-jährige nachsorgeuntersuchung. nächste woche steht noch die mammographie und röntgen der lunge an, aber bei der untersuchung war erstmal alles tiptop. aber auch dazu ein anderes mal mehr.

jetzt ist es freitag abend und ich schaue sehr zufrieden auf meine woche zurück. ich habe alles geschafft, was zu erledigen war. und ich habe es zu meiner zufriedenheit geschafft. ich habe darüber hinaus zeit gefunden, mich mir selbst zu widmen. das habe ich mir letztes jahr hoch und heilig versprochen.

und es ist ein kleines wunder geschehen, das mich derzeit nicht schlafen lässt, da ich vor einer großen entscheidung stehe. aber auch dazu ein anderes mal mehr.

ich glaube, ich bin gerade ganz schön glücklich. nach einem unglaublich schweren jahr fühle ich mich jetzt so befreit. als wären ganz viele blockaden und hemmsteine weg.  seltsam ist das. aber schön. schönes gefühl, zu spüren, dass man wieder da ist. ich habe das gefühl, das schicksal meint es grad gut mit mir. hey, es hat auch was gut zu machen, oder?

Brustkrebs: 3. Nachsorge

gestern war meine 3. nachsorge. die 3. bedeutet, dass seit meiner operation nun schon 9 monate vergangen sind. wahnsinn, wie die zeit vergeht.

eins vorneweg: mein arzt war sehr zufrieden und meinte, er gehe davon aus, dass bei meinem befund der krebs nicht mehr zurückkommen wird. dennoch sei weiterhin eine engmaschige nachsorge sehr wichtig und ich solle weiterhin so fleißig sport treiben und mein immunsystem stärken. da musste ich dann doch auch gestehen, dass ich die letzten 2 wochen wetterbedingt nicht die allerfleißigste joggerin war und bekam zu hören:

„mütze und handschuhe an und raus gehts zum laufen!“

jawoll, mach ich, brauch ja ab und an mal einen tritt in den hintern diesbezüglich. ich denke, es ist eine große versuchung und gefahr, dass man, wenn man beschwerdefrei ist, nachlässig wird. das gilt es zu vermeiden!!!!!!

was passiert bei einer 3. nachsorge eigentlich? (jetzt kommt die sendung mit der maus 😉 )

es gibt ein ausführliches gespräch zum allgemeinbefinden und es wird besprochen, welche rezepte nötig sind etc. ich schreibe mir immer ein paar tage vorher schon eine liste mit fragen, die mir auf dem herzen liegen. wenn man vor dem arzt sitzt, vergisst man vor lauter aufregung gerne die hälfte. diesmal wollte ich wissen, ob es möglich ist, dass ich meine monatliche zoladexspritze reisebedingt einmalig schon in 3 wochen bekomme. wenn wir bis nach der südafrikareise warten, wäre eine zeit zu überbrücken, in der ich eventuell nicht ausreichend geschützt wäre. das geht und ich bekomme die spritze 3 tage vor der abreise. am tag der abreise gibt es noch eine thrombosespritze, da sich durch die einnahme von tamoxifen unter bestimmten umständen die thrombosegefahr erhöht. dazu gehören langstreckenflüge.

beunruhigt war ich auch, weil sich meine augen dieses jahr so verschlechtert haben. kann das mit tamoxifen zusammenhängen? tamoxifen kann schädigungen der netzhaut bewirken und aus diesem grunde gehe ich alle 3 monate zur augenkontrolle. da meine netzthaut dieses jahr bei allen untersuchungen in ordnung war, kann die schlechte sehkraft nicht daher kommen. ist wohl altersbedingt.

manchmal höre ich die flöhe husten und dann surfe ich in brustkrebsforen herum und stoße auf besorgniserregende dinge. wenn man in foren herumsurft, stößt man fast unweigerlich fast immer auf besorgniserregende dinge. ich mache das zwar sehr selten, aber ab und an muss ich mir das geben. so habe ich das letzte mal herausgefunden, dass viele brustkrebspatientinnen nach etwa 7 jahren, also 2 jahre nach beendigung der 5-jährigen antihormontherapie, einen rückfall erleiden. das habe ich seitdem das eine oder andere mal in meinem kopf herumgewälzt und habe meinen arzt darauf angesprochen. er erläuterte mir, ich solle ruhig bleiben. die höchste rückfallquote sei innerhalb der ersten 2 jahre. dann nimmt das ab. nach weiteren 3 jahren nimmt es noch weiter ab. und bei solchen fällen wie mir sei es sehr, sehr unwahrscheinlich, dass noch etwas nachkommt. ich sei angepasst an meinen befund therapiemäßig optimal abgedeckt und verhalte mich vorbildlich, also soll ich mir einfach mal keine sorge machen. ich habe ihn gebeten, mir diesen satz noch 2x zu sagen. einfach, weil es sich so gut anhört 😉

die untersuchung umfasste: ultraschall der brust und leber sowie der gebärmutter. abtasten der brust und achselhöhlen. blutentnahme, urintest, 1x wiegen und messen.

das nächste mal ist dann wieder mammografie der brust dran (das wird alles 6 monate gemacht) und röntgen der lunge (das wird in meinem fall 1x im jahr durchgeführt). so und jetzt kann ich erstmal in 2 wochen beruhigt in urlaub fahren 😆

1. brustkrebs-nachsorge

ich hatte heute meine erste brustkrebs-nachsorge. wollte euch davon berichten, da ich denke, dass es für betroffene informativ ist. und vielleicht auch für nichtbetroffene, die sich darüber informieren wollen, was eine nachsorge so beinhaltet. vorsorge kennt ja jede von euch. sollte zumindest 😉

grundsätzlich wird bei einer nachsorge kontrolliert, ob der heilungsprozess nach einer brustkrebserkrankung und meistens auch damit verbundenen operation gut verläuft. d.h. vor allem, ob kein neuer tumor oder metastasen entstanden sind. denn das ist ja die größte sorge: dass etwas nachkommt. die nachsorge wird zum ersten mal 3 monate nach der op durchgeführt und dann zunächst alle 3 monate. später wird sie auf 6 monate gestreckt. insgesamt dauert diese intensive zeit der kontrolle 5 jahre. diese zeitspanne von 5 jahren wird als die kritische zeit angesehen, d.h die zeit mit dem größten rückfallrisiko.

was wird untersucht? 1. das blut. hier werden vor allem die leberwerte, tumormarker und ein paar dinge mehr untersucht. 2. die brust. sie wird gründlich mit dem ultraschall untersucht und abgetastet. die operierte brust darf erst 6 monate nach der op geschallt werden. 3. die leber. wird auch mit dem ultraschall auf metastasen untersucht. 4. die gebärmutter und die eierstöcke. per ultraschall und tastbefund. die einnahme des antihormons tamoxifen kann sich auf die gebärmutter auswirken. es kann u.a. zu einer verdickung der schleimhaut kommen. alle 6 monate gibt es eine mammographie der brust. einmal im jahr wird die lunge geröntgt. zumindest in meinem fall ist das so. ich werde als brustkrebs-patientin mit einer guten prognose (98 % überlebensrate auf 10 jahre) und einem mittleren rückfallrisiko eingestuft. es gibt aber schwerere fälle mit einer niedrigeren prognose und hohem rückfallrisiko. hier wird die nachsorge engmaschiger (z. bsp. kernspin, knochenszintigramm) durchgeführt. entsprechend verhält es sich bei leichteren fällen mit einem niedrigen rückfallrisiko.

über das leben mit einer prognose werde ich in den nächsten tagen auch mal was schreiben. wie lebt es sich eigentlich mit einer prozentualen überlebensrate?

zurück zu meinem termin heute. ich war mächtig aufgeregt. habe es daran gemerkt, dass ich auf dem weg zur praxis das gefühl hatte, dass alle autos vor mir mit maximal 10 km/h unterwegs waren. es war auch mein 1. richtiger termin bei meinem neuen gynäkologen. er ist derjenige, der im januar die stanzbiopsie bei mir durchgeführt hat und mir als sehr sympatisch und kompetent im kopf geblieben ist. als gynäkologe mit dem schwerpunkt onkologie, also ein gynäkologischer onkologe, ist er auch genau der richtige arzt für die nachsorge. ich sehe es als glück. denn die nachsorge wird nun in einer (kompetenten) hand bleiben. ich muss nicht zusätzlich noch zum onkologen und hausarzt gehen. deswegen habe ich mich entschlossen zu dr. guterarzt zu wechseln.

dr. guterarzt war genauso nett wie ich ihn in erinnerung hatte. und er hatte zeit für mich und meine fragen, die ich auf einer langen liste dabei hatte 😉 viele meiner fragen blieben nach meinem arztgespräch in der klinik unbeantwortet. ich wollte natürlich vor allem wissen, ob ich therapiemäßig optimal abgedeckt bin oder ob ich noch was draufpacken kann. in der klinik wurde mir folgende therapie vorgeschlagen: 36 bestrahlungseinheiten und die 5-jährige einnahme von tamoxifen. dr. guterarzt hatte mir noch dringend empfohlen, eine therapie mit bisphosphonaten dazuzunehmen. d.h. 3 jahre lang im abstand von 6 monaten eine infusion mit dem wirkstoff (zometa). eine studie hatte sehr gute ergebnisse für die gruppe „brustkrebs-patientinnen vor den wechseljahren“ erzielt. wer sich näher über diese studie informieren möchte, hier ist der link zur studie: http://www.abcsg.at/abcsg/studie12/

die klinik war damit einverstanden und ich habe bereits 4 wochen nach der op die erste infusion bekommen.

heute schlug der gynäkologe mir vor, die therapie um die einnahme von zoladex zu erweitern. das hatte ich auch im sinn und war damit einverstanden. eine therapie von zoladex in kombination mit tamoxifen macht vor allem bei frauen vor den wechseljahren sinn. auch hierzu gibt es eine studie und hier ist ein link dazu: http://www.prnewswire.co.uk/cgi/news/release?id=108442

außerdem werde ich einen bluttest machen um zu prüfen, ob das tamoxifen bei mir dir richtige wirkung entfaltet. der bluttest heißt CYP2D6.

mich hat auch interessiert, ob die misteltherapie für mich in frage kommt. grundsätzlich stuft mein gynäkologe die misteltherapie als wirksame methode zur besserung des allgemeinbefindens von brustkrebs-patientinnen ein. in erster linie jedoch zur linderung von nebenwirkungen und begleiterscheinungen der therapie und erkrankung und weniger zur prävention eines rückfalls. wir haben beschlossen, dass ich erstmal abwarte, wie es mir nach der bestrahlung und einer  erholungsphase sowie der für juni geplanten reha geht.

die untersuchung selbst hat nichts auffälliges ergeben. puhh. habe ich aber auch nicht mit gerechnet, so kurz nach der op. jetzt rufe ich nächste woche noch wegen der ergebnisse der blutwerte an und ansonsten bin ich dann in 3 monaten wieder fällig.

ach ja, dr. guterarzt und ich haben uns darauf geeinigt, dass der krebs bei mir nicht zurückkommt. damit das mal klar ist, du krebs.