Auspark-Desaster

habe heute einen dummbaddel-tag. konnte heute nacht nicht richtig schlafen und habe mitten in der nacht angefangen in meinem krimi zu lesen. danach konnte ich nicht schlafen, weil ich mich gegruselt habe. seit ich aufgestanden bin, fällt mir alles aus der hand, als hätten meine hände löcher: schlüssel, geldstücke, brille, möhren, messer, alles, was ich anfasse bekommt flügel.

mein bisheriges heutiges highlight war allerdings meine park-perfomance auf dem REWE-supermarkt um 10 uhr morgens. ich musste heute mit dem wagen meines mannes zum arzttermin fahren. ich fahre gut auto, ehrlich, seit meinem führerschein unfallfrei. von dem einen oder anderen, kleinen auffahrunfall abgesehen. mein auto ist klein und wendig und ich kann überall perfekt einparken. das auto von meinem mann ist ein langes, breites schlachtschiff. wenn ich damit fahre, was ich in der stadt extrem ungern mache, habe ich immer muffe, irgendwo gegenzudallern. parken ist auch ganz schlecht. als ich das letzte mal mit dem wagen zum arzt gefahren bin, hat mich jemand hinten zugeparkt. nicht richtig, aber er stand da halt hinter mir, ganz legitim eigentlich, sobald ich aber auch nur 1 m zurücksetzte machte der ganze wagen biep biep biep und ich fuhr wieder zurück in die parklücke. da mir das ganze extrem peinlich war, wartete ich, bis der wagen hinter mir wegfuhr.

heute war ich aber ganz schlau :mrgreen: und habe den wagen nicht auf den praxis-parkplatz für zwerge gestellt, sondern auf den parkplatz vor dem REWE-markt nebenan. es gab dort viele, riesige, freie parkplätze. ein parkplatz-paradies sozusagen. als ich nach meinem termin zum wagen ging, standen, ich fasse es nicht, zu beiden seiten ganz eng zwei lieferwagen. auf dem einen stand die aufschrift: die linke. na super! das würde ein späßchen werden, dachte ich. ich also rein ins auto, stück zurückgestoßen, dann allerdings musste ich zügig einschlagen, um nicht hinten gegen den bordstein zu fahren. wie bitte soll das gehen, wenn der wagen ohne unterbrechung ohrenbetäubend

biep biep biep biiiieeeeepppp

macht und dir so suggeriert, dass du an allen seiten gleich irgendwo gegendallerst. nach 5 minuten war ich nassgeschwitzt und aggressiv (kommt vom zoladex, nur damit das klar ist). irgendwann platzte mir der kragen, ich sprang aus dem wagen raus und ließ eine völlig unsachliche hasstirade über die partei die linke vom stapel. so mit allem drum und dran. wenn ich einen hut rumgegeben hätte, er wäre voll gewesen. natürlich kam dann auch der besitzer des wagens, warf eine todesverachtenden blick auf mein bonzen-auto und fuhr davon. ich auch, unter den erstaunten augen meines publikums.

joschi und ein happy-end

wer meinen gestrigen beitrag gelesen hat, weiß um joschis panik vor stubenfliegen. heute hatte joschi einen pechtag mit happy-end. da es heute ausnahmsweise mal nicht regnete, wollten wir beide eine schöne, große runde durch den wald drehen. wir waren kaum im wald drin, als joschi einen zusammenstoß mit einer hummel hatte. sie verfing sich in seinem fell und verhedderte sich dort brummend immer tiefer. warum, lieber gott, sucht sich diese hummel von allen hunden, die im wald unterwegs sind, ausgerechnet den größten schisshasen aus? jedenfalls entwickelte sich aus dieser situation im bruchteil von sekunden ein riesendrama: ein panischer hund, der sich auf dem boden wälzt und wild in sein fell beißt, eine verzweifelte hummel, die um ihr leben brummt und spaziergänger, die überlegen, ob sie den ADAC-rettungshubschrauber rufen sollen. da joschi wild um sich biss, konnte ich ihm auch nicht weiter helfen. irgendwann schaffte er es, sie ins maul zu bekommen und weit von sich zu spucken. die hummel hat das tatsächlich überlebt und suchte in schlangenlinien schnell das weite. einen stich hat joschi offenbar nicht abbekommen, weil er nicht gejault hat. ich weiß das, weil er mal von einer wespe gestochen wurde und von daher weiß ich, wie er dann jault. er stand jedoch kurz vor einem nervenzusammenbruch und wollte sofort an die leine. gut. nachdem ich ihn ausgiebig getröstet hatte, ging ich mit dem angeleinten, an meinen beinen klebenden hund weiter, der sich fortan alle paar meter paranoid umdrehte und nach hinten starrte. nach einer weile beruhigte sich joschi wieder, wollte aber nicht von der leine.

in unserem wald gibt es einen wunderschönen, kleinen wildpark, den ich, tierlieb, wie ich nun mal bin, sehr liebe. seit einigen wochen gibt es dort einen neuen luchs, den ich bislang aber noch nicht zu gesicht bekommen habe, da luchse sehr scheue tiere sind. der neue luchs zumindest verschanzt sich in seiner wohntonne und zeigt nur ab und an 1 stück pfote. mehr habe ich von ihm bislang noch nicht gesehen. vielleicht hatte ich ja heute glück! so ging ich mit meinem selten braven, angeleinten hund zum luchs-gehege. blick ins gehege: kein luchs. ich stellte mich dicht an den doppelten maschenzaun und linste nach allen richtungen hindurch: kein luchs. joschi steckte seinen kopf, von neugier getrieben, ebenfalls ganz dicht an den zaun. joschi ist, wie schon gesagt, kein jagdhund und reagiert nicht sonderlich auf gerüche anderer tiere (außer heißer hündinnen). dass wir beide den luchs nicht sahen bedeutete also nicht, dass der luchs nicht da war. er war da. still wie ein bettpisser saß er direkt hinter dem zaun und wartete auf so 2 blödis wie uns. ZACK sprang er mit einem satz fauchend gegen den zaun, genau dorthin, wo joschi stand. ich habe mein lebtag noch nicht so ein entsetztes tiergesicht gesehen wie das von joschi. wie von der tarantel gestochen hechtete er mit einem riesigen sprung mehrere meter weg und blieb flach auf den boden gepresst hechelnd liegen. ein glück war er angeleint, er wäre sonst über alle berge gewesen. das war dann doch zuviel für joschi. hummel und luchs, einer hinterhältiger als der andere. joschi wollte sofort nach hause.

und nun das happy-end, tataaa: auf dem nachhause weg fuhr meine freundin ella an uns vorbei. ella und joschi lieben sich sehr. ella war auf dem weg zu uns, weil sie joschi ein geschenk vorbeibringen wollte: „wenn ich euch grad hier treffe, gebe ich es joschi gleich, ich bin sehr in eile„, sprachs, griff ins auto und tauchte mit einem großen, quietschenden plastikhuhn auf. joschi liebt quietschende spielzeuge. völlig glücklich schnappte er sich das huhn und trug es mit beseeltem gesichtsausdruck mehrere 100 meter bis nach hause. dieses bild vor mir: ein glücklich trabender hund, aus dessen maul links ein roter hühnerkopf und rechts 2 hühnerbeine rausschauten. ein bild für die götter.