Ahoi!

ahoi, ihr matrosen, ich bin wieder zurück aus ungarn. war richtig schön, viel sonne, blauer himmel, bummelmodus. pécs, die stadt, in der mein sohn seit 2 jahren studiert, verströmt eindeutig mediterranes flair. architektonisch und vom lebensgefühl her fühlt man sich wie irgendwo auf halbem weg zwischen türkei, kroatien, ungarn. abends wird flaniert, was das zeug hält, hauptstraße rauf, hauptstraße runter, schön fein gemacht, mit fifi an der leine. sehr schön anzusehen, vor allem, wenn man in einem der zahlreichen straßencafés sitzt, ein schönes glas wein vor sich.

ich war bereits das dritte mal dort. diesmal gemeinsam mit meinen eltern, was besonders schön war. mein vater ist gebürtiger ungar, was unseren aufenthalt ungemein erleichterte. warum? ganz einfach, weil wir jemanden dabei hatten, der diese, meiner ansicht nach unlernbare, gänzlich unverständliche sprache versteht. wir haben ein paar sehr schöne ausflüge gemacht, einen ins sonnige, verträumte weinbaugebiet villány und einen in das kleine städtchen kaposvar. wenn man von pécs aus über land nach villány fährt, fühlt man sich alsbald wie in einem märchenbuch. kleine, gepflegte häuschen, umgeben von kleinen, gepflegten gärtchen, darin 1 schäfchen, 1 ziegelein, 1 eselchen, 1 hündchen, ein paar hühnerlein und ein altes ömchen in bunt geblümtem rock, mit geblümtem kopftuch. sehr idyllisch, das ganze.

auf dem land gibt es sogenannte csárdas, landgasthäuser, die regionalen wein und traditionelle, ungarische küche anbieten. beides haben wir reichlich genossen. während mein sohn und freundin eine gigantische grillplatte für 2 personen in sich verschwinden ließen, verwöhnten meine eltern sich mit panseneintopf (ist leckerer als es sich anhört) und hühnchen-paprika-gulasch, und ich verdrückte eine beeindruckende portion spanferkel mit safran-kartoffelbrei und sauer eingelegtem gemüse. mein sohn schaffte tatsächlich noch quarkknödel als nachtisch in sich hinein und sah danach aus, als hätte er die mumps. paps und ich hielten uns da lieber an den hausgebrannten pálinka, den traditionellen, ungarischen pfirsichschnaps. lecker!

apropos ungarn: wenn ihr ein wirklich lustiges buch über ungarn lesen wollt, empfehle ich euch „die paprikantin“ von lysann heller. zum brüllen komisch.

die zeit verging wie im flug, und, wie immer, viel zu schnell. vielleicht war ich auch das letzte mal in pécs, wer weiß. denn mein sohn hat sein physikum fertig und kommt im sommer wieder nach deutschland, um sich von hier aus auf einen studienplatz in deutschland zu bewerben. drückt mal kräftig die daumen, dass das klappt!!!

ich hoffe, ihr hattet schöne ostertage und seid guter dinge. ich war heute wieder im büro und hab ein wenig gefremdelt, nach 6 tagen abstinenz. ich war aber auch mehr oder weniger allein auf weiter flur, weiß auch nicht, wo alle kollegen steckten, vermutlich noch auf ostereiersuche. und natürlich war ich heute gleich mit dem lieben joschi beim pferdchen, dem leider, nachdem das dicke bein wieder abgeschwollen ist, grüner rotz aus der nase läuft. arrgh. wird zeit, dass die koppelsaison anfängt. ich habe die arme rotznasen-lola an die longe genommen und ein weilchen um mich herum traben lassen, während joschi mir dabei am bein klebte und mich mit vor eifersucht triefenden schlitzaugen von unten beäugte. ihr ahnt es schon? richtig. nachdem lola wieder in der box stand, musste ich joschi longieren. ich glaube es selbst nicht so recht. aber es stimmt. joschi trabte hoch erhobenen hauptes im kreis um mich herum und ließ sich bereitwillig mit der longierpeitsche antreiben. dieser hund hat einen gigantischen knall *seufz*

bis bald, eure katerwolf

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