Hundepuff

mobile puffs.

kennt ihr das, habt ihr sowas schon mal gesehen? das sind wohnwagen oder wohnmobile, in denen damen des leichten gewerbes mobil ihre dienste anbieten. gerne in grenzregionen. kaum fährt man über die grenze, zack, stehen da ein paar bumsmobile. leuchtende herzen oder love-schilder blinken einem rot entgegen, im eingang rekelt sich eine wasserstoffblondierte jenny oder lolly.

sowas gibt es auch für hunde *nick*. haben wir am wochenende gesehen, auf unserer radtour um den see. gleich zweimal *noch mehr nick*.

und das kam so: wir radelten am donnerstag mit einem munter hinter uns hertrabenden joschi durch den wald, nahmen eine falsche abzweigung (idee meines mannes) und schon bald hörte der weg auf einer kleinen lichtung auf und verlor sich im dichten wald. auf der lichtung stand ein VW bus mit offener tür. einsam und verlassen. aus dem wald kamen heftige waldarbeitergeräusche *säg* *herabstürz*. mein gatte beharrte immer noch darauf, dass wir auf dem richtigen weg seien und schleppte sein fahrrad versuchsweise über ein paar gefällte baumstämme in den wald hinein „da vorne geht der weg weiter“.

während ich auf der lichtung wartete, kam aus dem wageninnern ein leises „wuff“. ich dachte schon, ich hätte mich verhört, als in der wagentür eine durchaus mollige, beige labradorhündin erschien. sie schaute heraus, erblickte joschi und sprang wie eine leicht übergewichtige elfe heraus. joschi und sie schauten sich kurz und tief in die augen, worauf sie mit wackelndem po richtung wald davonwatschelte. joschi hinterher. von hinten offenbarte sich die ganze geschichte: bella war heiß. aber sowas von. innerhalb weniger sekunden waren beide heftig zugange und mein mann, der zwischenzeitlich schlammig und verschrammt  aus dem wald zurückgekehrt war, und ich stürzten wie die wilden schreiend dazwischen.

ihr wisst ja, joschi hat gewisse übung darin, das andere geschlecht schnell und effektiv zu begatten.

es dauerte eine ganze weile, bis wir das hundemädel, die uns ständig hinterherlief (ich weiß jetzt, warum es läufig heißt), im transporter verfrachtet, joschi im fahrradkorb verstaut und einige sichere meter zwischen uns zurückgelegt hatten.

am nächsten tag unternahm ich mit einer freundin eine zweite radtour, wieder mit einem überaus munter trabenden joschi. und siehe da, im wald stand wieder ein VW bus. an einer völlig anderen stelle. ich erzählte meiner freundin gerade die episode vom vortag, als sich aus dem wageninnern erneut die willige hündin wälzte und zielsicher auf joschi zusteuerte. nicht zu fassen. diesmal kam aber das herrchen (richtig getippt: ein waldarbeiter) herangestürzt, schnappte sich die heftig wehrende schamlose und schleppte sie mit großer krafteinwirkung in den transporter zurück.

kichernd stellen wir uns auf der weiterfahrt eine neue geschäftsidee vor: ein hundebumsmobil. mit blinkenden leuchtreklamen, roten spitzenvorhängen im fenster und einer molligen labradordame in strapsen. eine echte marktlücke.

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