Neues vom Pupser

keine angst, mein blog mutiert jetzt nicht zum pups-blog im sinne von die top 10 der besten pupse oder gar potd=pups of the day *gg* auch wenn der gedanke an sich sehr verlockend ist. ich könnte meinen blog in linker pups und mich selbst in pupswolf umbenennen *kicher*.

aber einer geht noch 😉

und zwar meine persönliche, weltliebste pupsgeschichte. starring: mein papa. ein türke. klein katerwolf.

bei uns in der familie wurde immer gut gepupst, man sah es als natürlich an und es gab kein großes gerede darum. höchstens mal kommentare wie :

„uff, hast du heute etwa schlangengulasch gefrühstückt?“

mein papa war der chefpupser. eines tages, ich war noch ein kleines mädchen, ging ich mit meinem papa in die stadt. wir durchquerten gerade eine einkaufspassage, ich glücklich an papas hand schaukelnd, als er plötzlich drastisch das tempo erhöhte und in richtung rolltreppe eilte. er hatte einen mordspups auf lager und wollte mit ihm an die frische luft. doch der weg war weit und die rolltreppe unendlich lang. kaum hatten wir die rettungsbringende rolltreppe erreicht, drehte mein paps sich hetisch um, keiner zu sehen, und ließ eine art detonationspups vom stapel. einen bruchteil von sekunde später ertönte hinter uns ein geräusch. es hörte sich in etwa so an:

„uuuurrrrrgggghhhh. stöööööhhhhhn. uaaahhhhhh.“

vorsichtig drehten wir uns um. direkt auf der stufe hinter uns stand ein mann. ein türke. jedenfalls sah er so aus. von seiner grünlichen gesichtsfarbe einmal abgesehen. er stand da und schaute meinen vater stumm anklagend an. mit einer spur entsetzen und erbostsein. er stand aber noch. was ein wunder war, denn mein vater muss ihm direkt vor die brust gepupst haben. der muss sich irgendwie im düsentempo von hinten angeschlichen haben. vorher war er nicht auf der rolltreppe, das kann ich bezeugen.

und was tat mein papa? raste wie vom blitz getroffen die rolltreppe hoch und weg. mit mir an der hand. im gegensatz zu meinem hund kann ich sprechen. das war wohl mein glück.

ich sag nur: der apfel fällt nicht weit vom stamm. habt nen schönen tag.

Vom Pupsen im Walde

ja, ihr habt richtig gelesen. es geht hier um pupsen. im wald.

gestern habe ich einen gesundtag gemacht. habe mir in der tupperbox allerlei gesundes mit zur arbeit genommen: kohlrabi, paprika, möhren, apfel, vollkornbrot UND 1 tüte studentenfutter. das studentenfutter hat zu 3/4 der joschi gegessen. der hund ist manchmal schon wunderlich. wie ein staubsauger sog er glupschäugig erd-, hasel- para- und walnüsse nebst getrockneten cranberries in sich rein.

die sonne schien um 4 uhr vom blauen himmel und ich beschloss, direkt nach der arbeit eine runde in den wald joggen zu gehen. eine halbe stunde später bog ich schon in meinem laufdress in den wald ein. joschi trabte an der hundelaufleine, die um meinen bauch geschlungen war, hoch motiviert hinter mir her.

durch die regelmäßige erschütterung setzte mit einem mal meine verdauung ein. sehr aktiv sogar. all das gesunde sprach mit mir und zwar sehr deutlich. oookay, was muss, das muss, dachte ich und, da weit und breit keiner zu sehen war, pupste ich so ein bisschen vor mich hin. oder besser gesagt, hinter mir her. es wurde immer heftiger. nie mehr studenfutter und kohlrabi im büro, dachte ich mir und trabte weiter. als ich eine leichte steigung erklomm, bahnte sich in mir ein riesenpups seinen weg, ich spürte das ganz genau.

gegen den war ich machtlos. ich lief noch um eine kleine biegung herum und drehte mich nach allen seiten um. keiner zu sehen. bahn frei. tja, was soll ich sagen, es war wohl so eine art jahrhundertpups. die mutter aller pupse sozusagen. die erde bebte und die blätter fielen von den bäumen. nicht, dass ihr jetzt denkt, dass ich immer und überall rumpupse, aber ich konnte einfach nicht anders. ich schwör! kaum hatte ich diesen dinosaurierpups entlassen, tauchte wie aus dem nichts direkt hinter mir eine fahrradfahrein auf 😯

oh.mein.gott. wo kam die denn auf einmal her? gut, die hatte sicher nichts gehört. doch, hatte sei. sie fuhr neben mich, bremste ab, schaute mich an und fragte:

„sagen sie mal, hat ihr hund eben so laut gepupst?“

ich fiel nicht tot um, nein, auch der boden tat sich nicht unter mir auf. ich war aber völlig geschockt. bloss nichts anmerken lassen.

„ja, der pupst beim joggen immer so.“

antwortete ich mit clint eastwood-miene und lief unbeirrt weiter.

die zeugin eines der mit abstand peinlichsten erlebnisse meines lebens überhaupt schenkte mir daraufhin ein kurzes augenzwinkern und fuhr ihres weges.

ich schäme mich immer noch und danke dem lieben herr gott dafür, dass hunde nicht sprechen können.