Krieg im Supermarkt – Noch MEHR Krieg

und weil es so schön war, EINER geht noch 😉

meine schöne freundin tara. gehört zur kategorie menschen: ich falle auf, sobald ich einen raum betrete. weil: klein und zierlich, quirlig, sehr blond, immer auffällig gekleidet, stets elegant, gerne auch mal mit einem touch schrill obenauf. immer lustig und vergnügt. wohl erzogen.

tara wohnt ein stückel weit außerhalb und wenn sie schnell noch was einkaufen muss, geht sie in den nächstgelegenen supermarkt marke billig-discounter. dieser liegt im sozialen brennpunkt unserer stadt. wenn tara dort einkaufen geht, befinden sich etwa 100 assis und tara darin.

vor ein paar tagen also: tara hatte sich schon für eine einladung zurechtgemacht, musste aber vorher noch schnell was einkaufen. ergo rauschte sie in voller montur von kopf bis fuss gestyled in den discounter. dort schob sie im eiltempo ihren einkaufswagen durch die gänge und traf dort sozusagen auf ihren endgegner. eine feiste assi-mutti mit kleinem, blassen kind. im einkaufswagen mengen von tiefkühlfertiggerichten und alkohol. das kind wollte gummibärchen, bekam keine und fing an zu weinen.

worauf mama ihm eine langte und zwar beidseitig.

tara sah das, rauschte samt wagen zum ort des geschehens und sprach die prügelnde assi-mutter mit den worten an:

„hören sie augenblicklich auf, ihr kind zu schlagen. ich rufe sonst die polizei.“

die antwort kam sofort:

„du blöde schicki-micki-tussi hast mir GAR nichts zu sagen. ich schlag mein kind, wann ich will!“

sprachs und langte gleich noch einmal zu.

tara schob ihren wagen weg, packte die frau beidhändig am kragen, schüttelte sie und brüllte durch den ganzen laden:

„so, jetzt pass mal auf . jetzt haut dir die schicki-micki-tussi eine aufs maul.“

ich liebe tara.

Krieg im Supermarkt

es gibt verschiedene wege, sich das wochenende zu vermiesen. eine sehr effektive ist es, samstags gegen 16 uhr in den supermarkt zu gehen. vor allem in einen sogenannten billig-supermarkt. was sich da so tummelt, respekt!

als ich am samstag den supermarkt betrat, herrschte krieg. ich hatte vergessen, dass langes wochenende und montag geschlossen war. die menschen kauften hamstermäßig wie vor einem angekündigten atomaren anschlag. wagenladungen voller toilettenpapier, butterberge und milchdepots. tiefkühlpizza in hülle und fülle und saure apfelringe. mühsam bahnte ich meinen weg durch die tiefkühltheke zur relativ ruhigen gemüse- und obstabteilung. wow, hier war es ja paradiesisch ruhig. nur grüppchenweise  menschen. strategisch verteilt. so dass man eigentlich an nichts herankam. hier wurden genaustens möhren beäugt und gurken befühlt. ich wollte tomaten. vor den tomaten stand eine großfamilie marke assi. die erwachsenen stark übergewichtig, tätowiert, mit einer horde blasser, schreiender kinder. die elterntiere begutachteten hypnotisch alle tomatenpäckchen und brüllten zwischendurch ihre brut an. ich wartete ein bisschen, verlor dann aber die geduld und wagte mich zu sagen:

„entschuldigung, kann ich auch mal kurz an die tomaten?“

„MOOOOOOOMENT mal“ kam es zurück. ich wartete ein weilchen und beschloss, später zu den tomaten zurückzukommen. während ich mich durch den supermarkt kämpfte, stand mir irgendwie immer und überall die assi-meute im weg. zwischen uns stimmte die chemie nicht, das war klar. wir fingen an, uns böse anzustarren. ich kann ja schon böse kucken, aber DIE, also, mannomann.

als ich nach gefühlten 5 stunden an einer irre langen kassenschlange stand und für einen kurzen moment zur seite trat um noch ein päckchen sauerkraut aus dem regal zu nehmen, drängte sich doch tatsächlich die assibrut in die winzige lücke, die mein wagen gelassen hatte und stellte sich resolut vor mich.

WTF*

„hallo? sie haben sich vorgedrängelt. wohl nicht gemerkt oder was?“

die antwort war ein dümmlich-böser blick aus 12 augen und ein:

„UUUPS!“

bilder von kettensägemassakern gingen mir durch den kopf, ich schaffte es jedoch ruhig zu bleiben. ihr kennt ja meine schübe, ich sage nur hässlicher schlumpf. diesmal nicht. während ich also in einer sich in zeitlupentempo fortbewegenden kassenschlange stand, maulten atze und erna ihre kinder an und schauten mich regelmäßig dummdreist an.

*oommm* *hare krischna, hare rama* ich bleibe gaaanz ruhig.

dann bummte erna klein-kevin eine, weil er etwas aus dem wagen holte. einfach mal so und schaute herausfordernd in der gegend herum.

oookay, das wars. völlig ruhig zog ich meinen einkaufswagen ein stück zu mir und fuhr ihn ihr mit schmackes in die hacken.

entsetzer blick und gedämpfter schmerzenslaut von vorne.

„UUUUPS“ entfuhr es mir.

das musste mal gesagt werden.