Und noch ein paar Sprossen höher auf der Leiter

in den letzten 2 wochen habe ich zunehmend das gefühl: es wird wieder. meine körperliche belastbarkeit nimmt zu. ich bekomme langsam wieder kondition. war heute das 1. mal 1 volle stunde joggen 😆

die qualität meiner gedanken ändert sich. ich denke immer öfter daran, dass ich es schaffen könnte. ich fange an, mein leben vor mir zu sehen, ohne dass es mir angst macht. ich bekomme wieder lust aufs leben. ich kann mir sogar vorstellen, wieder arbeiten zu gehen. der psychologe würde dazu wohl sagen: anpassungsprozess. ein glück gibt es diesen prozess. vor 1 monat war all dies überwiegend noch im nebel.

ich merke aber auch, dass sich die dinge geändert haben. ich habe mich verändert. ob das so bleibt? ich spüre jedenfalls veränderungen in meiner denk- und verhaltsweise. seit dem 7. januar habe ich ein neues ziel: wieder gesund werden und überleben. dieses ziel steht am ende eines weges wie eine lodernde fackel. mein persönliches olympisches feuer 😉 ich darf dieses ziel nicht aus den augen verlieren. in diesem fall ist wirklich der weg das ziel. und auf diesem weg passen ein paar gewohnte dinge nicht mehr. dazu gehört trägheit. trägheit war gestern. dazu gehört auch die tendenz, negativ zu denken. klar kann man das nie ganz abstellen, aber man kann zumindest versuchen, der negativen energie einen stoß in die andere richtung zu geben, wenn man es merkt. einfach nur ein stückchen: *stups*. dazu gehört für mich auch die erkenntnis, dass das verhalten anderer menschen, vor allem auch derer, die einem nahe stehen, letztendlich keinen einfluss auf die genesung nehmen sollte. das ist schwer. aber anders geht es nicht. sonst kommt man in teufels küche. ich fühle instinktiv, dass ich versuchen muss, mich davon ein stück weit mehr freizumachen, als bisher. ich glaube, wenn ich gesund werden will, muss ich die ganze mir zur verfügung stehende kraft und energie für diesen prozess einsetzen und sie nicht woanders aufbrauchen. konzentration gehört auch dazu. es ist ein bisschen so, als würde man auf einem hochseil gehen. *seufz*. manchmal wünscht ich, ich wär ein oberflächlicher ego-panz, der völlig selbstverständlich das nimmt, was er braucht und sich über den rest keine gedanken macht. bin ich aber nun mal nicht. ich werde das hochseil dennoch überqueren, auf meine art.