Verliebte Pferde, glückliche Hunde

hach, ich liebe sie einfach, meine beiden. hier seht ihr meine schwer in ihren schicken, argentinischen boxnachbar verliebte lola und darunter meinen joschi mit einem teil seiner hundegang in lolas box. jedem das seine: joschi jagt mäuse, einer frisst altes brot, der andere möhrchen. könnt ja sonst ein pferd wegfressen 😉

 

 

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Pottsau und Bürstenkopf

nein, diesmal ist nicht joschi die pottsau. lola diesmal. als ich sie heute aus der box holte, habe ich kurz über eine spontane notschlachtung nachgedacht.

 

 

 

joschi ist der frisch geschorene (beleidigte) bürstenkopf.

 

 

mit tieren hat man immer spaß 😉

Kackstorch

wen könnte ich nur meinen? natürlich den joschi. der süße wuschel hat sich heute nacht im bad und schlafzimmer verwirklicht. bilanz: riesenhaufen im dinoformat, 2 x übergeben. diesmal war der göttergatte dran mit wischen. ein richtig guter start in den tag. ich kam dann auch  noch dran: bei der morgendlichen gassi-runde hat sich das joschilein komplett sein wuscheliges hinterteil zugekackt. ein wahres massaker. mein versuch, das gröbste noch vor ort mit laub zu entfernen, entpuppte sich als fehlentscheidung der woche. meine finger brachen durch das laub, und ich musste den heimweg mit stinkenden monsterhänden bewältigen. jetzt ist mir schlecht *würg*

joschi, schämst du dich wenigstens ein bisschen?

Pottsau

so sieht ein hund aus, der sich im reitstall zuerst im schlamm, dann im misthaufen verwirklicht hat und im anschluss im stroh nach mäusen gewühlt hat. joschi ist ne echte pottsau. das muss hier mal gesagt werden.

 

Schnuffelnase

diese knuffige, dicke joschischnuffelnase will ich euch nicht vorenthalten. hundenasen sind einfach was wunderbares 😆

 

Schneeberge und fliegende Tibet Terrier

klingt abenteuerlich, oder? war es auch! und wunderschön. ich habe noch nie irgendwo so viel schnee gesehen, wie in dieser woche in oberlech. die ortsansässigen erzählten uns, dass das letzte mal 1999 so viel schnee lag. das war das jahr der schneekatastrophe. 2 x war in der woche der flexenpass zu. 1 x bei unserer anreise, was dazu führte, dass wir in bludenz zwischenübernachten mussten. die hotels waren so überfüllt, dass wir uns mit einem jungen paar ein appartment geteilt haben. so lernt man neue menschen kennen 😉 . lustigerweise hatten die beiden eine pension in unmittelbarer nachbarschaft gebucht und wir spielten das eine oder andere mal zusammen canasta und rodelten wie die verrückten die rodelbahn runter. jugend belebt!

wir hatten eine tolle schneewoche, mit wunderbarem pulverschnee, 3 tagen sonne pur, 2 schneetagen, an denen wir mit joschi lange wanderungen unternommen haben, mein mann und ich waren erstmals froh, mit helm zu fahren (2 ganz schön heftige stürze gehabt), und wir haben große mengen superleckeres österreichisches essen vertilgt. mjammo.

joschilein war in seinem element. als waschechter tibet terrier liebt er schnee über alles. vor allem in solchen mengen. das hat er auch noch nicht erlebt. er buddelte sich bis zur nasenspitze ein, wühlte, wälzte, pflügte sich durch den tiefschnee, raste herum, tobte, sprang und – flog. aber dazu gleich. er hatte 2 dicke freunde: bolle, einen rotzfrechen einheimischen jack russell und dunja, eine sportliche lawinenrettungshündin. er hatte innerhalb von 3 tagen einen riesigen fanclub: alle hotelgäste. alle liebten ihn und kraulten ihm löcher ins fell. joschi machte sitz, platz, gab pfötchen, machte „give me five“ (das einzige kunststückchen, das er kann) und war kurz davor, handstand zu machen.

joschi machte in dieser woche zwar keine ausbildung zum lawinenrettungshund, dafür ist er nun aber staatlich geprüfter flughund. und das kam so: während eines ausgedehnten spaziergangs bekam joschi seine 5 minuten und tobte herum wie ein irrer. da kam mein mann auf die idee, ihn hochzuheben und im großen bogen in den tiefschnee zu werfen. joschi war begeistert. zumindest am anfang. dann hatte er keine lust mehr. wir warfen ihn aber noch ein weilchen weiter. gemein, ich weiß. machte aber so spaß. joschi bekam irgendwann einen tobsuchtsanfall und dann haben wir wieder damit aufgehört. man soll immer aufhören, wenn es am schönsten ist. aber seht selbst:

Lebe glücklich, lebe froh…

…wie der mops im haferstroh.

diesen spruch hatte mir mal eine mitschülerin in mein poesiealbum geschrieben. weiß auch nicht, warum er mir heute dauernd in den sinn kommt. vielleicht, weil es mir derzeit einfach gut geht, ich mich zufrieden, entspannt und ausgeruht fühle. ich habe die letzten 4 (!) nächte für meine verhältnisse richtig gut geschlafen, das ist ein fest, leute, ein echtes fest! gestern hatte ich auch wieder meinen monatlichen termin beim psychoonkologen. ich habe etwa 6 monate nach meiner diagnose, als mir bewusst wurde, dass die mit der diagnose entstandene angst vor einem rückfall und dem sterben nicht von alleine weggehen würde, seine hilfe in anspruch genommen. das war das beste, was ich damals tun konnte, denn er hat mir schnell und effektiv geholfen. ich schätze ihn sehr. seitdem sehen wir uns etwa alle 4 wochen. und auch jetzt, nach 1 1/2 jahren, gehe ich zu ihm. obwohl die angst nur noch eine sehr untergeordnete rolle in meinem leben spielt, sehe ich die termine bei ihm auch weiterhin als wichtigen baustein im prozess meiner vollständigen genesung.

als ich gestern bei ihm war, ließ ich die letzten 2 jahre revue passieren, erinnerte mich an meinen ersten termin bei ihm und daran, wie es mir damals ging. es wurde mir einmal mehr bewusst, wie gut es mir jetzt geht. welchen weg ich seitdem gegangen bin. damals hatte ich das gefühl, das jahr nicht zu überleben, war nicht in der lage, über einen zeitraum von ein paar wochen voraus zu denken. so stark hatte die diagnose mein vertrauen in mein weiteres überleben erschüttert. wie wunderschön ist es hingegen, zu spüren, wo ich jetzt bin. ich lebe. und ich erlebe mein kostbares, wunderschönes leben. und habe nicht vor, dass so schnell zu ändern. denke selbstbewusst, dass ich vielleicht doch 100 werden könnte. wäre auch mit ende 80 zufrieden. und wenn ich so denke, beschleicht mich nicht mehr dieser dumpfe zweifel darüber. ich traue mich wieder, daran zu glauben. und noch eins wurde mir gestern bewusst: dass ich sehr viel angst losgelassen habe. das merke ich daran, dass ich anfange, mich zu entspannen. nicht mehr das gefühl habe, ständig in bewegung bleiben zu müssen, damit ich keine sekunde versäume, ums überleben zu kämpfen. ich kann jetzt entspannen und durchatmen und habe das gefühl, dass alles gut werden könnte, alles gut wird, alles gut ist.

daher lasse ich heute quietschvergnügt den gedanken in mir wohnen: lebe glücklich, lebe froh, wie der mops im haferstroh 😆

ich bin übrigens nicht die einzige, die heute so denkt. auch meine lieben tiere joschi und lola sind zufrieden. heute vormittag war der tierarzt bestellt, lola musste geimpft werden. mein mann kam mit und joschi witterte deshalb das große abenteuer. lola stand überaus munter und glücklich in ihrer box und ließ geduldig die 2 spritzen über sich ergehen. die tierärztin, die lola schon seit 14 jahren kennt, untersuchte sie einmal rundum und attestierte  ihr eine stabile gesundheit.  joschi war, wie immer, eifersüchtig, stierte auf die spritze und sprang eifrig um uns herum und vorneweg und hin und her.

„wie alt ist dieses muntere kerlchen denn?“ fragte die tierärztin. „10!“ antworteten wir. „großartig, der macht aber einen sehr gesunden und guten eindruck!“ nachdem die ärztin wieder weg war, führten wir zunächst lola ein bisschen auf dem hof herum, sie muss heute und morgen ruhen und darf wegen der spritzen nicht geritten werden, und im anschluss drehten wir mit joschi eine lange, sonnige (und matschige) runde über die felder. alles prima. alle gesund. alles gut. habt einen schönen freitag!