Wellness-Wochenende und Bademanteldiebe

war.das.schön. *wohlig seufz*. sind gerade zurückgekommen und mächtig entspannt. ich bin nicht so die klassische wellnesstante. dachte ich zumindest bisher. um weihnachten, als ich so richtig abgebrazzelt war, kam mir jedoch in den sinn, mir zu weihnachten ein wellness-wochenende zu wünschen. wir fanden etwas ganz in der nähe und dieses wochenende war es dann soweit. seitdem weiß ich: ich bin doch eine wellnesstante. es tut ungemein gut, sich ein paar tage von kopf bis fuß verwöhnen zu lassen, alles, was einen drückt, abzustreifen und wohlig abzutauchen. wir haben es uns so richtig gut gehen lassen. tagsüber von dampfbad zu sauna gerobbt und uns zwischendurch auf wasserbettliegen im lichtdurchfluteten ruheraum gefläzt, kopfhörer mit vogelgezwitscher auf den ohren, ein schönes buch vor der nase und den lieben, langen tag nur zwei gedanken: was kann ich mir als nächstes gutes tun? was gibt es zum abendessen? perfekt. meine februar-depris sind wie weggeblasen.

ich hatte, zusätzlich zu unserem pauschal-arrangement, ein paar anwendungen gebucht: ein salz-öl-ganzkörper-peeling. leute, so weich war meine haut seit baby-alter nicht mehr. außerdem eine chinesische ganzkörpermassage und eine kopfmassage. danach war ich so entspannt, dass ich noch 10 minuten später schwankte. und, als krönenden abschluss, eine venus-fächerpinselmassage. alter schwede, so was geiles habe ich mir entspannmäßig noch nicht gegeben. der hammer. bei dieser massage wird man 40 minuten lang mit 2 superweichen, dicken, fächerförmigen pinseln synchron gestreichelt. von kopf bis fuß. sogar die fingerkuppen. nach ein paar minuten fängt die haut an zu kribbeln, das glaubt ihr nicht! zuerst lag ich auf dem bauch und fing nach 1o minuten an, durch die kopfstützenöffnung zu sabbern. ungelogen. als ich dann noch 20 minuten auf der vorderseite gepinselt wurde, hört ich die engel singen. irre. ich möchte gerne in den fächerpinselhimmel umziehen und mich den ganzen, lieben langen tag pinseln lassen.

nach der massage fühlte ich mich wie in sirup getaucht und war mental bereit, mich rumtragen und wickeln lassen zu wollen. fächerpinselmassage, meine lieben, wenn es euch mal mies geht, fächerpinselmassage 😆

es gab auch ein paar spaßige episoden am wochenende. zum beispiel ein paar sehr, sehr merkwürdige zeitgenossen um einen herum, bei denen man nicht so genau einordnen konnte, wo oben und unten ist. man wollte es auch nicht wirklich wissen. und dabbische bademanteldiebe. als ich aus der heißen sauna kam, war mein bademantel weg. toll. „hat jemand meinen bademantel an? meine brille ist in der seitentasche!“ fragte ich in die erschöpfte, nachschwitzende runde im ruheraum. dumpfes geglotze. träges gekruschtel. „oh!“ kam es aus dem mund eines spackigen, schwitzigen, behaarten fettmopses, „das bin ja dann wohl ich.“ vollpfosten. da ich nicht nackt durchs hotel laufen konnte, musste ich den bademantel anziehen 😯

iihhhgittt, wie eklig ist das denn????? 

ich habe mich den rest des nachmittags geekelt und dem behaarten schwitzlurch böse blicke zugeworfen, sobald ich seiner ansichtig wurde. joschi war übrigens auch mit. er war aber beleidigt, weil er im hotelzimmer bleiben musste und täglich „nur“ 2 stunden mit uns spazieren ging. dafür hat er in unserer abwesenheit konsequent im hotelbett gewohnt. schön wars, will wieder.