Rehageflüster: Heute blau, morgen blau

ich habe gestern abend dann noch mit 2 reha-freundinnen ein paar gläschen auf meine arme, kleine schulter getrunken *hicks*

wir waren sozusagen gezwungen. wir saßen nämlich völlig harmlos in unserer lieblings-strandkneipe, als ein mordsgewitter losbrach. wir waren gefangene. und da mussten wir eben trinken. weil wir gefangene waren, weil wir angst vor dem gewitter hatten und weil uns meine arme, kleine schulter so leidtat. auf dem heimweg haben wir gesungen. irgendeinen schulter-rap. wie das dann halt so ist. apropos singen: heute abend ist hier wieder musikantenstadel. ich überleg schon die ganze zeit, was ich mir für nen song wünschen könnte, und ich glaube, ich wünsche mir je t´aime. mal schauen, ob der gitarren-michel das drauf hat und ob dann unter den ü-hundert eine wilde knutscherei ausbricht.

ansonsten hatte ich heute einen mega-duften samstag. hier schien ab mittag die sonne vom blauen himmel und ich bin 2 stunden durchs watt galoppiert und habe mir auf dem heimweg noch ein weilchen die surf-meisterschaften n westerland angeschaut. coole show. lauter gutaussehende surfer unterwegs und menschen in neonfarbenen pudelmützen. der letzte schrei hier auf sylt. ach ja, man müsste nochmal 20 sein.

dann macht es mal gut, meine lieben, habt nen schönen samstag, eure saufwolf 😆

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Rehawolf in den Startlöchern

so. schreibtisch leergearbeitet. auto über den tüv bekommen. brille geschreddert, 2 tage blind durch die gegend geeiert und das kaputte glas reparieren lassen. papierkram erledigt. noch fehlende unterlagen für die reha besorgt. kinder, mann, hund, pferd versorgt. koffer für die reha gepackt, mit ins büro genommen und 3 stunden pipi angehalten, aus angst, dass genau dann der gepäckdienst kommt, wenn ich auf toilette bin, und wieder wegfährt, da keiner da. koffer auf den weg gebracht und dann 2 stunden gepinkelt. auf den letzten drücker beim friseur gewesen und fast mit kupferfarbenem haupthaar den laden verlassen. bin dann doch bei goldblond geblieben. weitere etwa 5 miliionen dinge erledigt.

und jetzt? das wochenende mit der ganzen familie nebst eltern noch im haus am see verbringen, und am montag früh um 6 sitze ich im zug nach westerland. YESSS!!!!! sylt, ich komme!!!

Bericht aus der Reha: Katerwolf im Glück

hier ist es toll. absolut klasse 😆 nennt mich katerwolf im glück.

nach einer sehr langen aber reibungslosen zugfahrt bin ich gestern um 16 uhr in westerland angekommen – bei strahlendem sonnenschein und blauem himmel. die rehaklinik ist richtig schön: hell, freundlich, weitläufig in verschiedene gebäude aufgeteilt, direkt am kilometerlangen strand. ich habe ein schönes, kleines zimmer mit 3 großen fenstern nach vorne raus und *tadaa* blick aufs meer. gestern habe ich von meinem zimmer aus beobachten können, wie die sonne rubinrot im meer unterging. natürlich war ich gestern gleich am strand, der hier so verlockend vor der tür liegt und bin einfach mal ne stunde gelaufen und habe mich gefreut, dass ich jetzt hier bin. ich habe schon 2 freundinnen :lol:, 2 nette junge frauen, die bei mir am tisch sitzen. dann habe ich noch ein bisschen das brasilianisch-koreanische gemetzel geglotzt und anschließend geschlafen wie eine tote.

heute erster tag. ausgeruht aufgewacht, fenster aufgerissen und mit meeresrauschen im ohr tief eingeatmet. immer noch strahlend blauer himmel. läuft heute alles ganz easy an, mein aufnahmegespräch ist erste heute nachmittag, dann bekomme ich auch meinen therapieplan, vorher passiert gar nichts. so habe ich den tag also erstmal damit genutzt, mir ein fahrrad für 3 wochen auszuleihen, in einem benachbarten reitstall anzurufen und eine reitstunde zu buchen (meine zerrung vom reiten in der normandie ist ausgeheilt, haha) und den vormittag faul im strandkorb gelümmelt und abwechselnd in die sonne und in die brandung geblinzelt. ich war übrigens am hundestrand. ich vermisse joschi. also war ich am hundestrand und habe fremdgekrault. alle hunde liefen frei herum und waren friedlich, nur einer hat terror geschoben. guess who? ein tibet terrier. scheint an der rasse zu liegen 😉

die atmosphäre hier ist so ne mischung zwischen geschäftig und entspannt. viele laufen zielstrebig in sportsachen herum, andere liegen faul im strandkorb. die atmospäre ist nicht, wie ich erwartet habe, bedrückend und krankheitsschwanger. ziemlich viele junge leute hier, auch einige junge, sehr junge, brustkrebs-patientinnen. ich habe gleich mein aufnahmegespräch bei dr. drapalowitsch oder so und ich vermute, dass es danach schluss ist mit meinem müßiggang. meine tischfreundin bandscheiben-sanne hatte ihr gespräch heute morgen und ist schon im therapiestress und düst zwischen hydrojet, massage, aquajogging und physiotherapie hin und her. ich schätze mal, ab morgen bin ich auch am düsen. muss versuchen, den arzt gleich davon zu überzeugen, dass ich mich entspannen will….

so, und jetzt drückt mir mal die daumen, dass mein koffer heute noch kommt, ich sehe doch ein bisschen bappig aus mittlerweile 😉