Bericht aus der Reha: ein paar Foto-Impressionen

nein, leider keine fotos von meinen lästerobjekten hier, geht ja nicht….

dafür aber ein paar impressionen von einer insel, in die ich mich in den letzten 3 wochen schwer verliebt habe, sylt:

ein blick aus meinem zimmerfenster:

ein wunderschönes friesenhaus, hätt ich gern…..

die heide, die heide…..


guckst du hier:


chill-out bei wonnemeier, so ist sylt:

Bericht aus der Reha: Ich habe einen Traum…

seit ein paar tagen habe ich einen traum: ich lebe auf sylt, in einem schönen, alten friesenhaus mit blumengarten, ich habe ein pferd, ein rudel hunde und bin schriftstellerin. mein brustkrebs bleibt für immer weg. und ich bin unendlich glücklich.

*seufz*

was gibt es hier eigentlich neues? ich war am sonntag nochmal reiten. und war noch viel schöner als am samstag. herr eiche setzte vollstes vertrauen in mich und gab mir ein flotteres pferdchen. lacrosse. lacrosse ist ein tolles pferd. flott, brav, weich im maul und im rücken. hach, herrlich. ich habe nach gefühlten 100.000 jahren versucht, den trab und den galopp auszusitzen und was soll ich sagen: es hat geklappt. nicht nur das. nach einigen minuten war das alte gefühl wieder da. dieses wunderbare gefühl, das einen überkommt, wenn man auf einem pferderücken vor sich hin trabt oder galoppiert. ich bin darüber so froh, ich kanns euch gar nicht sagen. am samstag gehe ich dann endlich 2 stunden ins gelände. ins watt. und ich habe mir fest vorgenommen, die reiterei auch zu hause wieder aufleben zu lassen. muss mir noch überlegen wie.

erstmal *tadaaa* fahre ich ende september für 1 woche nach polen auf einen reiterhof. *jaaaaaaaaaa*. schon alles gebucht. ich freu mich wie wutz. 1 woche sternritte durch die pommersche seenplatte, abends lagerfeuer UND ich kann joschi mitnehmen. UND das ganze kostet nur einen appel und nen knopp.

ich habe nach meiner diagnose nämlich einen entschluss gefasst, wie ihr wisst. der da heißt: prioritäten neu sortieren. und ganz vorne, an 1. stelle steht jetzt: wieder dinge tun, die mir spaß machen. sie auch wirklich machen.

ich hatte gestern einen termin beim sozialdienst, denn ein service der rehaklinik ist es auch, die wiedereingliederung ins berufsleben in die wege zu leiten. tja, jetzt werde ich also am 20. juli wiedereingegliedert. 7 wochen lang, erst 4 wochen lang 3 stunden täglich, dann 2 wochen lang 5, dann 1 woche 6 und schließlich wieder voll. und dann erstmal nach polen – auf den schock hin 😉

ich habe beschlossen, ab januar nächsten jahres meine arbeitszeit zu reduzieren und nur noch 3/4 zu arbeiten.

ein paar lästereien gibt es auch, hier aus der klinik, es gibt nämlich ein paar neuzugänge 😉

: da wäre zunächst ein neuzugang am denver-clan-tisch. da sitzt seit gestern nun barbie. eine schon etwas ältere barbie. also, wenn es eine model barbie, geliftet gäbe, so sähe sie aus. zieht sich zu allen mahlzeiten um, kommt in großer robe mit passender handtasche, hochsteckfrisur und trägt goldene fußkettchen zum sport. sportklamotten ist nicht. nein, sport wird in rosafarbenen capri-jenas mit passendem fußkettchen absolviert. die bewegungen sind, sagen wir mal, alle sehr geziert und anmutig. läster, ich weiß, aber ich komme sicher nicht in die hölle 😉

weiter gehts: seit gestern gibt es hier ein objekt der begierde. steckbrief: etwa 2 meter groß, muskulös, jung, schwarz, sexy. *lechz*. wir nennen ihn heimlich den massai-krieger. schlendert im raubtiergang durch die gänge und grüßt mit einem lasziven:

„hi, how is it doing?“

gestern abend kam er mir frontal im schmalen gang entgegen *schwitz*

„hi, how is it doing?“

fragte er mit seiner tiefen stimme.

ich, mit minnie mouse stimme:

„ohhhh, thaaaank you, fine!“ „giggelgiggel“  „piieeeps“ „quiiieeetsch“

*rotanlauf*

ist das die möglicheit? hallo, katerwolf? gehts noch?

tatsächlich so passiert, gestern abend, 18:30 uhr.

alle schwärmen für ihn. die mädels aus meiner clique hier schmieden pläne, wie sie an seinen programmplan rankommen um die zeiten auszuspionieren, wann er im schwimmbad und im geräteraum training hat 😆

ach, herrlich, für sowas wird man doch nie zu alt.

ebenfalls neu seit sonntag ist die gitarrenspielerin. spielt zwischen den anwendungen immer und überall gitarre. und singt dazu. gar nicht mal so schlecht, außer sie singt marianne rosenberg, das kann sie nicht. sie spielt auch abends am strand, was sehr schön ist. allerdings ist es auch wichtig, dass die spielt. denn wenn sie nicht spielt, quasselt sie. ich meine, sie quasselt. unglaublich. und hört nie mehr auf. bis man einen kreislaufkollaps bekommt. und nun dürft ihr 3x raten, mit wem sie gestern zu später stunde am strand im strandkorb saß? mit unserem massai-krieger. sauerei sowas!

ich war gestern dafür noch mit paar mädesl bei wonnemeier, sonnenuntergang schauen. was war das schön. die sonne versank glutrot in der spiegelglatten see. wir saßen mit caipis bewaffnet im strandkorb, aus am strand aufgestellten lautsprechern erklang chill-out-music und das leben war einfach nur schön. ob ich wohl hauptberuflich hier in der reha bleiben kann, für immer?

naja, ich habe ja jetzt meinen traum….