Lebe glücklich, lebe froh…

…wie der mops im haferstroh.

diesen spruch hatte mir mal eine mitschülerin in mein poesiealbum geschrieben. weiß auch nicht, warum er mir heute dauernd in den sinn kommt. vielleicht, weil es mir derzeit einfach gut geht, ich mich zufrieden, entspannt und ausgeruht fühle. ich habe die letzten 4 (!) nächte für meine verhältnisse richtig gut geschlafen, das ist ein fest, leute, ein echtes fest! gestern hatte ich auch wieder meinen monatlichen termin beim psychoonkologen. ich habe etwa 6 monate nach meiner diagnose, als mir bewusst wurde, dass die mit der diagnose entstandene angst vor einem rückfall und dem sterben nicht von alleine weggehen würde, seine hilfe in anspruch genommen. das war das beste, was ich damals tun konnte, denn er hat mir schnell und effektiv geholfen. ich schätze ihn sehr. seitdem sehen wir uns etwa alle 4 wochen. und auch jetzt, nach 1 1/2 jahren, gehe ich zu ihm. obwohl die angst nur noch eine sehr untergeordnete rolle in meinem leben spielt, sehe ich die termine bei ihm auch weiterhin als wichtigen baustein im prozess meiner vollständigen genesung.

als ich gestern bei ihm war, ließ ich die letzten 2 jahre revue passieren, erinnerte mich an meinen ersten termin bei ihm und daran, wie es mir damals ging. es wurde mir einmal mehr bewusst, wie gut es mir jetzt geht. welchen weg ich seitdem gegangen bin. damals hatte ich das gefühl, das jahr nicht zu überleben, war nicht in der lage, über einen zeitraum von ein paar wochen voraus zu denken. so stark hatte die diagnose mein vertrauen in mein weiteres überleben erschüttert. wie wunderschön ist es hingegen, zu spüren, wo ich jetzt bin. ich lebe. und ich erlebe mein kostbares, wunderschönes leben. und habe nicht vor, dass so schnell zu ändern. denke selbstbewusst, dass ich vielleicht doch 100 werden könnte. wäre auch mit ende 80 zufrieden. und wenn ich so denke, beschleicht mich nicht mehr dieser dumpfe zweifel darüber. ich traue mich wieder, daran zu glauben. und noch eins wurde mir gestern bewusst: dass ich sehr viel angst losgelassen habe. das merke ich daran, dass ich anfange, mich zu entspannen. nicht mehr das gefühl habe, ständig in bewegung bleiben zu müssen, damit ich keine sekunde versäume, ums überleben zu kämpfen. ich kann jetzt entspannen und durchatmen und habe das gefühl, dass alles gut werden könnte, alles gut wird, alles gut ist.

daher lasse ich heute quietschvergnügt den gedanken in mir wohnen: lebe glücklich, lebe froh, wie der mops im haferstroh 😆

ich bin übrigens nicht die einzige, die heute so denkt. auch meine lieben tiere joschi und lola sind zufrieden. heute vormittag war der tierarzt bestellt, lola musste geimpft werden. mein mann kam mit und joschi witterte deshalb das große abenteuer. lola stand überaus munter und glücklich in ihrer box und ließ geduldig die 2 spritzen über sich ergehen. die tierärztin, die lola schon seit 14 jahren kennt, untersuchte sie einmal rundum und attestierte  ihr eine stabile gesundheit.  joschi war, wie immer, eifersüchtig, stierte auf die spritze und sprang eifrig um uns herum und vorneweg und hin und her.

„wie alt ist dieses muntere kerlchen denn?“ fragte die tierärztin. „10!“ antworteten wir. „großartig, der macht aber einen sehr gesunden und guten eindruck!“ nachdem die ärztin wieder weg war, führten wir zunächst lola ein bisschen auf dem hof herum, sie muss heute und morgen ruhen und darf wegen der spritzen nicht geritten werden, und im anschluss drehten wir mit joschi eine lange, sonnige (und matschige) runde über die felder. alles prima. alle gesund. alles gut. habt einen schönen freitag!

Ich lebe noch :-)

wollte ich nur mal gesagt haben: ich lebe noch. auch wenn ich derzeit minimal-bloggen betreibe. nach 5 wochen pause wieder arbeiten fordert seinen tribut 😉 . aber es läuft gut. muss mich bisschen einfummeln, aber alles in allem ist alles prima. nur eben ganz schön viel zu tun. familie, privatzoo und freunde haben mich auch vermisst und brauchen nun auch zeit.

es tut so gut zu fühlen, dass meine batterien so richtig voll, voll, voll aufgeladen sind nach der reha und ich meist heiter aufwache und abends im bett zufrieden den tag revue passieren lasse. das tut einfach gut. und damit es so bleibt, macht die kluge katerwolf jeden morgen ihre übungen, gönnt sich im büro eine „autogenes-training“-auszeit, läuft 3 x die woche leichtfüßig mit ihren nordic walking stöcken durch den heimischen forst und für die seele gibt es viele, wohltuende ausritte auf der lieben lola, mit dem lieben joschi, über vom goldenen septemberlicht beschienene felder.

kann so weitergehen. la vie est belle. und ich genieße es, wie lange diese gute phase auch dauern mag 😆

alles liebe, hakuna matata, ich schicke euch gute wünsche, eure katerwolf

Zwischendurch Zufriedenheit

eigentlich mag ich keine rundmails, leite sie nicht weiter und lösche sie zackig.

ABER.

als ich mich heute morgen aus dem bett quälte, konnte ich auf eine fast vollständig durchwachte nacht zurückblicken, nachdem ich zuerst grauenhaftes zeug geträumt, davon gegen halb 3 wachgeworden und mich anschließend wie ein hund im korb durch die nacht gewälzt habe. danke tamoxifen, danke zoladex.

ich stopfte wie ein zombie mein frühstück in mich hinein und fuhr meinen wagen, der seit einiger zeit klappert und röhrt in die werkstatt. am serviceschalter war ich so neben der kappe, dass ich weder mein kennzeichen noch den kilometerstand geschweige denn den fahrzeugtyp parat hatte. „BWM“ grummelte ich. auf die frage der überaus freundlichen jungen dame am schalter, was denn genau das problem sei, antwortete ich einsilbig und schmallippig: „klappert und röhrt.“ genau das schrieb sie auch auf den aufnahmezettel 😉

ich fuhr mit einem gesponserten taxi nach hause, starrte dumpf aus dem fenster und fand alles sch****. vor allem, nachdem die werkstatt nach etwa 1 stunde anrief und mir mitteilte, es sei A der auspuff (etwa 400 €) und B seien die bremsbeläge platt und die bremsflüssigkeit leer (nochmal 700 €).

reflexartig legte ich mich erstmal ins bett und wollte bisschen schlaf nachholen. ich gehöre aber nunmal zu der spezie mensch, die tagsüber nie, nie, niemals einschlafen kann. um zumindest ein bisschen entspannung in die knochen und den dröhnenden schädel zu bekommen, machte ich via CD ein paar entspannungsübungen und tauchte meine zermarterten körper und psyche in helles licht an einem weißen strand. den richtig durchschlagenden erfolg brachte das auch nicht.

ABER.

da erreichte mich die email eines guten freundes. und die ist so ausnehmend gut und zauberte so ein breites lächeln in mein gesicht, dass ich sie euch auf keinen fall vorenthalten möchte. so, und jetzt hoffe ich, dass es euch ein ebenso breites lächeln ins gesicht zaubert:

„Wenn wir die ganze Menschheit auf ein Dorf von 100 Einwohner reduzieren würden, aber auf die Proportionen aller bestehenden Völker achten würden, wäre dieses Dorf so zusammengestellt:

57 Asiaten

21 Europäer

14 Amerikaner (nord u. süd)

8  Afrikaner

52 wären Frauen

48 wären Männer

70 nicht-weiße

30 weiße

70 nicht Christen

30 Christen

89 heterosexuelle

11 homosexuelle

6  Personen würden 59% des gesamten Weltreichtums besitzen und alle 6 kämen aus den USA

80 hätten keine ausreichenden Wohnverhältnisse

70 wären Analphabeten

50 wären unterernährt

1 würde sterben

2 würden geboren

1 hätte einen PC

1 (nur einer) hätte einen akademischen Abschluß

Wenn man die Welt aus dieser Sicht betrachtet, wird jedem klar, daß das Bedürfniss nach: Zusammengehörigkeit, Verständniss, Akzeptanz und Bildung notwendig ist. Denkt auch darüber nach:

Falls Du heute Morgen gesund und nicht krank aufgewacht bist, bist Du glücklicher als 1 Million Menschen, welche die nächste Woche nicht erleben werden.

Falls Du nie einen Kampf des Krieges erlebt hast, nie die Einsamkeit durch Gefangenschaft, die Agonie des Gequälten, oder Hunger gespürt hast, dann bist Du glücklicher als 500 Millionen Menschen der Welt.

Falls Du in die Kirche gehen kannst ohne die Angst, daß Dir gedroht wird, daß man Dich verhaftet oder Dich umbringt, bist Du glücklicher als 3 Milliarden Menschen der Welt.

Falls sich in Deinem Kühlschrank Essen befindet, Du angezogen bist, ein Dach über dem Kopf hast und ein Bett zum hinlegen, bist Du reicher als 75% der Einwohner dieser Welt.

Falls Du ein Konto bei der Bank hast, etwas Geld im Portemonnaie und etwas Kleingeld in einer kleinen Schachtel, gehörst Du zu 8% der wohlhabenden Menschen auf dieser Welt.

Falls Du diese Nachrichst ließt, bist Du doppelt gesegnet worden, denn:

1. Jemand hat an Dich gedacht und

2. Du gehörst nicht zu den 2 Milliarden Menschen die nicht lesen können.

Und… Du hast einen PC !“

in diesem sinne: euch allen einen zufriedenen, schönen tag 😆

und dir lieber M, an dieser stelle noch einmal lieben dank für die aufmunterung zwischendurch 😆